Viele Füße im Bett

Guter Rat für Eltern täglich neue Tipps, Tricks und Ratschläge

Immer öfter bittet man mich um meinen mütterlichen Rat. Das hat zum einen sicher mit der inzwischen auf vier angewachsenen Zahl meiner Kinder (jetzt 10, 8, 5 und 1 Jahr alt) und der damit Tag für Tag wachsenden Erfahrung zu tun. Zum anderen wohl auch mit meiner berufsbedingten Mitteilsamkeit. Ich habe deshalb zu Neujahr 2015 beschlossen, täglich einen guten Rat für Eltern auf Facebook zu veröffentlichen. Unter meinem Namen.

Das ist für andere vielleicht eine klitzekleine Lebenshilfe im wuseligen, aufregenden Alltag mit Kindern. Mir nützen die kurzen Ratschläge selbstverständlich auch: Sie sind der berühmte kleine Abstand, die Selbstreflexion, die ich mir damit täglich genehmige. Die ersten Reaktionen auf meinen täglichen Guten Rat für Eltern sind positiv, es ergeben sich mitunter sogar kleine Erfahrungsaustausche. Hier auf dem Blog will ich deshalb jedem Interessierten die komplette Sammlung Guter Ratschläge für Eltern präsentieren.

Ich sortiere die Ratschläge hier auf dem Blog thematisch. Da an jedem eine fortlaufende Nummer steht, kann man dennoch sehen, wann welcher Gute Rat für Eltern ursprünglich von mir auf Facebook veröffentlicht wurde.

Ich freue mich auf Eure Erfahrungen! Schreibt mir Eure Meinung gerne unten als Kommentar!

Guter Rat für Eltern: Kindheitserinnerungen aufbewahren

  • Guter Rat für Eltern (73/365): Sobald der Nachwuchs zu plappern anfängt, sollten wir Eltern anfangen, ein digitales oder analoges Notizbuch zu führen, um die schönsten Bonmots, den witzigsten Kindermund oder den herrlichsten Wortverhaspler‬ für die Familienchronik zu bewahren. Wichtig: Immer sofort notieren, sonst vergisst man’s. Ein paar Kostproben habe ich hier: Leckerling statt Schmetterling, „Guck mal, Mama, da kommt ein Postkasten!“ (gemeint: der Postbote) oder Badehose statt Spardose.
  • Guter Rat für Eltern (100/365): Hui. schon 100 Tage von 2015 sind um. Das Jahr rast nur so dahin. Zeit, um mal inne zu halten. Und den Moment zu genießen. Auch wenn ich ihn nicht festhalten kann. Schön wär’s. Denn es gibt fast nichts Süßeres, als den wackelnden Hintern eines Einjährigen, der in seiner ersten Jeans auf der Straße unterwegs ist. Ich hoffe, mein Gehirn speichert den Anblick ab, um ihn für immer zu bewahren. Für den Notfall schaue ich die Videosequenz auf dem Smartphone an. Denn ich habe den Wackelhintern gefilmt. Denn zumindest beim vierten Kind will ich auch so normal-(b)anale Ansichten archivieren – viel zu schnell wären die sonst vergessen.
  • Guter Rat für Eltern (138/365): Ich habe ein Plüschtier und einen Rock aus meiner Kleinkinderzeit, wobei ich dazu schreiben muss, dass ich den Rock von meiner Cousine (wieder)bekam, als ich selbst schon Mutter war. Sie hatte immer viel Platz und konnte so vieles aufbewahren. Für meine Kinder habe ich jeweils eine Kiste, in der sie sammeln können, was sie gerne aufheben möchten. Basteleien. Lieblingsspielzeuge. Und im Keller steht eine große Kiste für Lieblingsklamotten. Damit meine Kids ihren Kindern später mal ihre erste Jeans, ihre ersten Schuhe oder ihren bis zum Zerfall geschleppten Lieblingspulli zeigen können.
  • Guter Rat für Eltern (190/365): So ein Schuljahresende bedeutet unzählige Schulhefte und -mappen, die im Haushalt ihren Platz finden müssen. Noch hebe ich alle Hefte auf, selbst wenn das anstrengend ist. Doch vielmehr als die wirklichen sind gerade diese Hefte Zeugnisse der zumindest schulischen Entwicklung der Kinder, die ich ihnen gerne aufbewahre. Es macht uns schon heute Spaß in den ersten Heften zu blättern und zu lesen. Das ist übrigens auch immer ein guter Zeitvertreib für zwischendurch.

Guter Rat für Eltern: Neben Kindern arbeiten

  • Guter Rat für Eltern (60/365): Telefonieren? In Ruhe? Mir Kind/ern ein Ding der Unmöglichkeit! Dumm nur, wenn man wie ich von zuhause aus arbeitet. Als Journalist. Ich bediene mich deshalb vor allem zum Telefonieren einer Strategie aus dem Bereich Selbstmotivation für Selbständige. Ich setze mir eine Mütze auf (beim Selbständigen war es eine Krawatte/ein Blazer, die ihm/ihr selbst signalisierte, hey, jetzt ist time to work! Und ihn/sie von Prokrastination abhalten soll ). Die Mütze bedeutet: Mama arbeitet. Und sie darf dabei nicht gestört werden. Das klappt natürlich auch nicht immer. Aber besser als ohne Mütze. Zumindest verstehen die Kids, dass ich, wenn ich mit Mütze telefoniere, nicht Oma am Ohr habe. Und sie wissen, dass ich ganz schön sauer werden kann, wenn man mir bei einem Jobgespräch immer dazwischen quakt.
  • Guter Rat für Eltern (228/365): Ich bin in letzter Zeit arg eingebunden in meinen Job. Das bedeutet, dass ich viel am Laptop sitze und schreibe und schreibe. Hinzu kommt die Buchhaltung, die bei vielen Auftraggebern nicht unerheblich ist. Immer öfter passiert es, dass ich den Kindern nur mit einem Ohr zuhöre, wenn sie mich ansprechen. Ich ertappe mich auch häufig dabei, dass ich mitunter nicht mal den Blick vom Bildschirm löse und die Kinder anschaue, während sie mit mir reden. Ich werde darauf jetzt wieder verstärkt achten, denn nichts empfand ich als Kind schlimmer, als von den Erwachsenen immer nur „halb“ wahrgenommen zu werden.

Guter Rat für Eltern: Kinder ansprechen

  • Guter Rat für Eltern (1/365): Schaue Dein Kind an, wenn Du mit ihm sprichst. Schaue es an, wenn es mir Dir redet.
  • Guter Rat für Eltern (2/365): Sprich buchstäblich nicht von oben herab mit Deinem Kind. Hol es Dir auf Deine Augenhöhe oder begib Dich auf seine hinunter.
  • Guter Rat für Eltern (21/365): Sag deinem Kind „Ich liebe Dich!“ so oft es geht und wann immer es passt. Es braucht die Rückversicherung, um sich Deiner bedingungslosen Liebe gewiss zu werden, zu sein und zu bleiben.
  • Guter Rat für Eltern (26/365): Du spürst, dass Dein Kind etwas auf dem Herzen hat? Es aber nicht damit rausrückt? Ich nehme in solch einem Fall auch mal das Kind beiseite (wegen der Geschwister), drücke es und sage ihm, dass ich es liebe. Und dann schlage ich vor, wenn es etwas auf dem Herzen hätte, könne es mir auch gerne einen Brief malen oder schreiben und mir den zustecken. So kriegt niemand was mit und ich kann trotzdem auf das Kind eingehen. Inzwischen kommen Briefchen ganz von allein.
  • Guter Rat für Eltern (61/365): Wenn eins meiner Kinder mir mal eine besonders schnoddrige Antwort gibt, die mich verletzt, dann versuche ich, einerseits seinen Mut zu honorieren, seine Meinung zu sagen, andererseits aber auch klar zu machen, dass mir der Ton und/oder Inhalt seiner Antwort nicht passt. Ich sage dann beispielsweise: „Ich finde es gut, dass Du den Mut hast, mir Deine Meinung so offen und ehrlich und gefühlvoll zu sagen. Aber ich möchte so nicht angesprochen werden. In meinen Ohren klingt das nicht schön. Mir tun/tut diese Worte/dieser Ton weh. Ich fühle mich verletzt.“
  • Guter Rat für Eltern (76/365): Mein Sohn (8) fragt mich: „Mama, kannst Du nicht einmal nur JA oder NEIN sagen, wenn ich was will?“ Ich: Doch, das kann ich!“ „Siehste! Das nervt …“ – Ich rede zuviel. Ich erkläre zuviel. Ich muss das offensichtlich lassen, meine Entscheidungen hinterher immer zu erklären.
  • Guter Rat für Eltern (85/365): Drohe nicht mit etwas, was Du nicht bereit bist zu tun. Ach, drohen ist eh blöd. Doch das merke ich meist erst, wenn mir das „…wenn …, dann …“ schon entschlüpft ist.
  • Guter Rat für Eltern (87/365): Heute vor sechs Jahren war ich den letzten Tag mit Nr. 3 schwanger. Der 30.3. war Stichtag. Da nix auf die Geburt hinwies, habe ich mich abends in die Wanne gelegt und ein eindringliches Gespräch mit Nr. 3 geführt. Ich habe gesagt, „wenn du nicht von alleine kommst, dann werden sie dich holen. Mit einem scharfen Messer … Das ist sicher nicht so schön für uns beide …“ Dann habe ich das Baby innig gebeten, doch von alleine zu kommen, so wie es Mutter Natur vorsieht. Punkt 8 am nächsten Morgen ging’s los mit den Wehen, um 12:40 Uhr war das Kind geboren.
  • Guter Rat für Eltern (106/365): Bei uns ist es oft so, dass – gleichwohl wir Eltern beide daheim sind – Anfragen & Co. Großteils an mich gerichtet werden. Ich kann das alles verstehen, nerven tut es irgendwann trotz meines Verständnisses. Also spiele ich mittlerweile gerne mal UMLEITUNG. Ich frage, „wo ist dein Vater?“ Und wenn es dann heißt, „da … “ dann sage ich: „OK. Das beruhigt mich. Ich dachte, Du hättest ihn nicht gesehen. Er kann dir sicher weiterhelfen.“ Klappt immer öfter.
  • Guter Rat für Eltern (112/365): Was tun, wenn die präpubertierenden Kinder glauben, keiner ihrer Eltern würde sie verstehen? Und mir das schreiend unter die Nase reiben? An guten Tagen versuche ich ruhig zu bleiben. An einem schlechten Tag wie heute platzt mir der Kragen. Ich habe zwar nicht zurückgebrüllt, aber ziemlich laut zu verstehen gegeben, dass sich das Universum nicht immer nur um Zehnjährige dreht. Und erklärt, dass ich auch erst mal 11, 15 und 20 Jahre alt werden musste, um heute 43 zu sein. Damit bewirkte ich eine Denkpause. Die reichte, um alle Kinder zu schnappen (auch die eingeschnappten und die übergeschnappten) und Richtung Eisdiele loszumarschieren. Ein Ortswechsel und etwas geeister Zucker beruhigte unser aller Gemüter für heute.
  • Guter Rat für Eltern (114/365): Ich bin kein Freund von Babysprache. Ich spreche mit meinen Kindern von Anfang an in auch für Kinder leicht verständlichem Deutsch. Hunde beispielsweise stelle ich als Hunde vor, die bellen – und das hört sich an wie: wauwau“. Das Ergebnis meiner Bemühungen war bei Nr. 1 bis 3, dass keins der Kinder von „wauwaus“ oder „wauwis“ sprach, wenn es einen Hund sah.
  • Guter Rat für Eltern (212/365): Ein anderthalbjähriger weiß ziemlich sicher, was er will – und was nicht. Leider ist es schwer, seinen Willen mit fünf, sechs Wörtern, die wir verstehen, und zig Lauten, deren Bedeutung wir nur erahnen können, verständlich zu bekunden. Entsprechend groß ist der Frust: Beim (unverstandenen) Kind – und bei uns. Ich freue mich auf mehr Worte, auf Dialoge!
  • Guter Rat für Eltern (221/365): Wir haben ein Kind, das ohne Unterlass redet. Vom ersten Augenaufschlag bis zum Zufallen der Lider. Das Kind redet und redet. IMMER. Das, was es sagt, hat Sinn und Verstand. Umso schwerer fällt es mir, ab und an mal zu sagen: Ruhe! Doch mitunter ist er Wortschwall selbst mir zu viel. Und das will was heißen! Ich versuche dann die Schuld der Unerträglichkeit auf mich zu nehmen. Indem ich meine Unfähigkeit betone, mehr Infos aufzunehmen. Ich bitte um eine Sendepause. Das funktioniert besser als mein früheres „Stopp, du redest zu viel!“ Schon ein „Stopp, Du redest MIR zu viel.“ tat wahre Wunder. Der Redeschwall wurde dann von mir zu einem anderen geführt. Auch gut.
  • Guter Rat für Eltern (242/365): Hier liegen die Nerven blank. Das Gymnasium startet morgen, die erste Klasse übermorgen, Mi ist ein Kindergeburtstag, Do noch meiner. Alle Betroffenen unter 11 sind aufgeregt. Und reagieren entsprechend überempfindlich. Auf alles und auf jeden. Es gibt alle naselang Streit um klitzekleine Kleinigkeiten. Ich bin kurz vor dem Durchdrehen. Das Einzige was da hilft: Liebe. Kuscheln. Ganz viel Verständnis zeigen. Mein Sohn bemerkte dazu eben: „Mama, warum sagst du uns ständig, dass du uns liebst?“ Ich denke so: „Weil mich das genau daran erinnert … “ Funktioniert. Bewahrt mich vor Schlimmerem.

