Liebster Award: Mein Blog, mein Leben & ich – in bio!

Ich freue mich. Über Post. Am liebsten über unerwartete. Und deshalb freute ich mich dieser Tage ganz besonders. Denn Tanja Klindworth hat mich nominiert. Für den Liebster Award. Das ist ein Preis, der von Bloggern an Blogger gereicht wird. Ziel der Aktion ist es, Aufmerksamkeit zu erregen. Auch kleine, eher unbekannte Blogs abseits der Hauptverkehrslinien im Netz, sogenannte Nischenblogs, sollen damit ins Augenmerk der Netzwandler gerückt werden. Was soll ich groß sagen, außer: Hier bin ich! Ich bin gerne dabei! Und: Danke Tanja vom Spaness-Blog!

Und so funktioniert die Blogger-Aktion Liebster Award: Ich muss 11 Fragen von Tanja beantworten. Dann müsste ich weitere Blogger nominieren. Und ihnen 11 neue Fragen stellen. Das lasse ich jedoch bleiben, da ich kein großer Freund solcher Nominierungsaktionen bin. Sorry dafür, liebe Tanja. Und da Deine 11 Fragen eine ganze Menge sind, genug der Vorrede.

Hier kommen Tanjas Fragen und meine Antworten:

Liebster Award – meine Antworten

1. Wo möchtest du unbedingt noch einmal hinreisen?

Nun, diese Frage lässt sich verschieden interpretieren. Entweder zielt sie auf einen Ort oder eine Zeit, den/die ich unbedingt noch einmal wiedersehen möchte – oder auf mir bislang unbekanntes. Erstere Auslegung beantworte ich mit: Nur einen Ort, den ich gerne noch einmal aufsuchen würde, habe ich nicht. An zu vielen dieser Welt habe ich gerne Bruchstücke meines Herzens verloren. Allerdings gibt es da eine Zeit, die ich gerne noch einmal erleben würde: Die letzten Wochen friedlichen Zusammenlebens mit meinem Vater, der sich nicht nur viel zu früh von mir hat scheiden lassen, sondern jetzt auch längst tot ist, würde ich gerne mit heutigem Erfahrungsschatz erleben – und anders gestalten.

Soll die Reise in unbekannte Gefilde führen, wäre mein erstes Reiseziel die Wüste. Eine Düne feinsten Sandes in der Sahara. Hoch oben auf dem Dünenkamm säße ich gerne für eine erträgliche Weile, selbstverständlich ausgestattet mit bestmöglichem Sonnenschutz und dem Nötigsten, was man so als Fremder dort bedarf. Von der buchstäblichen Sitzung verspreche ich mir fern aller Zeichen jeglicher Zivilisation, die ich hier als Ablenkung verstanden haben will, eine Besinnung auf das Wesentliche. Mich, mein Leben und das Universum drumherum. Ich erhoffe mir Stille, Klarheit und Entspannung, die ich auch nachhaltig konservieren kann für den turbulenten Alltag, den ich habe.

Da schon das Morgen ein mögliches Reiseziel in einer mir unbekannten Zeit darstellt, hoffe ich hier nur auf die Chance, dass meine Reise dahin beziehungsweise mein Aufenthalt in der Zukunft noch möglichst lange andauern möge.

2. Was bedeutet für dich Wellness oder was verbindest du mit dem Begriff Wellness?

Wellness ist das Gefühl, mich rundum wohl zu fühlen in meiner Haut. Ein Gefühl, das sich bei mir aus ganz unterschiedlichen Gründen einstellt. Es fühlt sich für mich jedes Mal perfekt an und ist ein nicht alltäglicher Gast. Daher weiß ich den Moment, so er denn hin und wieder kommt, zu schätzen.

3. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich brauchte das Geld … ist eine ehrliche Antwort. Denn meine ersten Blogs waren Auftragsblogs für Unternehmen, für die ich arbeite. Was auch heißt, ich habe dort jedes Mal einen Teil meines Herzbluts reingesteckt. Dieses Blog hier war eine tolle Gelegenheit, endlich mal auf eigene Faust loszubloggen, die ich gerne wahr nehme. Allerdings bleibt bei vielen Jobs, meinem Alltag mit Familie (Mann, vier Kinder und Katze) kaum Zeit dafür. Noch gehen mit Euro honorierte Texte vor …

4. Was magst du am Bloggen besonders?

Ich kann denken. Ich kann schreiben, was ich denke. Und so vielleicht den einen oder anderen zum (Anders)Denken anregen. Als Journalist bin ich Dienstleister. Ich liefere Informationen.

5. Machst du Werbung für deinen Blog? Oder besser gefragt, wie machst du auf deinen Blog aufmerksam?

Nein, ich mache (noch) keine Werbung für mein Blog. Aufmerksamkeit erhoffe ich durch spannende Themen zu erheischen.

6. Kannst du dir vorstellen ein Buch zu schreiben? Wenn ja, worüber?

Ich arbeite gerade ganz konkret daran, meinen Lebenstraum „Schriftstellerin“ zu verwirklichen. Mein erstes Buch würde ich gerne zum Thema „Fehlgeburten“ schreiben – ein Thema, das mich tief berührt. Ich hatte selbst 11 Fehlgeburten und würde mein journalistisches Know-How gerne in ein LeseBuch stecken, das Betroffenen, deren Angehörigen und allen Interessierten hilft, trotz Fehlgeburt(en) weiter zu leben.

7. Was bedeutet für dich Freiheit?

Die sein zu können, die ich bin. Die Wahl zu haben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

8. Hast du ein Vorbild oder Menschen, die du bewunderst?

Ich bewundere die, die Wunder vollbringen: kleine wie große. Eine Freundin, die jeden Tag auf der Krebsstation eines Krankenhauses arbeitet. Eine andere Freundin, die in einem der Flüchtlingscamps in Beirut gerade einen Kindergarten für palästinensische Kinder eröffnen will.

9. Was magst du an meinem Blog? Oder was findest du an meinem Blog vielleicht auch nicht so gut?

Tanja, Dein Blog ist spannende Wellness. Was sollte ich daran nicht mögen!

10. Was (oder Wen) magst du überhaupt nicht?

Lügner.

11. Hast du ein Lebensmotto? Wenn ja welches?

Carpe diem – nutze den Tag! Obwohl ich, seit ich Mutter bin, auch die Nacht zu nutzen weiß: Wenn alle Kinder schlafen, lässt es sich trotz aller Müdigkeit oft besser arbeiten als tagsüber mittenmang.

Foto: Doreen Brumme

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