Erfahrungsbericht Kindle

Erfahrungsbericht: 100 Tage mit meinem Kindle

Ich hatte mich im Frühjahr hier gefragt: „Wie ökologisch ist mein Buch?“. Und kam mit Hilfe von Expertenwissen zu dem Schluss, dass eine Leseratte wie ich mit  einem E-Book-Reader nachhaltiger lesen kann, als wenn ich weiterhin Papierbücher lese. Und da ich ein Mensch der schnellen Entschlüsse bin, besitze ich inzwischen einen E-Book-Reader, genauer: einen Kindle Paperwhite 3 G.

Und was soll ich sagen: Ich möchte meinen Kindle nicht mehr missen. Jeden Abend lese ich darauf. Zugegeben, anfangs versuchte ich das ein oder andere Mal, den Kindle zu blättern. Es ist halt eine Umstellung von Papier auf Elektronik, an die auch mein Gehirn sich erst gewöhnen musste. Und kürzlich passierte mir der umgekehrte Effekt: Ich tippte auf die Seite eines Papierbuches und wunderte mich für den Bruchteil einer Sekunde, dass es sich nicht blätterte. Aber gut, das sind Anpassungsprobleme, die ich mit der Zeit ausräumen konnte. Inzwischen habe ich meinen Kindle mehr als 100 Tage, es sind bereits 32 Bücher darauf. Und das ist einfach toll, denn für die hätte ich in Papierform ein halbes Regalbrett benötigt. Während der gemeinsamen Zeit mit meinem Kindle habe ich nur zwei Papierbücher für mich gekauft, weil es Fortsetzungen von Büchern waren, die ich bis dato in Papier gesammelt habe.

Warum ich meinen Kindle so liebe

Die integrierte Beleuchtung meines Kindle ist für mich und meine Lebenssituation perfekt: Wache ich nachts auf, kann ich darin lesen, ohne irgendwelche schlafenden Geister (meist kindliche) zu wecken, denn das Licht des Kindle lässt sich nach Bedarf einstellen, von ganz hell bis ziemlich dunkel. So blende ich weder mich noch sonst jemanden. Und Lesen ist für mich nun mal das beste (Wieder)Einschlafmittel.

Sehr zu Pass kommt mir auch, dass ich mit meinem Lesegerät direkt im Kindle-Shop einkaufen kann und Leseproben oder gekaufte Lektüre innerhalb weniger Sekunden auf meinem Gerät landen. Das erspart mir viel Zeit. Wo ich doch sowieso alles, vom Bett über Klamotten und Schuhe bis hin zu Kosmetik im Internet kaufe. Die gesparte Zeit nutze ich stattdessen, um zu arbeiten und ich investiere sie in meine Familie. Und nicht vergessen: Kindle hat tolle Deals für Kindle-Leser, die die Buchstabenseele einer Leseratte wirklich streicheln und das Portemonnaie schonen.

Loblied auf Lesen 2.0

Insofern singe ich an dieser Stelle ganz laut ein Loblied auf elektronische Lesegeräte. In Kombination mit meinem Laptop, Handy und iPad gibt es für mich keinen Gang mehr in die Bibliothek und auch nur noch ganz selten einen in den real existierenden Buchhandel. Den spendiere ich in der Regel meinen Kids, damit sie das Erlebnis „Buchladen“ bekommen. Ich selbst bin ein inzwischen überzeugter Leser 2.0. Und das bin ich sehr gerne.

Die Rheinland-Pfalz-Blogger starten gerade eine Blogparade zum Thema „Blogparade: Bibliotheken und Bücher – zeitlose Faszination“. Ich bin gespannt, wie andere heute lesen und ihre Beziehungen zu Büchern gestalten. Schaut doch mal rein!

Foto: Doreen Brumme

 

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Ein Kommentar

  1. Vielen Dank für Deine Meinung zum Thema Bücher und Bibliotheken Doreen.

    Aber wie müsste eine Bibliothek gestaltet sein, damit sie Dein Interesse wecken würde? Ich kenne eine Bibliothek die alles bietet was du dir wünschst.

    Zeit für Deine Kinder, Entspannung, gemütliches Kaffee trinken und moderne Events. Und natürlich auch jede Menge Online-Literatur http://diesocialmediatexterin.wordpress.com/2012/02/14/lesen-ist-langweilig-buchereien-sind-staubtrocken-aber-nicht-die-mediothek-in-krefeld/

    Würden solche Bibliotheken Dein Interesse wecken?

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