Guter Rat für Eltern: Kinder entscheiden lassen

  • Guter Rat für Eltern (32/365): Dein kleines Kind kann sich nicht entscheiden? Das, das oder doch lieber das? Erleichtere ihm die Qual der Wahl, indem Du eine Vorauswahl triffst und ihm genau zwei Wasweißichwas anbietest. Wählt es dann keine der beiden Wasweißichwas, sondern stattdessen mit Sicherheit eine der von Dir nicht angebotenen Wasweißichwas, ist das voll in Ordnung. Hauptsache eine Entscheidung ist gefällt.
  • Guter Rat für Eltern (122/365): Die Kinder wollen auf dem Balkon essen, auch wenn es regnet und stürmt? Kein Problem! Ja! Klar doch! Sollen sie! Jetzt zu diskutieren, kostet Nerven und verdirbt die Laune aller womöglich für Stunden. Also: Jacke an, Mütze auf. Fertig. Los. Guten Appetit! (Wenn ich nur immer so großzügig reagieren würde!)
  • Guter Rat für Eltern (208/365): Mein anderthalbjähriger Sohn will jetzt alles alleine machen. Das kostet Zeit. Doch ich weiß aus Erfahrung, dass es am Ende schneller ist, wenn ich ihn zuerst machen lasse, als wenn ich alles mache und er es dann nochmal macht. Ich plane für nahezu alles einfach mehr Zeit ein.
  • Guter Rat für Eltern (213/365): Auf dem Mittlelaltermarkt gibt es an jedem Stand tausend Dinge, die meine Kinder gerne hätten. Zum Glück ist der Markt mehrere Tage in der Stadt. Am ersten Tag haben wir nur geschaut. Auf das Bitten und Betteln habe ich jedesmal freundlich aber bestimmt mit einem Nein reagiert. Und darauffolgenden verwiesen, sich doch erst mal alles in Ruhe anzugucken. Daheim sollte sich jeder überlegen, was er am allerliebsten hätte. Und ob er sich das auch von seinem eigenen Geld kaufen wollen würde. Das ändert die Wunschliste enorm! Ich riet meinen Kindern zudem, eine Nacht drüber zu schlafen. So war das Shopping an Tag zwei wesentlich leichter. Und die Kinder waren sich ihrer Sache sicherer. Und für Last Minute Käufe gab es an Tag drei auch noch eine letzte Gelegenheit.
  • Guter Rat für Eltern (222/365): Meine Kinder bringen mich mitunter dazu, Dinge zu tun, die ich nie täte, wäre ich ohne sie. Die Tunnelrutsche im Fehmarner Schwimmbad runterzurutschen, ist so eine Sache. Ich habe der Bettelei nachgegeben und bin quasi im Schoß meiner Großen gerutscht. Die Kids meinten, ich hätte ziemlich gekreischt … Und kringeln sich vor Lachen wegen meiner Angst davor …

Guter Rat für Eltern: Kinder erziehen

  • Guter Rat für Eltern (3/365): Dein Kleinkind macht etwas, was Du nicht möchtest? Dann sag ihm klar und deutlich und freundlich und falls nötig immer wieder, dass Du das nicht möchtest. Ein entschiedenes „Nein, das will ich nicht.“ ist dabei für das kleine Kind verständlicher und persönlicher und somit merkbarer als ein pädagogisches „Mit Brillen spielt man nicht!“ oder unpersönliches „Mama/Papa will das nicht.“  (nach Jesper Juul)
  • Guter Rat für Eltern (5/365): Dein Kind reagiert auf ein Nein von Dir mit Trauer, Wut oder Enttäuschung? Nimm diese Gefühle ernst, mach sie nicht lächerlich, Dein Kind braucht diese reaktion, um zu lernen. Nimm Dir die reaktion des Kindes aber auch bitte nicht allzu sehr zu Herzen oder als Zeichen elterlichen Versagens. Statt sich in den Frust des Kindes einzumischen, beispielsweise mit Trost oder einem Relativieren, solltest Du mit einer emphatischen, anerkennenden Bemerkung wie „Ich wusste nicht, dass das ein so großer Wunsch von Dir war.“ Auch das kannst Du zu Deinem frustgeschüttelten Kind sagen: „Ich verstehe Deine Enttäuschung. Hoffentlich kommst Du schnell darüber hinweg.“ (nach Jesper Juul)
  • Guter Rat für Eltern (12/365): Überrasche Dein Kind! Zwischen Groß und Klein, ALt und Jung, gibt es immer mal wieder Streit. Dabei entwickeln sich mitunter zähe Muster und Gewohnheiten. Man kommt in der (Streitur-)Sache/Entscheidung oft nicht voran. Wenn Du solche Zähflüssigkeit/Muster bemerkst, ändere sie bewusst. Versuche den Streit zu unterbrechen, zum Beispiel mit einem „Weißt Du was? Du bist … ein so kluges Mädchen!“ oder „Hab‘ ich Dir nicht gesagt, dass … ich Dich liebe?“ Das gibt oft eine positive Denkpause oder gar eine Streitwende. Kleinere Kinder kann man überraschen mit „Wenn Du jetzt nicht aufhörst zu meckern, dann … kitzel ich Dich durch!“
  • Guter Rat für Eltern (25/365): Immer wieder heißt es, Kinder bräuchten Grenzen. Im Zusammenleben mit meinen vier ist mir bisher klar geworden: ICH habe Grenzen. Und meine Kinder müssen wissen, wo meine Grenzen sind. Sind mir meine Grenzen bewusst (und das ist nicht immer selbstverständlich) und mache ich sie meinen Kindern auch freundlich und verständlich klar, zum Beispiel mit Worten wie „Ich möchte das nicht …“, „Ich will das nicht …“, „Ich mag das nicht …“ usw., dann reicht das. Es müsste also eher heißen, Eltern (die Welt) haben (hat) Grenzen – und Kinder müssen sie (zumindest die ersten Jahre) gemeinsam mit den Eltern kennenlernen. Welche Erfahrungen habt Ihr mit den GRENZEN gemacht?
  • Guter Rat für Eltern (35/365): Heute mal ein ganz kurzer Tipp, der bei mir im Familienalltag bestens funktioniert: Ich: „Sohn, Tochter … kannst Du bitte mal …!?“ Das angesprochene Kind: „Warum ich?“ Ich: „Weil Du es kannst!“ Ich bestätige dem Kind damit eine Fertigkeit, die zu leugnen es kleiner/jünger aussehen lassen würde, als es ist. Ein No-go, zumindest für bis zu 10-Jährige!
  • Guter Rat für Eltern (42/365): Jedem Kind sein Schätzchen, könnte ich den heutigen Tipp auch überschreiben. Denn trotz der räumlichen Enge in unserem Familienleben – immerhin teilen sich meine Kids das Zimmer zu viert, wenn das Baby mal nicht mehr bei mir schläft – braucht jedes Kind einen Platz für seinen Schatz. Meine Kinder haben also seit sie von mir in ihre eigenen vier Kinderzimmerwände gewechselt sind, jeweils jeder in ihrem Bett oder sonstwo eine Schatztruhe, einen Schatzbeutel oder einen Schatzkarton bekommen, in die/den sie alles hinein tun können, was sie wollen. Kein anderer, auch nicht wir Eltern, dürfen da ran: Schatzbesitzer ist gleich Schatzmeister. So lernen sie eine ganze Menge, zum Beispiel, dass etwas ganz allein ihnen gehört – und dass auch ihre Geschwister etwas besitzen, wo man nicht ran darf. Sie bauen Vertrauen auf: zueinander und zu uns Großen und lernen das zu schätzen.
  • Guter Rat für Eltern (45/365): Irgendwann, wenn die Zähnchen nach und nach kommen, fängt das eine oder andere Kleinkind an, zu beißen. Mitunter auch die Familie oder im Kinderladen die „Kollegen“. Eins meiner Kids hat sogar mal unsere Katze ins Ohr gebissen. Manche Kinder beißen auch noch mit 3, 4 Jahren. Wer schon mal von den scharfen Zähnchen gebissen wurde, weiß, wie weh das tut. Was also tun gegen die „beißenden Scheißerchen“? Ich mach’s ganz kurz: Zurückbeißen! Ein Mal, so dass das Kind spürt, „Autsch“, das tut weh. Meinen Kids habe ich das auch mit auf den Weg in den Kila gegeben, wenn mal wieder ein „Beißerchen“ in der Gruppe war: „Wenn Du zig Mal Nein! sagst, sogar die Erzieher einschaltest und alles nicht hilft, dann hilft nur noch das: Zurückbeißen!“
  • Guter Rat für Eltern (54/365): Dein Kind weigert sich, zum Laufrad – und/oder Fahrradfahren einen Fahrradhelm aufzusetzen? Da hilft nur: Gutes Vorbild zu sein. Soll heißen, dass auch Du nur mit Fahrradhelm auf dem Fahrrad unterwegs sein solltest – zumindest immer im Beisein Deines Kindes.
  • Guter Rat für Eltern (64/365): Ich möchte, dass meine Kinder „umweltbewusst“ groß werden. Dafür tue ich/tuen wir eine ganze Menge, schließlich bin ich ja zuallererst auch umweltbewusst und Bio-Journalistin. Hier eine kleine Liste: 1. Wie haben eine Katze, die die Kinder als liebenswertes, selbstbewusstes Lebewesen mit eigenem Charakter und Willen erleben. 2. Ich „baue“ Obst und Gemüse auf dem Balkon an, so dass die Kinder sehen, wie Früchte und Gemüse wachsen, gedeihen und geerntet werden können, wenn man sie denn hegt und pflegt. 3. Wir gehen raus in die Natur und bewundern deren Wunder. Wir fassen Rinde von Bäumen an und bestimmen mit unserer Armspanne deren Alter. 4. Wir sammeln den Müll unserer Nachbarn auf und trennen den eigenen. 5. Wir recyceln Dinge, um Werte neu zu erleben. 6. Wir kaufen Bio-Produkte. 7. Wir kaufen Secondhand-Dinge. 8. Wir verschenken, was wir nicht mehr brauchen. 8. Wir tragen Spinnen lebend aus dem Haus – wenn uns die Katze nicht zuvor kommt ;(. 9. Wir sparen Wasser, Licht und Wärme, wo es geht. 10. Wir schauen gemeinsam mediale Inhalte, die sich mit intakter und zerstörter Umwelt befassen. Was tut Ihr?
  • Guter Rat für Eltern (68/365): Mit drei, vier Kindern einzukaufen, das ist oft anstrengend. Die Verlockungen in den Ladenregalen sind nun mal unheimlich groß. Doch da ich nicht immer alleine einkaufen kann, gibt’s seit langem eine Regel für meine Einkaufsbegleiter: Eine kleine Sache darf sich jedes Kind aussuchen. Diese Regel verlängert mitunter den Einkauf enorm, weil die zuerst gewählte Sache noch zig Mal getauscht wird, aber sie bringt mich einigermaßen stressfrei an die Kasse und heim.
  • Guter Rat für Eltern (71/365): Wer Kinder hat, weiß vielleicht um die Momente, wo die lieben Kleinen einem so an den Nerven zerren, dass man in einem rosa Luftballon davon schweben möchte, um die Aussicht zu genießen … oder so. Was tun in solchen Momenten? Wenn ich’s noch schaffe, zähle ich im Kopf ganz langsam von 0 bis … Um Herrin meiner Sinne zu bleiben oder zu werden. Und wenn ich mich gerade noch beherrschen kann, gehe ich auch schnell raus aus dem Raum. Eine geschlossene Tür zwischen mir und den Kindern tut dann viel Gutes. Aber wenn ich fühle, dass ich mal laut RUHE brüllen muss, dann brülle ich auch laut mal RUHE.
  • Guter Rat für Eltern (82/365): Es gibt Tage, da sage ich Ja, ohne zu wissen, wozu. Die gute Nachricht: Auch solche Tage enden nach 24 Stunden. Die schlechte: Mitunter muss das Ja von heute morgen neu verhandelt werden.
  • Guter Rat für Eltern (83/365): Gestern machten folgende Sätze von Astrid Lindgren hier auf FB die Runde, die ich gerne auch als Rat mitteile: „Es ist nicht leicht, Kind zu sein! Es bedeutet, daß man ins Bett gehen, aufstehen, sich anziehen, essen, Zähne und Nase putzen muß, wenn es den Großen paßt, nicht, wenn man selbst es möchte. Es bedeutet ferner, daß man ohne zu klagen die ganz persönlichen Ansichten jedes x-beliebigen Erwachsenen über sein Aussehen, seinen Gesundheitszustand, seine Kleidungsstücke und Zukunftsaussichten anhören muß. Ich habe mich oft gefragt, was passieren würde, wenn man anfinge, die Großen in dieser Art zu behandeln.“ Das Erste was mir dazu einfiel: Balance. Elternschaft ist ein Balanceakt, der würdigt und entwürdigt, selbst wenn Letzteres liebevoll geschieht.
  • Guter Rat für Eltern (86/365): Am kommenden Montag steht bei uns ein Kindergeburtstag an. Heute war das große Putzen dafür dran. Nicht nur ich habe geputzt. Nein, alle Kids haben geholfen. Vielleicht, weil ich die Aufgaben beim Frühstück personengebunden verteilt habe. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall ist die Bude sauber. Die Gäste können kommen und krümeln, kleckern und tropfen. Wir wissen ja jetzt, dass wir gemeinsam schnell alles ins Reine bringen können.
  • Guter Rat für Eltern (89/365): Da meine Kids (noch) mittags aus der Schule kommen, gibt es an dem einen Nachmittag, der terminfrei ist, gemeinsames Kaffeetrinken, häufig mit Oma. So wie heute. Weil jedoch die Mehrheit der Meute Eis wollte, das nicht da war, war der Gang zum Supermarkt fällig. Zwei Kinder sind los. Und kamen voller Stolz mit ihrer Beute heim. Sie ließen es sich NICHT nehmen, den Kaffeetisch zu dekorieren, das Eis zu servieren und den Kaffee für Oma zu kochen. Eine Selbständigkeit, die ich sonst oft erbetteln oder anordnen muss. Hoch lebe die Freiheit, selbst einzukaufen!
  • Guter Rat für Eltern (111/365): Meine Nr. 4 ist jetzt in HHs Sandkästen unterwegs. Und während ich bei Nr. 1 immer noch unmittelbar und vermeintlich diplomatisch eingegriffen habe und sagte: „Kind, das Spielzeug gehört Dir nicht. Das darfst Du dem anderen Kind nicht einfach wegnehmen …“ lasse ich heute geschehen, was geschieht. Das Kind kommt ganz gut zurecht – ohne dieses allzeitige übervorsichtige und beschwichtigende Eingreifen elterlicherseits. Ich sitze viel entspannter und gelassener als früher in Sichtweite auf einer Bank – nicht mehr auf dem Sandkastenrand.
  • Guter Rat für Eltern (142/365): Erpressungsversuche erlebe ich häufiger. Ich sage meinen Kids klipp und klar, dass ich mich nicht erpressen lasse. Große Leute kommen für sowas sogar vor Gericht, informiere ich sie. Ich eröffne den kleinen „Erpressern“ jedoch Auswege, zum Beispiel signalisiere ich, das ich an einem Handel interessiert bin. Werde ich Zeuge eines Erpressungsversuchs greife ich ein, wenn ich merke, dass es unfair zugeht. Dann rufe ich die beteiligten Kinder vors hohe Gericht und versuche das Ganze spielerisch zu lösen.
  • Guter Rat für Eltern (156/365): Was tun, wenn man sein Kind beim Lügen erwischt? Ich sehe meinen Kindern meist an, wenn sie nicht die Wahrheit sagen. Ich versuche dem Kind dann unter vier Augen zu sagen, dass ich das Gefühl habe, dass es gerade lüge. Und frage es dann, ob mein Gefühl mich trügt oder nicht. Grundsätzlich vermitteln wir, dass es immer besser ist, die Wahrheit zu sagen. Wir drohen keine Strafe an und bestrafen Lügner auch nicht. Ich bekunde jedoch schon deutlich, dass ich lügen nicht in Ordnung finde. Und tue auch meine Enttäuschung darüber kund. Kommt das Kind mit der Wahrheit raus, lobe ich es dafür. Natürlich versuche ich zu ergründen, warum das Kind gelogen hatte. Manchmal will das Kind die Lüge nicht gleich zugeben, dann beende ich das vertrauliche Gespräch und sage etwas wie: „Du weißt ja, wo Du mich findest, wenn Du mir etwas sagen willst …“
  • Guter Rat für Eltern (178/365): Natürlich sind meine Kinder nicht doof. Aber sie machen manchmal doofe Sachen. Oder sagen doofe Dinge. Bin ich davon betroffen, reagiere ich. Ich sage dann beispielsweise: „Das finde ich doof!“ Oder: „Du verhältst Dich gerade doof zu mir“. Wichtig ist mir, dem Kind klar zu machen, dass ich es nicht grundsätzlich für DOOF halte, sondern nur sein momentanes Verhalten doof finde.
  • Guter Rat für Eltern (179/365): Was tun, wenn einen das Kind mit schlimmen Schimpfwörtern beleidigt? Natürlich versuche ich, einzuordnen, woher das kommt. Gleichzeitig versuche ich dem Kind klar zu machen, dass mich das Schimpfwort verletzt hat und fordere es auf, sich mal in meine Lage zu versetzen. Wie würde es sich fühlen, wenn es selbst beschimpft worden wäre? Ich sage dem Kind abschließend deutlich, dass ich nicht noch einmal von ihm beleidigt werden möchte. Und mache es darauf aufmerksam, dass ich eine Entschuldigung erwarte.
  • Guter Rat für Eltern (250/365): Bei meinen Kids soll alles immer aussehen wie neu. Obst soll keine Stellen haben. Ein Beispiel: Mein Sohn sollte eine bestimmte Marke Wachsmalkreide in Blockform mit zum Kunstunterricht bringen. Ich hocherfreut: „Super!, Hab’n wir in der Kiste mit den Wachsmalkreiden!“ Er: „Bäh, die ist alt und sieht auch so aus!“ Stimmt, Recht hat er. Aber das macht nix! Ich habe mit einem Messer aus den hässlichen alten Wachskreideblöcken sehr gut aussehende „geschabt“. Die sahen fast aus wie neu. Wirklich! Es dauerte dennoch Tage, bis mein Sohn akzeptierte, dass er die jetzt mitnimmt und keine neue gekauft wird. Weil das in meinen Augen Verschwendung wäre.

