Fructose ist Zucker, ist Zucker, ist Zucker – und Zucker macht dick, macht dick, macht dick!

Heute wurde ich via Facebook aufmerksam auf eine neue Studie zu Fructose, also Fruchtzucker. Ich habe in einem Artikel vor kurzem ausführlich dargestellt, warum Fructose mitnichten so gesund ist, wie es uns Verbrauchern von der Werbung gerne weisgemacht wird. Den Artikel „Obst oder Gemüse – was ist gesünder?“, könnt Ihr hier lesen. Darin gehe ich unter anderem auf die Studienergebnisse der Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam ein, die belegen, dass Mäuse von Fructose dicker wurden als von herkömmlichem, weißen Haushaltszucker. Demnach war die vertilgte Fructose kein Grund für eine Insulinausschüttung, wie es beispielsweise bei herkömmlicher Zucker der Fall gewesen wäre. Dazu muss man wissen, dass die Ausschüttung des Insulins zugleich ein wichtiges Sättigungssignal ist. Und das weiß jeder: Wer nicht satt ist, isst oft weiter, bis das Sättigungsgefühl zu spüren ist.

Fructose steigert Appetit und macht süchtig!

Doch damit nicht genug: Fructose schürt den Appetit! Noch schlimmer: Sie mache sogar süchtig, sagten die Potsdamer Forscher. Und fett, weil die wegen des gesteigerten Appetits mehr verzehrten Speisen selbstverständlich in der Ernährungsbilanz zu Buche schlagen. Doch fructosehaltiges Essen macht nicht nur fett, zum Beispiel die Leber, weil dort auschließlich Fructose von Kohlenhydraten in Fett verstoffwechselt wird, sondern verursacht eine Fettleber.

Diese Wirkung von Fructose haben jetzt auch Wissenschaftler der Yale University in New Haven (Connecticut, USA) mit einer Studie bestätigt, deren Hauptautorin Dr. Kathleen A. Page im Journal der American Medical Association (JAMA) schrieb: „Erhöhter Fruktose-Konsum geht mit verstärkter Fettleibigkeit einher. Eine Ernährung, die reich an Fruktose ist, fördert vermutlich die Gewichtszunahme und die Insulinresistenz.“

Dr. Jonathan Purnell von der Oregon Health & Science University (Portland, USA) sagt in einem die Studie begleitenden Kommentar: „Die Ergebnisse unterstützen folgende Annahme: Bei Fruktose-Exposition erhöht das menschliche Gehirn über neurobiologische Signalwege den Appetit, die Folge ist eine gesteigerte Nahrungsaufnahme“.

Zunehmende Lebensmittelverarbeitung ist ungesund

Ich finde jedoch am schönsten, dass die Wissenschaftler sagen, dass ihre Studienergebnisse ebenso wie die Evidenz epidemiologischer Studien und Untersuchungen zum Ernährungsstoffwechsel und Tierversuche die ungünstigen Auswirkungen einer zunehmenden Lebensmittelverarbeitung belegen.

Das ist genau das, was ich Tag für Tag immer wieder sage: Je weniger verarbeitete Lebensmittel (Fertigprodukte!) wir essen, desto besser. Ich bemühe mich trotz dreier Kinder und einem aufreibenden Job darum, möglichst frische, unverarbeitete Zutaten zu Speisen zuzubereiten, die meine Familie mag. Das gelingt nicht immer. Klar. Aber wenn es denn mal eine Tiefkühlpizza gibt, dann ist es eine mit einem Bio-Siegel.

Und Gemüse ist das neue Obst! Noch Fragen!?!

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