verpacktes Pausenbrot

Unser täglich Brot to go – ökologisch verpackt?

Als Familie mit zwei (von drei) inzwischen schulpflichtigen Kindern und einem außer Haus arbeitenden Mann sind bei uns alltäglich jede Menge Pausenbrote zu schmieren. Das Besorgen der entsprechenden Bio-Brote und Beläge für jeden Geschmack empfinde ich als Herausforderung, die ich längst perfekt beherrsche. Selbstverständlich! Selbstverständlich? Nun, eine Perfektion mit Ausnahmen selbstverständlich, deren beste Lösung klingelndes Bargeld auf die Hand und der freundliche Hinweis auf den Bäcker auf dem Schulweg in die Ohren ist.  Diese Lösung wird übrigens stets mit kindlich lautem Freudengeheul erwidert. Was ich nach außen hin höflich ignoriere.

In Sachen Pausenbrote bin ich auch flexibel genug, um mit entsprechender Verpflegung auf Tagesausflüge des dritten Kindes mit dem Kinderladen zu reagieren oder meinem Mann die Reste des warmen Abendessens zum Aufwärmen mitzugeben. So weit, so gut.

Pausenbrote: Recht der Kinder, Pflicht der Eltern

Die Pausenbrote für die Kinder sind eine elterliche Verpflichtung, deren lästige Umstände ich nicht mal erahnte, als sich mein lang gehegter Kinderwunsch drei Mal erfüllte. Ich erledige die Schmiererei heute in der Regel am Abendbrotstisch, weil ich kein fröhlicher Morgenmensch, sondern eher ein schweigender Morgenmuffel bin, besser geschrieben: wäre (Konjunktiv!, ich werde ja zur Kommunikation gezwungen!). Meine freiwillige Leistungsbereitschaft beginnt, ehrlich geschrieben, erst, wenn es draußen hell ist.

Betrachte ich das Hamburgische Schuljahr jedoch lichttechnisch, wäre ich demnach während der Sommerferien das beste Mutterversorgungswerk – zumindest, was die Versorgung der Kinder am Morgen betrifft. Schade nur, dass die meisten Schulbrote an Schultagen gebraucht werden, die im Dunkeln beziehungsweise Hamburger Grau beginnen. Abends geschmiert, nehmen mir die fertigen Pausenbrote zumindest etwas Stress aus dem morgendlichen Chaos, das in unserer kleinen Wohnung entsteht, wenn sich Fünf Menschen, darunter temperamentvolle Feuerwerke, auf den Weg in den Tag machen. Ich gehe eben gerne auf Nummer Sicher. Verschlafen ist eine Sünde! Zuspätkommen ist eine Sünde!

Pausenbrot: Wie verpackt man unser täglich Brot öko-korrekt?

Mein eigentliches Problem mit dem Pausenbrot ist aber gar nicht das Pausenbrot an sich. Die Besorgerei und Schmiererei ist etwas, an das ich mich gewöhnt habe. Mein Problem ist vielmehr die Verpackung desselben. Womit ich selbstverständlich eine öko-korrekte Verpackung meine. Mal überlegen – folgende Verpackungsmöglichkeiten habe ich immer parat:

  • Dosen
  • Papiertütchen
  • Alufolie
  • Klarsichfolie
  • Plastiktüten mit „Reißverschluss“

Pausenbrot in der Dose – alternativlos?

Ich bin ein Ordnungsfanatiker. Das nur vorweg. Ich liebe Dosen, Kisten und Kästen. Das solltet Ihr auch wissen. Ich habe also viele Dosen, in allen Farben, Formen und Größen. Dosen mit Deckeln, die fest sind, und Dosen mit Extradeckeln. Kindgerechte Dosen uns solche, die auch ein Erwachsener auf dem Tisch und nicht darunter versteckt öffnen kann, ohne sich zu blamieren. Aber: Ich kaufe ständig neue Dosen. Auf der Suche nach der perfekten Frühstücksdose bin ich schon ewig. Wobei Perfektion hier am zu verpackenden Inhalt gemessen wird. Denn machen wir uns doch nichts vor: Es sind ja nicht nur die Schulbrote, die verpackt werden müssen, sondern auch die gesunden Obst- und Gemüserationen und Getränke (Des Themas Trinkflasche nehme ich mich ein anderes mal an, versprochen!).