Guter Rat für Eltern: Kinder & Sport

  • Guter Rat für Eltern (72/365): Aus aktuellem Anlass. Unsere Kinder machen neben dem Schulsport drei Mal die Woche Judo im Hamburger Judo-Verband e.V. (HJV) (Nr. 1, 2). Mitunter müssen wir sie auch mal dazu bewegen hinzugehen, ist ja klar. Nr. 3 macht zwei Mal die Woche Ballett. Wir bringen die Kids gemäß den gelben U-Heften zum Kids-Doc, regelmäßig zum Zahnarzt, sie haben kein Übergewicht und sind geimpft nach Empfehlung des Arztes unseres Vertrauens und eigenem Ermessen. Ich habe neulich mal einige Stunden damit verbracht, ein paar Formulare unserer Krankenkasse BKK Mobil Oil auszufüllen und dieser Tage wurden wir alle mit einer schönen Prämie bares Geld pro Kopf der Kinderschar belohnt. Auf die Gesundheit und Fitness zu achten, zahlt sich so aus … Freu.
  • Guter Rat für Eltern (109/365): Unsere Nr. 3 ist seit fast einem Jahr Ballerina. Sie tanzt zwei Mal die Woche und hat große Freude daran. Ich habe schon öfters überlegt, ihr eine Karte für eine echte Aufführung zu schenken, bisher jedoch gezögert, wegen der Länge und des Preises derselben. Gestern haben wir deshalb die schöne Gelegenheit genutzt, um am Tag der offenen Tür von John Neumeiers Balletschule in Hamburg bei den Großen reinzuschnuppern -gratis. Wir haben beim Training für Romeo und Julia zugeschaut und das Schuhlager besichtigt. Die Ballettschuhe werden extra angefertigt, ein Paar kostet um die 45 Euro und hält vier, fünf Tage, manchmal auch nur einen. Deshalb haben die Tänzer dort jeder regalweise Schuhe vorrätig. Mein Kind war beeindruckt, ich dachte immerzu an schmerzende Füße … Ich fand es schön, mit ihr anzusehen, wohin das Ballett den einen oder anderen führt.
  • Guter Rat für Eltern (120/365): Wir Eltern stecken viel Zeit, Energie und ja, auch Geld, in die Schwimmausbildung unserer Kinder. Gleichwohl Hamburgs Schulen in Klasse 4, demnächst auch in Klasse 3 schon, Schwimmunterricht anbieten, haben wir die Kinder mit 5 Jahren in eine Schwimmschule gebracht. Und sie dort nach ihrem eigenen Tempo (wohlbemerkt!) schwimmen lernen lassen. Bei einem Kind ging’s schneller als beim anderen, aber das ist egal. Zur Not muss ein Kursniveau nochmal wiederholt werden. Hauptsache, sie können nachher schwimmen. Und mit Schwimmen meine ich den Freischwimmer (Bronze). Je eher sie schwimmen, desto besser finde ich’s, denn dann steht einem Familienausflug ins und ans Wasser kein Nichtschwimmer im Weg. Das nimmt uns Eltern manche Sorgen und bringt allen mehr Spaß. Ich finde, Schwimmen gehört zu den Grundfertigkeiten, die ein Mensch so früh wie möglich erlernen sollte. Deshalb scheuen wir dafür weder Kosten noch Mühen.
  • Guter Rat für Eltern (158/365): Diese Woche stand bei uns ganz im Zeichen des Schwimmens. Zwei Abzeichen wurden erschwommen. Und ordentlich gefeiert. Nr. 1 machte im Rahmen des Schulschwimmunterrichts Silber, Nr. 3 über einen Kurs im Turnverein das Seepferdchen. In der Umkleide des Seepferdchen-Kurses sprach mich nach dem Kurs eine Mutter an, die wusste, dass ich noch größere Kinder habe. Sie fand es merkwürdig, dass die Schwimmlehrer sagten, dass die Kids mit ihren Seepferdchen „noch laaaange nicht schwimmen“ könnten. Ich konnte das nur bestätigen. Sie können sich über Wasser halten. Auf dem Rücken. Und eine gewisse Strecke fortbewegen. Richtig schwimmen lernen sie ab jetzt.
  • Guter Rat für Eltern (171/365): Heute war Judo-Sommerturnier in unserem Sportverein ETV. Morgens war die Große dran, die ziemlich aufgeregt war – und etwas angeschlagen von einer Erkältung. Sie durfte selbst entscheiden, ob sie trotzdem hin wollte – sie wollte. Ich sollte eigentlich gleich nach dem Bringen verschwinden, traf aber eine Freundin und beschloss, da zu bleiben, um zu quatschen. Das habe ich auch gemacht. Kurz vor dem ersten Kampf dachte ich, mein Kind würde aufgeben. Doch dann ging’s schon in die erste Runde. Ich habe nur ganz verstohlen zur Wettkampfmatte geschaut. Doch gerade als ich hinschaute, schaute meine Große auch zu mir. Ihre Gegenerin hatte sie bereits unter sich fest im Haltegriff. Sie lächelte – ein ganz kleiner, aber toller Moment für mich.Von da an lief’s. Am Ende stand sie auf dem Siegerpodest ganz oben. Gold! Nr. 4 habe ich derweil übrigens immer schön bespaßt. Nachmittags war Papa mit Nr. 2 dran. Die beiden zusammen mit Nr. 3 hatten vormittags Großeinkauf gemacht und schon mit dem Hausputz begonnen. Ich hab einfach weitergemacht. N. 2 kam mit Silber heim. Ich bin echt stolz auf meine Judoka!
  • Guter Rat für Eltern (176/365): Auf dem Abschlussfest der Grundschule meiner Tochter gab’s heute eine Disco für die Abgänger, für mein Kind wohl der erste echte Dancefloor. Ich habe sie gefragt, wie’s war. Sie meinte, sie hätte Spaß gehabt. Obwohl kaum einer richtig gut hätte tanzen können. Oh Mann. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Discozeit. Und habe heute flugs eine Dance-DVD besorgt, mit deren Hilfe wir jetzt alle gerade ein paar Dance-Moves geübt haben. Erste Runde haben wir hinter uns. Jede Menge Gelache, Gegacker und Gekicher hier, aber immerhin auch der erste Schritt … (sieht schon fast nach Mambo aus …)
  • Guter Rat für Eltern (177/365): Immer wieder kommen Situationen, wo es sich auszahlt, dass wir viele sind. Sechs Menschen haben schließlich auch sechs Kleiderschränke voller Klamotten. Und da drei Kids demnächst zum Fußballtunier der Schule eine jeweils andere Farbe tragen müssen, haebn wir heute einen Streifzug durch unsere Kleiderschränke gemacht – und sind fündig geworden: Nr. 1 zieht ein rotes Shirt von mir an, Nr. 3 ein schwarzes von Nr. 2, der GsD ein blaues Fußballshirt hat. Kleidertausch – geht doch!
  • Guter Rat für Eltern (181/365): Drei Kinder in der Grundschule in drei verschiedenen Klassenstufen hieß für uns heute von 8:30 bis 13 Uhr anfeuern, was die Stimme hergab … Denn es war Fußball-Tunier. Und die Kids wünschten unsere Unterstützung. Also haben wir die Jobs vorgearbeitet und aufgeschoben. Zwischendurch habe ich das Viertel mehrfach umrundet, damit Nr. 4 sein Schlaefchen bekam. GsD war Sonne satt und mein Sonnenschirmchen schützte mich (Foto). Die Große wollte uns nicht als Zuschauer. Das haben wir akzeptiert und uns aus dem buchstäblichen Staub gemacht. War total ok.
  • Guter Rat für Eltern (223/365): Ich habe gerade am 400-Meter-Ostseeschwimmen teilgenommen. Bei starkem Wind und Wellen, die ich sonst gerne gemieden hätte. Warum? Meine Grosse wollte mitschwimmen. Papa nicht. Als wir uns aufstellten zum Start wurde mir klar, wie schwer das werden wird. Wir waren die leuchtenden Schlusslichter. Aber wir haben nicht aufgegeben. Die Grosse war von sich enttäuscht. Ich habe ihr klarzumachen versucht, wie stolz wir beide auf uns sein können. War schwer zu verklickern. Jetzt holen wir uns gleich unsere Urkunden. Ich war heute morgen ja schon Joggen und platze gleich vor Adrenalin.

Guter Rat für Eltern: Kinder streiten (lassen)

  • Guter Rat für Eltern (113/365): Streit unter Geschwistern kann mitunter richtig fies sein. Bis jetzt geschah der Streit häufig in meiner Nähe und ich griff ein, wenn ich merkte, dass sich einer nicht mehr nur mit Worten streiten oder mit Worten wehren konnte und handgreiflich wurde. Ich konnte den Streit dann oft schlichten, aber er war damit ja nicht aus der Welt. Seit kurzem gebe ich dem Streit mehr Raum und Zeit, weil ich denke, dass die Kinder ihre eigene Streitkultur entwickeln müssen. Das macht das Klima nicht immer erträglicher, aber mich überrascht, welche Wege die Geschwister aus der Krise finden. Gleichwohl muss ich zugeben, dass es mir mitunter sehr schwer fällt, mich rauszuhalten, wenn die Fetzen fliegen.
  • Guter Rat für Eltern (131/365): Meine drei großen Kinder achten immer sehr genau darauf, was ihre Geschwister tun und was sie lassen. Passt ihnen etwas nicht, weil es gegen eine Regel verstößt, ungerecht ist oder unfair, wird sich beschwert. Meist bei mir. Anfangs dachte ich immer: „… diese Petzen nerven!“ Bis mir mal eine Erzieherin im Kinderladen eine neue Perspektive eröffnete: Sie sagte, das ginge dabei nicht um Petzen, sondern um ein Anzeigen, dass man selbst ja die Regeln & Co. intus habe – und der andere eben gerade nicht. Das im Hinterkopf hilft mir beim Umgang mit der Situation.
  • Guter Rat für Eltern (133/365): Was tun, wenn die Kinder sich streiten,
    ein Kind weint und man das Gefühl hat, eingreifen zu müssen? Ich tröste in diesem Fall zuerst das weinende Kind. Hat es sich beruhigt, bitte ich es, mir seine Version des Streits zu schildern. Anschließend höre ich mir an, was die anderen dazu zu sagen haben. Das Schildern läuft mal mehr, mal weniger aufgeregt ab. Ich bestehe jedoch auf ungestörte Redezeit für jeden. Dann bekommt jeder Gelegenheit, sich zu dem zu äußern, was die anderen gesagt haben. Ich sage dann manchmal: „Ich war nicht dabei. Ich kenne jetzt Eure Versionen davon, wie es zu diesem Streit kommen konnte. Ich glaube Euch allen.“ Dann frage ich: „Was schlagt Ihr vor, was jeder tun könnte, um diesen Streit jetzt zu beenden?“ Das klappt zugegeben nicht immer. Manchmal hilft nur, die Streithähne zu trennen, und sich ohne einander zu sehen, beruhigen zu lassen.
  • Guter Rat für Eltern (185/365): … (ohne Worte: Nur der Hinweis auf das Foto hier).
  • Guter Rat für Eltern (200/365): Meine Kinder streiten häufig. Gerade habe ich in einem Buch („Starke Kinder“ von Ingeborg Saval, Trias Verlag 2014) gelesen, dass man es mit einer willkürlich festgelegten Streitzeit versuchen solle. Demnach soll zu einer gewissen Uhrzeit beispielsweise 15 Minuten heftigst gestritten werden – mit dem erwünschten Effekt, dass das irgendwann komisch wirke und den Kids auch die Themen zum Drüberstreiten ausgehen. Aufkommende Streits werden übrigens immer auf die Streitzeit „vertagt“. Ich bin inspiriert. Mal sehen, ob das bei uns funktioniert. Ich melde mich mit Feedback.

Guter Rat für Eltern: Kinder loslassen und festhalten

  • Guter Rat für Eltern (30/365): Ich erlebe das phasenweise Großwerden von Kindern mittlerweile vierfach. Und kenne inzwischen solche und solche Phasen. Und weiß auch, dass jedes Kind in seinen Phasen anders ist, selbst wenn alle aus dem selben Genpool stammen wie meine. Zum Beispiel ist da die Phase – ich nenne sie mal – „Zurück zu Mama“. Meine hatten die mit rund anderthalb. Sie konnten laufen und erkundeten die Welt zunehmend selbständiger. Sie waren nicht mehr so viel auf dem Arm. Sie liefen weiter fort von mir, erweiterten also buchstäblich ihren Radius. Plötzlich folgte dann ein erneutes „Ganz-dicht-bei-Mama-sein“. Ich erkläre mir das immer so: Die neue Selbständigkeit braucht Mut, Kraft und Sicherheit. Und die holen sie sich im Zusammensein mit mir. Das ist kein „Fremdeln“, sondern tatsächlich die Rückkehr nach einer allerersten Reise in Mamas Arme. Wohin die nächste Reise geht, wann sie startet, das hängt meinem Empfinden nach auch davon ab, wie willkommen ich das Kind heiße. Also nicht enttäuscht sein, dass der Entdeckerdrang scheinbar wieder abebbt, sondern Schmusen was das Zeug hält und weiter geht’s …
  • Guter Rat für Eltern (31/365): Am Ende eines Tages denke ich häufig: „Doreen, in der und der Situation hast Du heute nicht gehandelt, wie Du es Dir eigentlich vorgenommen hattest.“ Zum Beispiel ist mir der Geduldsfaden zu früh gerissen oder ich habe einem Kind nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die es gebraucht hätte …. Doch bevor ich mich dann emotional zerreiße, spreche ich mir mein „Mutterschaftsmantra“ vor: „Ich habe heute mein Bestes gegeben.“ Mit diesem positiven Statement schlafe ich besser, als zerrissen und zermürbt vor Selbstzweifeln. Und der kommende Tag – oder schon die Nacht – bietet mir die Chance, es noch besser zu machen. Denn – und das ist wohl die wichtigste Erkenntnis meiner Mutterschaft – RICHTIG macht man’s mit Kindern fast nie, weil es DAS Richtig so nicht gibt.
  • Guter Rat für Eltern (50/365): Wer (s)ein Neugeborenes zum allerersten Mal allein versorgt, wickelt, wäscht, anzieht, der tut sich mitunter schwer, das zarte Wesen so richtig anzufassen. Dabei ist ein fester, sicherer Griff gerade das, was das Baby dringend braucht. Es zerbricht nicht, keine Sorge. Im Mutterleib hat es die letzten Wochen ganz schön gequetscht verbracht, es ist Druck und Drücker gewohnt. Aus meiner Erfahrung mit vier Kindern kann ich berichten, dass ein Baby sich sicher aufgenommen und aufgehoben fühlt, wenn man es ordentlich anpackt. Ein zu vorsichtiges Tragen dagegen verunsichert es und macht es unruhig. Dieser Rat ist insbesondere an die männlichen Angehörigen gerichtet: Papas, Opas, Onkels. Übt keine übervorsichtige Zurückhaltung, sondern nehmt das Baby fest in Eure Arme! Knuddelt und herzt es! Wenn ihm etwas unangenehm wird, meldet es sich schon! So ein Baby ist erstaunlich robust – meine Großen haben diverse Experimente mit den jeweils Kleineren gemacht, das konnte ich gar nicht immer verhindern. Wie weit biegt sich ein Babyfinger? ist noch das harmloseste. Genießt die Nähe!
  • Guter Rat für Eltern (65/365): Die Hälfte meiner Familie ist gerade auf Flugreisen-Entfernung von mir getrennt. Eine geplante Feriensituation. Den bei mir gebliebenen Jungs beschere ich eine Eklusivzeit mit Mama, so wie es mein Mann mit den mit ihm reisenden Mädels auch gerade und nicht zum ersten Mal macht. Dennoch erleben wir heuer eine Premiere: Mein eines Kind hat Mutterweh. Das schmerzt auch bei mir. Was tun? Am Telefon rede ich bewusst fröhlich. Ich bekunde zwar mein Verständnis für das Heimweh des Kindes, zeige aber gleichzeitig auch die Vorteile auf, die die Reise in die Ferne zur Familie hat. Ich fordere das Kind direkt auf, die Nähe der Verwandten zu genießen. Und auch das Anders-als-Mama-Sein von Papa. Eine Herausforderung für uns alle!
  • Guter Rat für Eltern (79/365): Heute ist Tag des Glücks. Außerdem Frühlingsanfang und SoFi‬-Tag. Als ich meinen Kids heute morgen ein „Viel Glück!“ auf den Weg mitgab, war ich mir des Tags des Glücks nicht bewusst. Ich wünsche ihnen das jeden Morgen. Bewusst bin ich mir dafür jeden Moment, dass ich großes Glück habe. Und dafür lohnt es sich jederzeit für einen Moment inne zu halten und dankbar zu sein – wem auch immer (das ist jedermanns Weltansichtssache). Also: Danke!
  • Guter Rat für Eltern (97/365): Ich gebe zu, ich hänge wegen des Jobs und so ständig mit einem Auge im Netz. Trotz der freiwillig gewählten und inzwischen recht starken Abhängigkeit gibt es bei mir täglich Momente, wo mich das Netz kalt lässt und Smartphone, iPad und Laptop keine Aufmerksamkeit bekommen. Solche Momente sind die Verabschiedung der Kinder morgens, ihre Begrüßung mittags, Gesprächszeiten, Kuschelzeiten, Mahlzeiten, Badezeiten, teilweise Hausaufgaben-mach-Zeiten, Zubettgehzeiten und und und. Und auch wenn sich das jetzt nach viel Mutterkindzeiten anhört, plagt mich zu vielen Arbeitszeiten das schlechte Gewissen, dass ich nicht hunderprozentig hinsehe, hinhöre oder hinfasse, wenn der Nachwuchs dies wünscht, jenes fordert oder welches braucht. Doch – und hier spricht mein Selbsterhaltungstrieb: Mehr geht dann wohl nicht.
  • Guter Rat für Eltern (105/365): Hinter mir liegen zwei Elternabende, die ich beide erst- und zweitmals ohne Nr. 4 besuchte. Das lief gut, zumal der gestrige Elternabend schnell zu Ende war. Ich behaupte jetzt nicht, dass solche Veranstaltungen Raum für Genuss bieten. Dennoch habe ich die Zeit für mich genossen. Ich bin jeweils etwas früher mit dem Roller losgerollt (macht mich auf dem Heimweg schneller) und habe mich vor Beginn der Veranstaltungen noch ’ne Viertelstunde in Hamburgs Frühlingsabende gesetzt. Einfach mal so. Ich nenne solche Gelegenheiten Zeithamster und baue sie hier und da gerne mal ein, um trotz Säugling und Stillen nach Bedarf auch mal ein Weilchen allein zu sein.
  • Guter Rat für Eltern (152/365): Der Weg von einem „Das geht überhaupt gar nicht …“ bis zu einem „Ich schaffe das nicht …“ ist für Kinder schwer. Und abzuwägen, wann man sich als Eltern an den Wegrand stellt und ein Schild hoch hält, auf dem steht „Hilfe auf Anfrage“ ist eine Gratwanderung. Die wir Eltern ständig bereit sind, zu machen.
  • Guter Rat für Eltern (234/365): Bei Dingen, die Mut erfordern, muss man als Eltern Geduld haben und bereit sein, sich auch ein zweites oder drittes Mal in die Warteschlange zum Abenteuer zu stellen. Unsere Kids hatten heute bei einem Volksfest in Petersdorf auf Fehmarn die Chance, in riesigen Luftbällen über den Dorfteich zu rollen. Während die beiden Großen sofort dabei waren, zeigte die Lütte zunächst gar kein Interesse. Erst als die Großen ihre zweite Runde hinter sich hatten und wir schon wieder Richtung Ferienwohnung waren, meinte die Lütte, dass sie dann jetzt soweit wäre und genug Mut gesammelt hätte. Klar sind wir wieder hin, haben uns erneut angestellt und alle drei nochmal auf den Teich gelassen. Den Stolz unserer Kleinen konnte man aus ihren Augen weithin strahlen sehen.

Guter Rat für Eltern: Kinder informieren

  • Guter Rat für Eltern (98/365): Ich bin ja tagtäglich im Internet unterwegs und sehe und lese eine Menge Informationen. Darunter Außergewöhnliches, Lustiges, Skurriles, Spannendes, Wissenswertes. Ich versuche täglich eine Info buchstäblich an den Mann und die Kinder zu bringen, die fernab unseres Dunstkreises liegt. Meist erzähle ich sie am Esstisch, mittags oder abends. Ich mache das ohne schrilles Brimborium. Aber immer so, dass es interessant klingt. So erweitere ich unser aller Horizont und wecke Neugier auf die Welt da draußen, auf das, was hinterm Horizont liegt. Oder stets von uns übersehen wurde, gleichwohl es nebenan zu sehen ist.
  • Guter Rat für Kinder (150/365): Kindern Wertschätzung für Materie zu vermitteln, finde ich sehr schwer, solange sie nicht wirklich verstehen, dass der Geldautomat unserer Bank von uns Eltern gefüllt werden muss, um uns brav Geld auszuspucken. Oft ziehe ich deshalb dazu einen Vergleich heran, den sie einigermaßen nachvollziehen können, da sie alle schon ihrer Oma bei der Arbeit im Spielzeugladen „helfen“ durften und dabei Ruhm und Ehre und meist auch eine angemessene Kleinigkeit „verdienten“. Ich schätze also den Wert der von den Kids gerade in meinen Augen nicht oder zu wenig wertgeschätzten Materie danach ein, wie lange sie bei Oma dafür „arbeiten“ müssten: einen halben Tag, einen ganzen Tag, drei Tage. Oder mehr. Das verstehen sie besser, als wenn ich sage (was ich trotzdem hin und wieder tue ;( ), dass das so oder so viel Geld gekostet hätte, was sie da gerade nicht für wert erachten, bewahrt zu werden.

Guter Rat für Eltern: Kinder trösten

  • Guter Rat für Eltern (4/365): Dein Kind hatte einen „UMfall“ und weint? Es ist offensichtlich unglücklich, vielleicht tut ihm auch etwas weh. Tröste es. Aber bitte sag nicht: „Es ist ja nichts (Schlimmes) passiert.“ Wäre dem so, würde Dein Kind nicht weinen. Immerhin ist der UMfall so schlimm, dass es weint. Tröste Dein Kind stattdessen lieber mit einer Umarmung und nimm persönlich Anteil an seinem Unglück/Schmerz. Zum Beispiel mit den Worten: „Ich kann mir vorstellen, wie weh das tut.“ Oder: „Oh je, das tut sicher weh, hmmm…?“ Du kannst auch einen „Check“ machen und diesen mit Worten wie „Schau’n wir mal, ob Du Dein Knie noch beugen kannst … sieh da, es geht“ begleiten. Wichtig: Nimm die Tränen Deines Kindes ernst. Tröste es nicht mit unpersönlichen Phrasen.
  • Guter Rat für Eltern (20/365): „Lass es ruhig mal schreien! Das ist gut für die Lunge!“ Diesen Spruch habe ich oft gehört. Von Frauen der Generation meiner Mutter und Großmutter am häufigsten. Ich ignoriere den Spruch und kümmere mich um mein weinendes Baby. Immer. Denn sein Schreien zu ignorieren bedeutet, sein Urvertrauen in mich zu enttäuschen, seinen ureigenen Bedarf an Nähe, Zärtlichkeit, Sicherheit, Wärme, Liebe, einer sauberen Windel, Mutters bester Milch und und und zu missachten. Gut zu wissen: Der Spruch stammt aus einem Handbuch für Mütter aus dem Dritten Reich. Mehr dazu hier. Also, vergesst den Spruch! Man kann ein Baby nicht zu viel verwöhnen!
  • Guter Rat für Eltern (134/365): Vorpubertierende sind sich an manchen Tagen selbst nicht grün. An allem wird dann gemeckert und gemäkelt. An sich selbst, an anderen. Und dann diese Eruptionen! Ich bin nicht immer die geduldige und verständnisvolle Mutter, die ich gerne wäre. Manchmal brülle ich einfach zurück, wenn ich für nichts sehend, nichts verstehend, nicht zuhörend, nicht helfend oder so beschimpft werde. Doch wenn ich es schaffe, nehme ich das Kind einfach in den Arm und halte es fest. Es dauert, bis der Widerstand nachlässt. Doch dann ergeben sich meist ganz tolle Gespräche. Mitunter heulen wir dann beide und die Kleineren gucken fassungslos, was Mama und das große Kind da machen – aber uns beiden hilft’s!
  • Guter Rat für Eltern (135/365): Mein vorpubertierendes großes Kind befindet sich offensichtlich schon bis zum Bauchnabel im unberechenbaren Gefühlsstrudel zwischen eben noch himmelhochjauchzend und gleich darauf zu Tode betrübt. Sie hat noch näher als sowieso schon am Wasser gebaut. Als ich sie in einer unglücklichen Minute fragte, was sie bräuchte, damit es ihr besser ginge, bekam ich als Antwort: „Kuscheln mit Dir, Mama!“ Wie einfach, das ließ sich sofort machen. Ich vergesse manchmal, dass auch die Große noch ein Kind ist.
  • Guter Rat für Eltern (136/365): Neulich Nacht flogen hier buchstäblich die Fetzen: Unsere Nachbarn hatten einen furchtbaren Beziehungsstreit, inklusive gewaltsames Eindringen über den Balkon (1. Etage immerhin!), Flucht, Polizeieinsatz und Fahndung. Meine kleinen Kinder haben zum Glück geschlafen, nur die Große (10) hat alles mitbekommen. Und sie hat sich wegen der Aggressionen nebenan mächtig gefürchtet. Wir haben lange mit ihr gesprochen und versucht, sie zu beruhigen. Das war nicht ganz einfach. Ein Stückchen heile Kinderwelt ist mit Gewalt zerbrochen worden … Direkt vor der Haustür sozusagen … Wir können sie nicht immer davor bewahren.
  • Guter Rat für Eltern (233/365): Wenn Gäste erst dann absagen, wenn der Tisch schon so hübsch gedeckt ist, machen meine Kinder lange Gesichter. Sie hatten sich so große Mühe gemacht. Das Selberessen hat den Frust nicht gemildert. Deshalb poste ich einfach mal das Werk meiner Kids hier – auf das sie den Zuspruch bekommen, den sie damit verdient haben.