Also kurz zusammengefasst: Ich hab die Dose voll! Ich habe jeden Tag mindestens drei, mitunter aber auch sechs Dosen samt Deckeln zusammenzusuchen und zu füllen. Und das ist nur der Job am Abend. Kommen die Kinder von der Schule, muss man die Dosen und Deckel im besten Fall – wo alles aufgegessen wurde – ihrer Reinigung zuführen, im schlimmsten Fall aber von zuvor noch Resten befreien. Im allerschlimmsten Fall hat man zwar leere Dosen, doch Reste hat man auch: lose zwischen den Schulsachen im Ranzen. Zumindest letzteres erspart mir mein Mann. Dessen Dosen sind dank Spülmaschinengang auf der Arbeit saubere Heimkehrer, wenn mitunter auch Spätheimkehrer.

Dosen haben in meinen Augen den Nachteil, dass sie auch geleert sorgfältigen Umgang verlangen. Und auch das empfinde ich nachteilig: Sie brauchen leer genauso viel Raum wie gefüllt. Hinzu kommt ihr Eigengewicht.

Easylunchbox - praktische Dose mit Fächern und zusätzlichen Dosen.

Dosen sind ökologischer als Papier, Plastiktüten und Folien

Ökologisch betrachtet sind Dosen natürlich vorteilhaft. Schon klar. Da Alufolie und Klarsichtfolie aus eben diesem Grund, also ihrer schlechten Ökobilanz wegen, als alltagstaugliche Verpackung unserer Pausenbrote ausscheiden, bleiben als Alternative Papiertüten und wiederverschließbare Plastiktüten. Letzteres habe ich nach einem Versuch macht klug! schnell gelassen, da die Dinger mehr schlecht als recht zu reinigen sind (Müffelalarm!).

Papiertüten hingegen finde ich äußerst praktisch: Das Brot bleibt darin frisch. Die Tüte hält – auch Butter. Und leer nimmt sie kaum Platz weg. Wiegen tut sie fast nix. … Wäre da nicht das Problem „Rohstoff Papier“. Reden wir nicht lange herum: Papier ist klimatechnisch betrachtet keine Alternative zur wiederverwendbaren Brotdose.

Bento – Dosen-Philosophie und Dosen satt

Zum Glück habe ich eine Freundin. Und die hat einen Online-Shop. Nicht irgendeinen! Sondern den Dosen-Shop schlechthin: Guckt mal in den Bentoshop! Bento ist im Übrigen nicht nur eine traditionelle japanische Verpackungsphilosophie, sondern auch die Verpackung dazu (mehr Infos habe ich hier schon mal zusammengeschrieben)! Wie praktisch!

Und ganz frisch eingetroffen sind im Bentoshop dieser Tage ganz besondere Dosen: Die ich natürlich sofort gekauft habe. Die Easylunchboxes punkten mit einer integrierten Fachabteilung, die sich zudem mit verschließbaren Miniboxen (auch gekauft!) bestücken lässt. Soßen oder Matschessen sind somit sicher verpackt. I like! Very Matsch!

Null Bock auf Dosen-Verpackung? Noch eine Alternative: Boc’n Roll®!

Boc’nRoll® ist eine laut Angaben des Herstellers ökologische Alternative zu den von mir hier bisher präsentierten Verpackungen für Pausenbrote. Das Produkt soll auf der einen Seite aus einem Mischgewebe aus Baumwolle und Polyester und auf der anderen Seite aus umweltfreundlichem, recyclebarem und sehr widerstandsfähigem Kunststoff bestehen. Der Boc’nRoll® besitze zudem einen sehr praktischen Klettverschluss, welcher die Lebensmittel festhalte und ermögliche, dass der Boc’nRoll® sich an die Größe der eingepackten Lebensmittel anpasse, heißt es in der entsprechenden Herstellerbeschreibung. Man soll ihn alltäglich ganz einfach säubern oder bei 30°C in der Waschmaschine waschen können.

Was ich mag ist auch diese Eigenschaft des Boc’n Roll®: Während des Essens kann er als Unterlage dienen. Offensichtlich braucht der leergegessene Boc’nRoll® nur sehr wenig Platz. I like. Will ich haben! (Bei Amazon habe ich die Dinger gesehen.)

Fotos: Doreen Brumme (2), Boc’n Roll® by MARCADIFERENCIA (1)

 

 

 

 

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