Guter Rat für Eltern: Kinder ernähren

  • Guter Rat für Eltern (6/365): Dein Kind ist ein Gesunde-Kost-Verächter? Es mag kein Gemüse? Kaum Obst? Ich habe mit meinem Grünzeug-Verweigerer einen Deal gemacht: Als Kleinkind: An apple a day … Dann darf es auch eine Süßigkeit sein. Und wenn absolut nix Gesundes rein ging, dann hat es bei uns zumindest mit Fruchtsaft geklappt. Ein Glas Fruchtsaft (Bio/ohne Zuckerzusatz) zählt dann wie ein Stück Obst. Als das Kind älter wurde: Zum täglichen Apfel (inzwischen sind wir bei zwei Stück) auch Sport. Wer Sport macht, darf auch eine Süßigkeit.
  • Guter Rat für Eltern (11/365): Dein Kind sagt: „Das mag ich nicht!“, obwohl es eine neue Speise auf den Teller bekommt? Ich antworte: „Du hast das heute zum ersten Mal auf dem Teller. Koste es, erst danach kannst Du entscheiden, ob Du’s magst oder nicht!“
  • Guter Rat für Eltern (51/365): Schon meiner Nr. 1 kaufte ich 2005 einen sogenannten FFF (Fresh Food Feeder), damals noch seltene Importware aus den USA. Heute ist so ein schnullerähnliches Teil mit feinem Netzstoff-Säckchen zum Füttern frischer Obst- oder Gemüsehäppchen in jeder Drogerie zu haben. Durch das Säckchen hindurch kann das Baby auf dem Lebensmittel kauen, lutschen und daran zutschen und gerät nicht in Gefahr, sich an zu großen Stückchen zu verschlucken, da durch das Säckchen hindurch nur feine Teilchen in den Mund gelangen. Eine tolle Idee, die das Teilhabenlassen des Kindes am Essen der Größeren und Großen und auch das Zahnen erleichtert.

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  • Guter Rat für Eltern (55/365): Wer seinen Nachwuchs abwechslungsreich bekocht, tischt ihm naturgemäß immer wieder NEUES auf. Das kann gut, aber eben auch schnell mal schief gehen. Ich spar‘ mir an dieser Stelle die Kommentare meiner Kids angesichts neuer Speisen … Wenn ich also schon am Gesichtsausdruck des potentiellen Kostverächters erkennen kann, dass da gleich gemäkelt wird, verkaufe ich neue Gerichte gerne mal so: „Das? Das, was Du da siehst, ist ein neues Gericht. Es heißt:: ‚Xs gute Laune Bringer Nr. 3‘ (wobei X der Vorname des Mäklers ist).“ Meine Kinder finden ein Essen, das nach ihnen benannt ist, oft interessant. Es macht sie neugierig. Sie sind je nach Alter auch mehr oder weniger sicher, dass es genau dieses Gericht unter ihrem Namen tatsächlich gibt. Häufig ergibt sich eine spannende Diskussion über die Zubereitung und die Zutaten des Essens. Und darüber, warum es wohl besonders X gewidmet ist. Und sie bestellen dann auch mal genau das Gericht wieder. Oder die Geschwister wollen eigene Kreationen. Noch eins: „Warum es der Gute Laune Bringer Nr. 3“ ist? Die Frage beantworte ich meist so: „Na, Deine beste Laune hast Du doch nach …“ (hier zähle ich die beiden Lieblingsgerichte von X auf). Damit zeige ich X, dass ich sehr wohl dessen Lieblingsspeisen kenne. Und es gerade deshalb wage, Neues auf den Teller zu bringen.
  • Guter Rat für Eltern (80/365): Peanutbutter, Schokocreme & Co. lieben meine Kinder. Dennoch akzeptieren sie bisher die Regel, dass das Zeug nur einmal in der Woche auf die Stulle darf. Das eine Mal dürfen sie in vollen Zügen genießen. Sprich: dick schmieren.
  • Guter Rat für Eltern (115/365): Es ist soweit. Mit 15 Monaten geht bei Nr. 4 die Phase los, alles alleine essen zu wollen. Fütterung (außer Stillen) wird komplett verweigert. Bei fingerfood ist das ja kein Problem – bei Joghurt, Suppe & Co. schon eher. Da ich keine Freundin von Essenmanschepatsche bin, stecke ich Nr. 4 also in ein Langarmlätzchen zum Abwischen und lasse das Kind seinen ersten Joghurt essen – allein. Hat geklappt. Bei Eis habe ich auch früher schon das eine oder andere Kind in die Wanne gesetzt, dann konnte es kleckern, wie es kleckerte. Das werde ich notfalls wieder tun.
  • Guter Rat für Eltern (149/365): Manche Dinge mache ich verkehrt, egal, wie ich sie mache. Zum Beispiel kaufe ich jedes Mal die falsche Zahl an Eiskugeln für die Kinder. Zumindest, wenn ich deren Bestellungen einfach befolge. Wie viele Eiskugeln verweilen schon auf meiner Hüfte anstatt von schnellen Kinderbeinchen abgelaufen worden zu sein!? Zum Wegschmeißen ist mir Eis meist zu schade (in HH kosten Kugel zwischen 1,00 und 1,30 Euro plus Streusel für 0,30 Euro). Ich weiß bisher kein Rezept, um das Problem zu lösen. Also kaufe ich mir selbst meist schon gar keine Kugel mehr. Denn die nächste kommt von ganz allein zu mir …
  • Guter Rat für Eltern (151/365): Wer nie sein Brot im Bette aß, weiß nicht, wie Krümel pieken. Sagt man. Und deshalb lasse ich meine Kinder so manche insbesondere ernährungstechnische Erfahrung schön alleine machen … mitunter bis zum buchstäblichen Erbrechen. Nach der ersten ganz allein aufgefutterten Chipstüte und den daraus resultierenden Bauchschmerzen fiel meinen Kids das Einteilen der irgendwann mal wieder zum Zugreifen einladenden Tüte in verdauliche Portionen leichter.
  • Guter Rat für Eltern (191/365): Ich bin gerade mit den vier Kindern allein zuhaus. Zwei Wochen ohne Mann und Papa – das ist schlichtweg anstrengend. Noch dazu zum Ende des Schuljahres. Wir haben einen Arbeitsplan mit allen Tätigkeiten geschrieben, die die Kids auch ohne mich gut erledigen können. Den einzuhalten, das bekommen wir gerade gut hin. Dafür scheitere ich gerade kläglich beim Essenmachen. Ich schaffe es nicht, jedem SEIN Lieblingsessen auf den Teller zu packen. Einer mault immer. Oder zwei. Oder drei. Oder alle. Geht wohl nicht anders. Deshalb habe ich jetzt beschlossen, dass jeder sich selber sein Essen zusammenstellt – bis auf Nr. 4. Obwohl, der holt sich meine Milch und überall etwas. Das Ergebnis ist weniger ungesund als befürchtet. Klar, die Lebensmittel kaufe ja ich ein. Aber die Kinder wählen tatsächlich nicht nur Süßes, sondern greifen abwechselnd auch zu gemüsig und obstig.
  • Guter Rat für Eltern (198/365): Auf die Ansage „Mama, ich habe Hunger!“ antworte ich grundsätzlich mit: „Trink bitte erst mal was. Oft ist der kleine Hunger nämlich gar kein Hunger sondern eigentlich ein Durst.“

Guter Rat für Eltern: Kinder stillen

  • Guter Rat für Eltern (16/365): Ich stillte und stille meine Kinder (derzeit Nr. 4) und habe insgesamt schon fast 72 Monate meines Mutterlebens gestillt. Doch mitunter macht auch mir das Stillen mal Probleme, zum Beispiel schmerzhaftes Wundsein. Wenn man die wunde Haut mit Muttermilch betupft, lindert das oft schon etwas die Beschwerden. Die wunden Stellen sollten zudem möglichst luftig bleiben – was mit Kleidung nicht immer gut zu realisieren ist ;). Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann man sich ein Teesieb oder ein Dessertschälchen in den Still-BH klemmen. Mir haben die Schützer von Medela geholfen, die sind zum Draufsetzen und nach vorne wie ein Schälchen mit Luftlöchern geformt. Zur Pflege der Haut habe ich Lanolin-Produkte verwendet, die schaden auch dem Baby nicht. Ganz wichtig. Immer weiter stillen – trotz Schmerzen beim Anlegen!

Guter Rat für Eltern: Kinder waschen und pflegen

  • Guter Rat für Eltern (7/365): Dein Neugeborenes hat Blähungen und infolge dessen Bauchweh? Bei meinen Kindern hat eine leichte Massage des Bäuchleins mit Windsalbe (wirkende Zutat: Kümmelöl) immer gut geholfen. Es gibt auch „Windzäpfchen“, damit habe ich jedoch keine Erfahrung gemacht.
  • Guter Rat für Eltern (19/365): Es dauert etwa sieben Jahre, bis die Haut von unseren Kindern ihren Selbstschutz voll ausgebildet hat. Um die empfindliche Haut zu schonen, bade ich meine Kinder in warmen Wasser, dem ich mal einen Schuss Bio-Oliven-Öl, mal einen Liter Bio-Milch oder einen Becher Bio-Buttermilch zusetze. Auch in Meersalzwasser bade ich meine Kinder gerne mal. Lediglich zum Waschen der Haare benutze ich ganz sparsam mildes Bio-Shampoo. Einmal waschen reicht trotz vieler Haare völlig aus.
  • Guter Rat für Eltern (34/365): Ein Klassiker, an dem Eltern verzweifeln: Dein Kleinkind mag das Haarewaschen nicht? Hier ein paar erprobte Tricks aus meiner Erfahrungskiste: Für die etwas Kleineren: Auf dem Rücken durchs Wasser schwenken (floaten), von einem Wannenende zum anderen, und dabei ganz leichte Wellen machen. Und upps, da war eine Welle zu stark, schon sind die Haare nass. Der Waschlappen rettet auch so manches Auge… Gebt eine Puppe mit Haaren in die Wanne, die das Kind zuerst wäscht, bevor es selbst dran ist. Auch ein selbst gemachter Anti-Schaum-Schirm kann helfen (aus Plastik-Schnellhefter, zwei Löcher rein und Hutgummi) oder eine coole Schwimmbrille. Friseur in der Wanne spielen funktioniert auch, mit anschließender Fotosesssion von den Schaumfrisuren noch besser. Kommt Mama/Papa/Geschwisterkind dazu auch in die Wanne, ist der Spaß umso größer. Dann kann das Kind auch den großen Kopf erstmal einseifen. Oder man tut, als wäre man selbst der Friseur und das Kind der Kunde. So richtig mit Empfang an der Badtür und Beratung … Tauchen üben geht auch. Und statt der Dusche ein Schüsselchen oder Becherchen nimmt auch Stress aus der Situation.
  • Guter Rat für Eltern (49/365): Neugeborene kommen nicht selten mit ziemlich langen Fingernägeln auf die Welt. Doch bitte, haltet Euch zurück mit dem Schneiden der feinen, weichen Nägel. Es ist nämlich ganz schwer, zu erkennen, wo die durchblutete Haut aufhört und das Nägelchen anfängt. Zu leicht könntet Ihr Euer Baby beim ersten Nägelschneiden verletzten. Also lasst buchstäblich die Finger von den Fingerchen! Andererseits kratzen sich die Kleinen mit den von Tag zu Tag härter werdenden Nägeln auch selbst – oder Euch. Wer deshalb etwas unternehmen will, beißt die Nägelchen am besten vorsichtig ab. Im Ernst! Das funktioniert prima und man kann das gut spielerisch machen, zum Beispiel beim Stillen, ohne dass das Baby Lunte riecht, sprich: angesichts der Nagelschere und Eures Stresses (ich weiß, wovon ich schreibe!) unruhig wird.
  • Guter Rat für Eltern (63/365): Haare schneiden beim Kleinkind. Ich muss eigentlich nix dazu sagen, jeder Elter weiß, was das heißt, oder? Und jeder Friseur auch, stimmt’s? Bei meinen Kindern habe ich die Haare wachsen lassen, bis die Kids so weit waren, dass sie GERNE auf dem Friseurstuhl Platz genommen haben, um mit Charme, Schere und Kamm eine erste Frisur zu bekommen. Wie auch immer, wir hatten so wenig Stress. Meine Mädels haben früh Haarspangen und -reifen akzeptiert und konnten bald Langhaarfrisuren tragen (die Spitzen kürze ich regelmäßig). Mein großer Sohn wollte seine längeren Haare kurz vor 4 loswerden. Einfach so. Beim jüngsten werde ich vielleicht eher mal fragen, was er von kürzeren Haaren hält. Aber noch dürfen seine Haare wachsen. Schließlich sind die Haare doch die „Antennen zum Himmel“ – und die kappe ich in den ersten Jahren nur ungerne.

kleine rote Kidnerschuhe

  • Guter Rat für Eltern (78/365): Du wickelst Dein Neugeborenes und findest Blut in der Windel? Ich habe das bei Nr. 1 und Nr. 4 erlebt. Beim ersten Mal war mein Schreck riesengroß (ich hatte ja keine Ahnung!) und ich war froh, dass meine Hebamme mich nur zwei Stunden später beruhigte. Der sogenannte Ziegelmehl‬-Urin zeugt von der Hormonumstellung im Körper des Kindes und ist harmlos. Das Phänomen tritt bei Jungs und Deerns auf – das kann ich nur bestätigen. Wer sich dennoch Sorgen macht: Bitte ab zum Doc und abklären, Ihr wisst ja schon: Ich geh‘ lieber ein Mal mehr als ein Mal zu wenig hin … Und ich bin überzeugt, Arzt und Team lieben mich …
  • Guter Rat für Eltern (84/365): Meine vier Kids bekamen alle um den zehnten, elften Monat herum (quasi parallel zur Fähigkeit, sicher zu stehen), den Rappel, sich wochen- bis monatelang von mir (und nur von mir) nur noch stehend wickeln zu lassen. Eine Zumutung für den Wickler, die ich (und nur ich) aber auf mich genommen habe, weil es anders bei mir (und nur bei mir) partout nie ging – trotz Ablenkungsmanövern wie Spielzeug in die Hände, auf die Brust, hängendes Mobile, hängende Spieluhr und und und … Unsere Wickelkommode hat zum Glück einen Spiegel, der half mir bei der Herausforderung, die Kinder vorn und hinten zu säubern, außerordentlich. Gerade lässt sich Nr. 4 (14 Monate) auch von mir wieder beim Wickeln hinlegen – welch‘ ein Segen! Er hatte den Rappel damit übrigens am längsten.
  • Guter Rat für Eltern (107/365): Zähneputzen ist bei uns immer ein Doppelgemoppel. Zuerst putzen die Kids vor, dann kommen wir ins Spiel und putzen nach. Abends immer auch mit Zahnseide. Sind uns mal die Hände gebunden, müssen die Kids das zweite Mal auch alleine (nach)putzen. Zweimal im Jahr bezahle ich den Kids eine PZR (Professionelle Zahnreinigung). Die PZR-Fachkraft meinte schon vor Jahren zu mir, das man als Eltern solange nachputzen müsse, bis die Kids etwa 10 Jahre alt sind. Erst dann könnten sie das alleine richtig. Und stimmt: Die Große hatte beim Kontrolltermin mit Färbetablette neulich sehr gut geputzte und gesunde Zähne.
  • Guter Rat für Eltern (123/365): So. Geschafft. Nr. 4 hatte mit seinen 15 Monaten inzwischen so lange Haare, dass ständig die Äuglein gerieben wurden. Da musste ich ran. Als einigermaßen gut mit der Haarschere umgehen könnende Mutter hatte ich dennoch Schiss, ihm die Haare zu schneiden. Ich sah mein Kind schon mit schiefen Haaren oder Haarlöchern. Mit dem Kind in der Badewanne ging das Ganze dann aber ganz gut, wenn auch mehrere Ansätze und eine große Schwester, die Ablenkungsmanöver einleitete, nötig waren. Tränen gab’s keine. Nun hat das Kind seine erste Frisur. Vorzeigbar. Und gute Sicht hat’s auch wieder.
  • Guter Rat für Eltern (155/365): Es geht wieder los: die Suche nach dem „besten“ Sonnenschutzmittel. Als Hautkrebspatient gehe ich da gerne auf Nummer Sicher. Wobei ich unter Sonnenschutzmittel auch Kopfbedeckung, Kleidung und Sonnenbrille verstehe. Für meine Kids gibt’s dazu noch einen kosmetischen Sonnenschutz, der möglichst nur mineralisch wirkt und nicht in die Haut eindringt. Welche Sonnenschutzmittel könnt Ihr empfehlen?
  • Guter Rat für Eltern (170/365): Meine Nr. 4 liebt Wasser. Gebadet wird deshalb häufiger. Da er dabei auch immer gerne Wasser trinkt, verzichte ich auf Badezusätze wie Schaumzeugs & Co. Stattdessen gibt’s lieber mal einen Schluck Biomilch oder Olivenöl ins Wasser. Sauber wird das Kind trotzdem und der Haut bekommt das klare Wasser mit trinkbaren Zusätzen auch gut.
  • Guter Rat für Eltern (175/365): Fortschritt ohne Ende. Auch in Sachen Haarbürsten. Meine Mädels haben extrem lange Haare. Die zu pflegen war meine Aufgabe. Bis heute. Es gibt jetzt nämlich so eine neue Bürste, die haben schon einige Freundinnen der Mädchen. Und die sollen das Kämmen selbst der zotteligsten Haare buchstäblich kinderleicht machen. Ich habe sofort so eine Bürste bestellt. Hilft ja schließlich beim Abnabeln! Die Bürste konnte heute vom Post-Office abgeholt werden (Poststreik). Und siehe da … Zum ersten Mal seit fast 11 Jahren (meine Große hatte bei der Geburt schon 6 Zentimeter lange Haare) musste ich heute weder Haare waschen noch kämmen. Meine Große meinte nur: „Wieder eine Aufgabe weniger für Dich, Mama!“ Yeah! Das wird!

Guter Rat für Eltern: Kinder anziehen

  • Guter Rat für Eltern (18/365): Dein kleines Kind weigert sich, die Gummistiefel anzuziehen, obwohl das vernünftig wäre, weil es draußen in Strömen gießt? Oder es will gar keine Schuhe anziehen? Du kannst es mit gutem Zureden versuchen. Oder mit Argumenten. Oder mit Bestechung. Oder mit … Wenn alles nichts nützt und Dein Stresspegel gen Himmel steigt, dann hilft mitunter vielleicht nur, die Regenschuhe und ein paar trockene Socken einzupacken und einfach los zu gehen. So macht das Kind seine Erfahrungen. Im Regen werden die Füße nass und gegebenenfalls kalt. Barfuß auf dem heißen Gehsteig – das brennt an der Fußsohle. Bei Scherben, Hundekot und anderem Schmutz muss der Stöpsel auf den Arm oder gegebenenfalls in den Buggy. Das will er möglicherweise auch nicht. Dann biete die Schuhe an und erkläre, dass er mit Schuhen gut zu Fuß wäre … Das Kind wird es lernen, früher oder später.
  • Guter Rat für Eltern (24/365): Neu gekaufte Klamotten solltest Du unbedingt waschen, bevor Du sie dem Kind anziehst. Denn in den Textilien lassen sich häufig nicht nur Schadstoffe aus Anbau und Verarbeitung des Materials finden, sondern auch solche, die vom Transport zum Laden und dem Aufenthalt dort (inklusive Kundenkontakt!) herrühren. Selbst Bio-Zeug ist davor nicht gefeit. Es heißt, dass Schadstoffe erst nach bis zu sieben Wäschen einigermaßen raus sind. Ich kaufe deshalb und aus Überzeugung auch viel im Second Hand meines Vertrauens und auf dem Flohmarkt.
  • Guter Rat für Eltern (27/365): Euer Kind hat Null Bock auf den Schuhkauf? Anziehen, ausziehen, wieder anziehen – geht gar nicht? Kinderschuhe sollten immer mit etwas Luft nach vorne gekauft werden. Ich habe schon früh den praktischen Schuhmesser (Fußmessgerät plus12 von Edelight) gekauft, der rechnet automatisch 12 mm zum Fuß dazu. Das Messen mache ich schon zuhause. Schon vor dem Gang zum Laden. Manche Kids mögen es nämlich gar nicht, wenn Fremde (Verkäufer) ihre Füße vermessen. Zur Ergänzung habe ich noch den Innenschuhmesser von monamikids, denn auch Kinderschuhe fallen unterschiedlich aus. Damit kaufe ich seit fast zehn Jahren Kinderschuhe ohne Probleme. Im Notfall sogar schon einmal, ohne das Kind dabei gehabt zu haben.
  • Guter Rat für Eltern (36/365): Allmorgendliches Drama vor dem Kleiderschrank? Bei uns haben die Kids die Aufgabe, schon abends herauszufinden, wie das Wetter wohl am kommenden Tag sein wird. Sie schauen dazu aus dem Fenster „wink“-Emoticon, in die TV-Kindernachrichten, befragen mich und meine App auf dem Handy (stundengenaue Vorhersage!) und holen sich schon abends entsprechendes Zeug zum Anziehen für den nächsten Morgen aus ihren Schränken. Morgens checkt einer immer das aktuelle Wetter via Austritt auf den Balkon, um die Vorhersage zu bestätigen – oder auch nicht. Das klappt prima und spart wertvolle Zeit am Morgen. Was sie anziehen, entscheiden sie weitgehend selbst. Aber das ist schon der nächste Tipp …
  • Guter Rat für Eltern (39/365): Die Passage durch den engen Geburtskanal und das „Trauma“, das sie verursacht, ist für mich der Grund, warum alle meine Babys in den ersten Monaten es ganz und gar nicht mochten, wenn man ihnen Kleidungsstücke über das Köpfchen zog. Wer die Äuglein einmal gesehen hat, die aus einem engen Pullover wieder auftauchen, der weiß, wovon ich spreche. Beim ersten Kind habe ich das unter Gebrüll schnell gelernt, die folgenden drei profitierten dann vom Lehrgeld, das ich gezahlt habe. Ich habe fortan für die ersten Monate nahezu ausschließlich Wickelbodies und Wickeloberteile, Jäckchen und Shirts, die nicht über den Kopf gezogen werden mussten, gekauft, um das Geburtstrauma nicht noch zu verstärken.
  • Guter Rat für Eltern (119/365): Ich habe eine riesen Schuhaktion hinter mir: Die Schuhe aller vier Kids wurden sortiert. Winterschuhe in den Keller, Sommerschuhe nach oben. Zu kleine Schuhe wurden danach sortiert, ob sie sich noch an kleinere Geschwister vererben lassen oder entsorgt werden (abgeben oder wegschmeißen). Denn ja – und das gebe ich hier zu – ich zweitverwerte und drittverwerte Schuhe innerhalb der Familie. Ich weiß, dass einige das nicht machen, von wegen eingelatschtes und somit einzigartiges Fußbett. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Kinderfüße extrem schnell von Schuhgröße zu Schuhgröße wechseln und längst nicht jeder Schuh ein- beziehungsweise ausgelatscht wird.
  • Guter Rat für Eltern (121/365): Ich habe ein Kind, dass Klamotten, die ich erstanden habe, ohne dass es dabei war, (aus Prinzip?) nicht anzieht. Es kann genau das Teil sein, was wir gestern zusammen erstanden haben. Wenn ich es heute alleine kaufe, bleibt es im Schrank …. Ich habe diesen Fehler etliche Male wiederholt (von wegen: aus Fehlern lerne ich!). Und jetzt ist Schluss damit! Ich kaufe diesem Kind nie wieder eine Klamotte, wenn es die nicht zuvor höchstpersönlich in Augenschein genommen hat, damit innigst auf Tuchfühlung gegangen ist und das Teil für EXTREM anziehenswert befunden hat. Schluss. Aus. Basta.

Guter Rat für Eltern: Kinder feiern

  • Guter Rat für Eltern (10/365): Wie viele Gäste werden zur Geburtstagsparty eingeladen? Zwischen 4. und 10. Geburtstag klappt es bei uns prima mit der Regel: So alt wie das Kind wird, so viele Gäste dürfen kommen.
  • Guter Rat für Eltern (22/365): Wenn meine Kinder zu Geburtstagen eingeladen werden, beschränke ich den Betrag, der für ein Geschenk ausgegeben werden darf, auf 12 Euro. Will ein Kind etwas schenken, dass teurer ist, muss es den Rest aus seiner Spardose dazulegen. Das ist bisher erst einmal der Fall gewesen und dann es war die allerallerallerbeste Freundin – und die war meinem Kind die Zuzahlung wert.
  • Guter Rat für Eltern (23/365): Aus aktuellem Anlass: 1. Geburtstag – feiern oder nicht? Beim ersten Kind war unsere Feier mehr für die Familie und Freunde der Mutter als für das Kind. Beim zweiten Kind bestand das ältere Geschwisterkind auf einer Feier, ebenso beim dritten. Heute, beim vierten Kind, gab’s morgens ein Lied von den Großen, eine riesige Seifenblasenwolke von Mama und Papa und heut nachmittag kommt noch ein Kuchen von Oma. Ein Geschenk gibt’s auch: Einen knallroten Stubenrennwagen vom Flohmarkt, den der nette Nachbar in der Werkstatt noch schnell überholt hat. Kindergeburtstag mit Gastkindern feiern wir dann so richtig – falls gewünscht – ab vier.
  • Guter Rat für Eltern (80/365): Ich habe derzeit alle Hände mit einem Großauftrag voll zu tun. Damit der kommende Kindergeburtstag dennoch gebührend gefeiert werden kann, habe ich um Hilfe gerufen und die daraufhin angebotene auch Hilfe angenommen (mache ich nur im Notfall, also viel zu selten). Das große Kuchenbacken für Schule und Party ist jetzt ausgelagert. Wir haben alle Zutaten und Utensilien für die Wunschkuchen kurzerhand zu Oma gefahren und überlassen das Backen jetzt ihr. Danke!
  • Guter Rat für Eltern (95/365): Was für ein feines Osterwetter in Hamburg heute. Wir waren mit den Kindern im Wald Ostereier suchen. Am Stadtrand in Rissen. Jedes Kind ein Körbchen, jedes Kind ein Suchgebiet. Jeder Erwachsene, Papa, Mama und Oma, hat was versteckt und sich die Verstecke gemerkt. Für Nr. 4 haben wir es ganz einfach gemacht. Dann haben die Kinder für Oma und uns ihre Basteleien versteckt. Ein herrlicher Spaß für Groß und Klein. Und beim Osterspaziergang am Nachmittag hat der Osterhase (Oma) auch immer mal ein Stückchen Schokolade fallen gelassen, sozusagen als Wegzehrung. So haben alle durchgehalten …Doreen und der Osterhase
  • Guter Rat für Eltern (127/365): In Hamburg sind nächste Woche Ferien. Ich feier den Ferienbeginn – und auch das Ferienende – mit meinen Kindern. Es gibt dann ein Eis oder eine andere Süßigkeit außer der Reihe. Grund genug zum Feiern hab‘ ich sowieso, denn noch gehen meine ohne Murren und Knurren morgens los. Anschubser elterlicherseits sind kaum nötig. Darüber bin ich echt froh. Und nun freuen wir uns auf eine Woche ohne Wecker, der um 6:41 Uhr morgens klingelt.
  • Guter Rat für Eltern (128/365): O-o. Habe gerade zu meinen geheimniskrämernden Kids gesagt, bei mir sei jeder Tag Muttertag. Die haben vielleicht geguckt. Merke mir: Mach bloß keine Witze mit dem Muttertag, für den die Kinder seit Tagen basteln!
  • Guter Rat für Eltern (170/365): Meine Meinung: Eine Schultüte muss selbst gebastelt werden. Da das ein aufwendiges Unterfangen ist, das Zeit und Raum braucht, habe ich kurzerhand Oma eingespannt. Die ist ja auch Kunsterzieherin. Oma wiederum hat sich übers Wochenende die beiden Großen mitgenommen und bastelt mit ihnen zusammen die Schultüte für Nr. 3. Bastelzeug habe ich mitgegeben bzw. bestellt und direkt zu Oma liefern lassen. Das nenne ich Familienwork! Füllstoff für die Schultüte besprechen wir und besorgen wir gemeinsam. Bin gespannt, wie die selbst gebastelte Schultüte ankommt …
  • Guter Rat für Eltern (190/365): Zu den diversen Schulajhresabschlussfeiern ist es an unserer Grundschule üblich, dass wir Eltern das Buffet bestücken. Ich lasse dabei ganz allein meine Kinder entscheiden, welche Speise & Co. unsere Familie zum Büffet beitragen soll. Unseren Beitrag tischen sie – egal, was es ist – dann mit großem Stolz auf und achten darauf, wie er ankommt oder nicht ankommt. Das zu beobachten, ist ganz spannend. Ich glaube, sie fühlen sich so mehr als Teil des Ganzen, als wenn ich über ihre Köpfe hinweg entschieden hätte, was ich gut und leicht zum Buffet beitragen könnte. Die diesjährigen Beiträge zum Buffet unserer Familie: Geschnippeltes Gemüseallerlei; eine riesige Schüssel Himbeer-Mascarpone-Quarkspeise mit Schokostückchen und ein Haufen Knabberkram. Ich sag jetzt mal nicht, welches Kind was beitragen wollte.
  • Guter Rat für Eltern (206/365): Meine Kinder waren sehr verwundert, dass wir Eltern unseren 19. Hochzeitstag nicht außerordentlich würdigten. Also haben wir flugs reagiert und die Kids zum Feiern in den Zoo (‪Hagenbecks) eingeladen. Dank des tollen Wetters, gut gelaunter Eltern und Kinder waren die 4,5 Stunden dort eine großartige Auszeit für unsere Familie, die 60 Euro Eintritt (ohne Aquarium) kostete, weil wir eine Freikarte hatten und ein Kind, das noch nicht Eintritt zahlen musste. Von dem entspannten Nachmittag zehren wir hoffentlich noch ein paar Tage …
  • Guter Rat für Eltern (235/365): Bei uns steigen demnächst viele Partys. Für Kids sind Strohhalme / Trinkroehrchen dabei ein Must-have. Auf der Suche nach einer Alternative zu herkömmlichen Roehrchen aus Plastik fand ich hier (www.bio-strohhalme-shop.de) welche aus Bio-Stroh sowie aus Biopapier mit (rotweiss) und ohne Knick. Die Kids finden die neuen Strohhalme prima, nachdem sie sie gestestet haben.
  • Guter Rat für Eltern (243/365): Wir haben gerade die feierliche Einschulung unserer Großen ins Gymnasium hinter uns. Ein Termin, der mich sehr bewegt hat. Als meine Nr. 1 da oben auf der Bühne stand, mit einer Sonnenblume in der Hand, da sah ich einerseits das kleine Mädchen (meine Sonne), heul, in ihr und andererseits auch schon die Frau, die sie sGw einmal sein wird, heul, heul. Die Zeit geht so schnell vorbei, wenn jeder Tag auch Elterntag/Vatertag/Muttertag/Kindertag ist. Wir essen gleich gemeinsam das Wunschessen der Gymnasiastin und genießen diesen besonderen Tag als Familie – mit all den Terminen, die heute schon stattfinden.
  • Guter Rat für Eltern (244/365): Wir haben heute unser drittes Kind in die Grundschule eingeschult. Der Direktor hat uns Eltern wieder viele gute Worte mitgegeben, nachdem die neuen Erstklässler gefeiert und begrüßt und von ihrer Klassenlehrerin zum ersten Mal in ihren neuen Klassenraum geführt worden waren. Die mir wichtigsten Worte will ich mir hier auf FB festhalten (früher sagte man: sich hinter die Ohren schreiben): „Liebe Eltern, haben Sie Mut zur Unvollkommenheit!“ Mein Ehrgeiz, alles möglichst perfekt zu machen, macht mir oft das Leben schwer. Und den meinen. Deshalb will ich mutiger werden! Nix ist vollkommen, ich schon gar nicht! In diesem Sinn: Mut zur Lücke, Mutter Brumme!
  • Guter Rat für Eltern (248/365): Mein Großer wollte heute ursprünglich seinen Geburtstag mit 9 Freunden feiern. Es sollte eine Outdoor-Fußballparty werden. Er hatte seit Wochen alles minutiös geplant, Ablauf, Mannschaftsaufstellung, Schiri, Verköstigung. Ich hatte mir rechtzeitig die Wettervorhersage angeschaut – und dort warnte man mit Regen für heute. Für zehn 8-, 9-jährige Jungs ist unsere Bude jedoch eindeutig zu klein. Also habe ich den Traum von einer Party meines Sohnes zerstört, mit der Wettervorhersage gewunken und ihn eine Alternative wünschen lassen. Nach außen hin zeigte er sich zufrieden, aber als seine Mutter spürte ich ’ne Enttäuschung. Ich betete die letzten Tage also zum Himmel, dass es heute regne. Ohne Unterlass. Der Himmel erbarmte sich meiner – es gießt. Ich hoffe, der Große hat im Kino mit seinen Freunden nachher viel Spaß!

Guter Rat für Eltern: Kinder-Kunst würdigen

  • Guter Rat für Eltern (40/365): In einem Haushalt mit vier Kindern wie dem unseren sammeln sich Tag für Tag Unmengen Kunstwerke an, die zu schön sind, um sie wegzuschmeißen. Die aber – wir wohnen ja zu Sechst auf 67 Quadratmetern in drei wie zwei Zimmern – auch Unmengen Platz zur artgerechten Lagerung benötigen. Als Ordnungshüterin der Familie habe ich deshalb ein mehrstufiges System entwickelt. 1. Stufe: Das Kunstwerk ist frisch gefertigt und wird entsprechend gewürdigt. Also angucken, besprechen und möglicherweise auch öffentlich zur Schau stellen. Angesichts der ersten Staubschicht beginne ich nachzufragen, wie wichtig dem Kind die Bewahrung des Kunstwerks ist. Meist bekomme ich als Antwort eine sehr hohe Wichtigkeitsstufe (lebenswichtig ;)) genannt. Also wandert das Kunststück in die Mappe des Kindes (2. Stufe). Dort wird alle Jahre wieder durchsortiert, so dass diese nicht wirklich voller wird. Der Inhalt ändert sich und erhalten bleiben Zeugnisse wichtiger künstlerischer Fortschritte. Nur die kommen irgendwann in die „Aussteuer-Kiste“ des Kindes (3. Stufe). Sperrige Kunstwerke wie die alljährlichen Laternen bewahre ich auch mal digital auf. Das ist in Absprache mit den Kids eine gute und platzsparende Möglichkeit der Archivierung von leuchtenden Lebenserinnerungen. Ich habe selbst eine langjährige Kunstausbildung hinter mir und habe mir daraus ein Lebensmotto mitgenommen: „Kunst ist mitunter auch nur mal für den Moment gemacht“. Das hilft, wenn alltägliche Kunstwerke in Massenproduktion entstehen und ich nur Platz für die schönsten davon finde.
  • Guter Rat für Eltern (48/365): Von meinen drei großen Kids (heute 10,8 und fast 6 Jahre alt) hatte eins, das dritte, mit 3, 4 Jahren einen für uns andere Familienangehörige unsichtbaren Freund. Der begleitete unser Kind überall hin und traute sich häufig Sachen, die sich das Kind (noch) nicht traute. Sorgen habe ich mir deswegen nie gemacht. Im Gegenteil, ich habe den imaginären Freund behandelt, als könnte auch ich ihn sehen. Selbstverständlich tritt man dabei buchstäblich auch mal auf dessen Füße. Oder bekleckert ihn aus Versehen. Wehe, wenn man ihn übergeht! Dann muss man sich halt bei X, Y oder Z entschuldigen. (Da ich es meinem Kind versprochen habe, will ich ihren Freund hier nicht namentlich nennen.) Irgendwann war das intensive Zeitverbringen mit dem Phantasiefreund um, heute kommt er nur noch ganz selten vorbei. Irgendwie betrachte ich ihn heute als den ersten Lebensabschnittsgefährten meines Kindes, der ihm ganz viel bedeutete. Wer mehr zum Thema lesen will, hier ist ein Einstiegsartikel: http://www.sueddeutsche.de/…/phantastische-wesen-begleiter-…

Guter Rat für Eltern: Kinder und Geld

  • Guter Rat für Eltern (199/365): Meine Kinder haben jedes von ihren Großeltern einen ordentlichen Batzen Taschengeld bekommen. Am liebsten würden sie jetzt los und das Geld ausgeben. Denke ich. Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen „Ausgaben nicht steuern“ (ist ja ihr Geld) und „Ausgaben steuern“. Ich habe also einfach mal ganz unvoreingenommen nachgehakt, was denn so für das Geld gekauft werden soll. Also bevor wir losgehen. Und siehe da: Die Kids haben gar keine allzu schrägen Käufe geplant, sondern sich sehr wohl überlegt, was sie kaufen wollen. Und auch, dass sie einen gewissen Teil des Geldes auch erst einmal in die Spardose stecken wollen. Der Betrag, der für in meinen Augen „Schräges“ (klebriger Süßkram) ausgegeben werden soll, ist aus meiner Sicht nahezu vernachlässigbar. Die Große beispielsweise investiert Großteils in mitwachsenden Schulrucksack, zugehörige Sporttasche und Stiftemappe. Mein großer Sohn will vor allem die Bücherserie erwerben, die ihm gefällt. Und Nr. 3 will erst mal sparen.

Guter Rat für Eltern: Kinder schlafen legen

  • Guter Rat für Eltern (8/365): Im Bauch bekommt das Baby viele taktile Eindrücke. Meine Kinder habe ich deshalb zur Nacht immer mit nackten Beinen in einen Schlafsack gesteckt, damit sie dieses „Bauchgefühl“ zumindest an den Beinen und Füßen noch lange haben.
  • Guter Rat für Eltern (15/365): Dein kleines Kind ist auf Deinem Arm eingeschlafen, aber jedes Mal, wenn Du es zum Schlafen ablegen willst, wacht es wieder auf? Das kann daran liegen, dass der Schlafplatz für Zwischendurch nicht nach Dir riecht oder daran, dass er kalt (kälter als Du mit Deiner Körperwärme) ist. Ich habe den Zwischendurch-Schlafplatz angewärmt, indem ich mich – wenn möglich – nach dem Wiederaufnehmen des doch nicht schlafenden Kindes einfach dorthin gesetzt habe, wo es gleich weiter schlafen soll. Oder ich wickle das Kind in eine Decke/Pucksack und lege es eingewickelt darin auf sein Plätzchen. Das „Schlafplatz-Klima“ kann man nach Mama oder Papa riechen lassen, indem man ein getragenes Shirt als Unterlage benutzt.
  • Guter Rat für Eltern (41/365): Aus aktuellem Anlass: Ich saß eben beim Kinderarzt im Wartezimmer. Mir gegenüber saßen drei Mütter mit ihren Babys auf dem Schoß. Knuddelige Wesen, alle drei. Aber: Bei allen Dreien fiel mir ein extrem platter Hinterkopf auf. Der kann Veranlagung sein. Klar. Aber leider auch die Folge von einem immer-auf-dem-Rücken-Liegen. Und da ich in jüngster Zeit wieder häufiger solche Plattköpfchen sehe, folgender Rat: Liebe Eltern, bitte, bettet Euer Kind nicht immer nur auf dem Rücken (Ich kenne die Schlafempfehlungen, ja, dennoch, wer das Baby in der Nähe hat wie ich (nachts: co-sleeping, tags: Schläfchen dicht neben mir oder auf/an mir), dem entgeht kein Atemzug). Dreht das Baby regelmäßig auf den Bauch und die Seite und wechselt die Seiten ebenso regelmäßig. Nachts bei jeder Stillzeit zum Beispiel. Und vor allem: Tragt das Baby tagsüber so oft wie möglich. Ich weiß, ich weiß, das ist nicht einfach, aber ich trage inzwischen mein viertes ständig mit mir rum. Beim Putzen, Kochen, Wäsche machen, Einkaufen und Spazieren. Und beim Schreiben. Ich schreibe fünf Stunden und mehr pro Tag. Ein Großteil der Zeit einhändig. Eigentlich habe ich meine Kids fast nie abgelegt, da sie auch gerne in meinen Armen oder in Tragedingern wie Ergo, Beko & Co. schliefen und schlafen. Mit dem Erfolg: Alle haben einen „musikalischen“ Hinterkopf.
  • Guter Rat für Eltern (56/365): Die ersten Wochen mit einem Neugeborenen nenne ich immer „Tag- und Nachtgleiche“. Das Kind schläft und ist wach, ohne Unterschied bezgl. Tag und Nacht. Nach vier bis acht Wochen schafften es meine vier, allesamt Stillbabys wohl bemerkt, mehrere Etappen hintereinander am Stück zu schlafen – und das des Nachts. Tagsüber gab’s und gibt’s bei meinen immer nur kurze Schläfchen (30 bis 45 Minuten, ein oder zwei davon), dafür geht’s um 20 Uhr ins Bett und dort wird bis morgens um 6, halb 7 geschlafen – mit Unterbrechungen zum Stillen (im ersten Jahr etwa alle zwei Stunden, dann auch schon mal mit einer längeren Schlafzeit darunter, so um die drei, dreieinhalb Stunden). Es gibt oft den Rat, dass man sich anfangs als Mutter/Vater schlafen legen sollte, wenn das Baby schläft. Tagsüber habe ich das nur beim ersten Kind machen können. Seit Nr. 2 gehe ich deshalb mit dem Baby ins Bett – um 20 Uhr. Mit Smartphone und Kindle geht das gut – auch ohne Tagesschau via TV. Nur so bekomme ich den Schlaf, den ich brauche, um tagsüber für Familie, Job und Haushalt Kraft zu haben.
  • Guter Rat für Eltern (62/365): Viele Kinder, insbesondere kleine, möchten zum Einschlafen gerne ein kleines Lichtlein haben. Der Markt ist voll von entsprechenden Möglichkeiten. Ich habe sowohl verschiedene Nachttischlämpchen als auch Steckdosen-Nachtlichter ausprobiert. Letztendlich sind wir bei folgender Lösung gelandet, die bis heute am besten funktioniert: Jedes Kind bekommt eine Taschenlampe ins Bett. Der Vorteil: Damit kann man lesen, ohne die anderen im Zimmer zu stören. Und: Wer nachts mal aufs Klo muss, kann die Lampe mitnehmen und findet damit auch wieder zu seinem (oder meinem) Bett zurück. Wir achten dabei auch darauf, dass die Taschenlampen möglichst mit Muskelkraft betrieben werden können, um Batterien zu sparen. Allerdings machen manche Modelle einen Höllenlärm beim manuellen Aufladen – das stört dann die anderen Schläfer im Zimmer auch … ist also von Nachteil.
  • Guter Rat für Eltern (160/365): Ich vertraue meinen Kindern. Ich vertraue ihrem Gefühl für sich selbst. Ihrem urigen Gespür für Hunger und Sattsein. Ihrem Appetit. Ihrem Gefühl für die eigene Munter- und Müdigkeit. Deshalb darf auf den Tellern Essen liegen bleiben. Deshalb darf man vor dem Einschlafen reden,
    lesen, Musik oder Hörbücher hören, bis die Augen zufallen. Das geht gut – und die Kinder stehen morgens ohne großes Murren alleine auf und machen sich startklar für den Gang zur Schule.
  • Guter Rat für Eltern (182/365): Wenn es wie derzeit nachts sehr heiß ist, bekommen meine Kinder als Zudecke große Handtücher (eigentlich für den Strand) zum Zudecken. Der Kleinste schläft nur noch mit der Windel. Ich checke nachts ab und an in seinem Nacken, ob er schwitzt oder nicht. (Diese Grafik veranlasste mich zu dem Tipp.)
  • Guter Rat für Eltern (229/365): Unser Kleiner, jetzt 19 Monate alt, weiß sich durchzusetzen. Mit Vernunft dagegen anzugehen, ist nicht immer leicht. Als er eben (gegen 22 Uhr, längst Schlafenszeit!) nicht vom Badewannenrand wich, sich mächtig aufregte und mir lautstark und indem er sich die Windel vom Leib riss zu verstehen gab, dass er jetzt nichts als ein Bad wolle, habe ich erschöpft nachgegeben. Herrliche Ruhe – nur von einem kurzen Protestschrei unterbrochen, als er nach ’ner halben Stunde aus der Wanne gehoben wurde, nachdem er das Wasser abgelassen hatte – dann ein friedlich und schnell in den Schlaf gestilltes Kind. Nachgeben im passenden Moment ist echt stark, nicht schwach.

Guter Rat für Eltern: Kinder unterwegs

  • Guter Rat für Eltern (144/365): Meine Kinder leiden an der Reisekrankheit wie ich. Das schränkt unsere Ausflugsmöglichkeiten bei Sonnenwetter enorm ein. Sie reagieren bereits abwehrend, wenn nur ein Ausflug mit dem Auto oder Bus oder so auf Rädern in Aussicht gestellt wird. Nun ist Papa mit Nr. 4 alleine los und ich hüte die mittleren Kinder, die heute vormittag mit Papa schon schwimmen waren. Und denen auf dem 15-Minuten-mit-dem-Auto-Heimweg bereits so schlecht wurde, dass sie jetzt außerstande sind, mit mir rauszugehen. Die Armen! Mein Ausflug geht dann heute wohl nur nach Balkonien …
  • Guter Rat für Eltern (153/365): In einer Großstadt wie Hamburg geschieht es des Öfteren, dass eins der Kinder beim Überqueren einer Straße noch Grün erwischt, während ich bei Rot stehenbleibe. Solange sie noch jünger sind und diesen Stress nur schwer ertragen können, spiele ich dann über die Straße und den Verkehrslärm hinweg mit dem Kind „Herr Fischer, Herr Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Damit habe ich die volle Aufmerksamkeit meines Kindes und die Wartezeit ist im Nu überbrückt.
  • Guter Rat für Eltern (163/365): Unterwegs mit Kindern? Während Eleni Kämper für ihr alphabetario im Alltäglichen des Alltags überall Buchstaben sieht, halten wir nach Tieren Ausschau. Unser Bild des Tages: Frosch und T-Rex nach der Bauarbeit.
    Guter Rat für Eltern (216/365): Egal, wie viele Wechselklamotten man für die Kids am Wasser dabei hat, es sind nie genug. Nie.
    Guter Rat für Eltern (236/365): Wer mich kennt, weiss, dass ich mit meinen vier Kids mein Glückskleeblatt gefunden habe. Der erste Urlaubstag brachte nicht nur Sonne, Strand und Meer – sondern nach gefühlt 100 Jahren mal wieder Zeit fürs Rumsitzen, Blickschweifenlassen und jippieh! Finden eines Glueckssymbols. Wenn das kein Zeichen ist! Ein Moment, der genossen werden will!
    Guter Rat für Eltern (246/365): Ich habe heute morgen Hakenkreuze und rassistische Hetze auf einem Spielplatz entdeckt. Und die Entdeckung der Polizei gemeldet.

Guter Rat für Eltern: Kinderleben organisieren

  • Guter Rat für Eltern (141/365): Mit unseren vier Kindern haben wir viele Termine. Arzttermine. Elternabende. Ferien. Judo. Ballett. Schwimmen. Chor. Und vieles mehr. Damit uns kein Termin durch die Lappen geht, nutzen wir einen großen Familienkalender, wo alle Termine eingetragen werden. Das klappte bis gestern Abend prima. Leider ist uns der Elternabend der Vorschulklasse durch die Lappen gegangen. Ich war so entsetzt über meine Nachlässigkeit und hatte dem Vorschulkind gegenüber so große Schuldgefühle, dass ich heulen musste. Die drei großen Kinder trösteten, was sie konnten. Sie wollten sogar Schuld buckeln. Das habe ich nicht zugelassen. Mein Mann zeigte Erbarmen, wir seien auch nur Menschen, das geschehe nun mal. Ich fand das trotzdem schwer verzeihlich. Ich habe mich dann heute beim Abholen des Kindes persönlich bei der Vorschullehrerin entschuldigt.
  • Guter Rat für Eltern (143/365): So sehr ich täglich erlebe, dass ein geregelter Tagesablauf mit vielen erprobten und bewährten Ritualen meinen vier Kindern gut tut, so sehr bin ich auch dafür, bei sich bietender Gelegenheit die Tagesordnung über den Haufen zu schmeißen.
  • Guter Rat für Eltern (148/365): Manchmal kann ein Viertklässler noch nicht absehen, wie viel Zeit er wie über die Tage verteilen muss, um den Stoff für die Klassenarbeit zu lernen. Ich bin einerseits sehr wohl dafür, eigene Erfahrungen mit Aufschieberitis zu machen, gute wie schlechte. Andererseits nicht um den Preis, am Ende gar keine Zeit mehr zu haben, um Wissen aufzunehmen. Ich mische mich ein, wenn das Kind meine Hilfe einfordert, direkt oder indirekt. Und so sitze ich lieber noch am späten Samstagabend mit ihm zusammen, als erst am Sonntag – nur einen Tag vor der zu schreibenden Arbeit. So bleibt ein Großteil schon samstags im Gedächtnis haften und der Sonntag wird entspannter, weil das Wissen nur gefestigt werden muss.
  • Guter Rat für Eltern (157/365): Ich bin ein Listenmensch. Ich habe immer irgendeine Liste in der Mache. Meist im Kopf. So manche Liste steht aber auch auf Papier. Listen helfen mir, den trubeligen Alltag zu wuppen. Wem es ähnlich geht, dem empfehle ich die Listen-Sammlung: „Der Familien-Manager. Den Haushalt effektiv organisieren und planen“ von Susanne Reinhardt und Dieter Voss. Das 80-seitige Heft in DIN A4 enthält unzählige Listen-Vorlagen, darunter bewährte wie Telefonlisten, Einkaufslisten, TV-Konsum-Listen oder Checklisten für Anschaffungen, Kindergeburtstage und andere Feiern sowie Garantielisten,
    Anti-Einbrecher-Checklisten und viele mehr. Das Buch kostet 9,99 Euro und ist gerade im mvg-Verlag erschienen.
  • Guter Rat für Eltern (207/365): Meine Kinder haben dieses Jahr schon vom 14. Juli an Sommerferien, da unsere Grundschule komplett umzieht und schon früher dicht machte. Die Große hat am 31.8. „Einschulung“ am Gymnasium, der Große fängt am 27.8. an, die Lütte hat am 1.9. ihre Einschulung. Lange Ferien, die wir Großteils daheim verbringen. Zwei Wochen Urlaub auf Fehmarn stehen auf dem Ferienprogramm. Für die beiden Großen haben wir zudem einen Computerkurs an der VHS gebucht. Klar hätten die beiden auch unter unserer Anleitung viel lernen können, aber: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für uns alle besser ist, wenn jemand anderes die Kinder sowas lehrt. Die Kosten für externe Lehrkräfte (70 Euro pro Kind) nehme ich dafür gerne in Kauf.
  • Guter Rat für Eltern (209/365): Der lang ersehnte Urlaub naht. Damit ich nicht bis zum letzten Tag dies und jenes noch waschen muss, weil es unbedingt mit in den Koffer soll, gilt bei uns meine Ansage: Alles, was bis zum Tag X nicht im Wäschekorb landet, wird zum Abreisetag nicht mehr sauber. Das klappt gut – und nimmt mir etwas Stress.
  • Guter Rat für Eltern (211/365): Als Eltern müssen wir mitunter unsere Kinder zu ihrem Glück „zwingen“. So geschehen diese Woche, der „Zwang“ war der PC-Kurs, der von Mo bis Fr um 10 Uhr in der Innenstadt begann. Doch das morgendliche Wecken ging von Tag zu Tag besser, denn: Der Kurs kam bei den beiden Großen gut an. Das wurde vom Morgenmuffel aber erst am Mittwoch zugegeben, klar. Die beiden haben viel gelernt, danke Hamburger Volkshochschule!
  • Guter Rat für Eltern (232/365): Bei drei Schulkindern habe ich die ersten Ferientage gefühlt tausend Mal gebeten, die Ranzen zu leeren. Ich hätte es selbst machen sollen! Dann wäre mir der pelzige Bewohner der Brotdose, den ich heute kennenlernte, nicht begegnet. Wäre besser gewesen.
  • Guter Rat für Eltern (247/365): Von meiner Familie wurde ich zum Sammeln und Bewahren erzogen. Frei nach den Mottos „Was man hat, hat man!“ oder: „Wer weiß, wann man das noch mal braucht!“ Eine Grundhaltung, die zur Anhäufung von Besitz führt, wobei ich es im Laufe meines Lebens schon gelernt habe, mich ohne Schmerzen von Klimbim und Gedöhns trennen zu können. Doch mit vier Kindern sammeln sich haufenweise Klamotten, Schuhe, Bücher und Spielzeug an, die ich von Kind zu Kind „vererbe“. Für Nr. 4 habe ich säckeweise Klamotten im Keller, die im Zweifelsfall sieben Jahre dort warten, da der große Bruder genau diese sieben Jahre älter ist. Damit ist jetzt Schluss! Die nach Größe sortierten Sachen gehen direkt in die Kleiderkammer – als unser kleiner Beitrag für die Flüchtlinge in Hamburg. Die brauchen die jetzt. Obendrauf packen wir noch so manches, was wir angesichts des Bedarfs der Geflohenen gerne entbehren wollen. Auch die Kids habe ich noch einmal gebeten, sich von diesem oder jenen zu trennen. Das Teilen mit den Bedürftigen fühlt sich gut an. Und ich habe mir geschworen, dass ich nix „ersetze“. Denn unser Haushalt ist dank unserer Hilfe buchstäblich erleichtert.

Guter Rat für Eltern: Kinder beschenken

  • Guter Rat für Eltern (9/365): Dein kleines Kind wünscht sich heute dies und morgen das? Ich habe mit dem Kind zusammen eine Wunschliste gemalt (später können die Kids die auch selber schreiben und pflegen), die ich immer hervorgeholt habe, wenn über Wünsche geredet wurde. Gemeinsam haben wir regelmäßig aktualisiert, Prioritäten verschoben und gestrichen. Der Wunsch, der am innigsten gewünscht wurde, wurde, so denn möglich, bei nächster Erfüllgelegenheit erfüllt. Meine frei Großen haben so geübt, ihre Ungeduld in Zaum zu halten und erfahren, dass ein heißer Wunsch von vorgestern heute schon mal merklich abgekühlt sein kann. Und wir „wünschen“ unter erschwerten Rahmenbedingungen, da Oma im Spielzeughandel arbeitet. Mit den wachsenden Kids und der wachsenden Zahl der Kids habe ich zu Geburtstagen/Festtagen die Zahl der Wünsche, die erfüllt werden (nicht die der Wünsche, die man haben darf!) beschränkt. Das funktioniert gut, wenn alle mitmachen, die schenken – auch Oma!
  • Guter Rat für Eltern (17/365): Dein Kind hat einen großen Wunsch? Einen Herzenswunsch? Den Du aber nicht erfüllen kannst? Meine Große wünscht sich ein Pferd. Wenn sie mir gegenüber den Wunsch zum zigsten Mal äußert, antworte ich zum zigsten Mal: „Ich wünschte, Du hättest ein Pferd.“ Ich hänge dann kein argumentatives „Aber …“ ran, sondern male ihr aus, wie schön es wäre, ein eigenes Pferd zu haben. Zusammen träumen wir dann vom Glück, den ihr ein Pferderücken bringen würde. Wir malen Pferde, lesen Pferdebücher (inzwischen liest sie die allein) und schauen DVDs mit Pferdefilmen, damit sie ihren Traum wohl nähren kann. Im Urlaub auf Fehmarn hat sie einen Hufeisen-Führerschein gemacht. Wir nutzen jeden Pferderücken, der sich uns zum Reiten in den Weg stellt. Statt den Traum also vernünftig zu zerreden, geb‘ ich ihm Futter und lass‘ ihn meiner Tochter. Er tut ihr gut.

Ich wünsche mir ein Pferd, Mama!

 

  • Guter Rat für Eltern (81/365): Aus aktuellem Anlass: Zum 6. Geburtstag darf man sich wünschen, was man sich wünscht. Punkt! (Auch die …zigste Barbie).
  • Guter Rat für Eltern (146/365): Ich finde es immer wieder schwierig, die Entscheidung zu treffen, ob ein Lieblingsspielzeug, das unreparierbar entzwei oder verloren gegangen ist, original ersetzt werden soll oder nicht. Ich habe, so oder so schon falsch entschieden – doch das weiß ich erst jetzt aus der Rückschau. Mal blieb der Ersatz unbeachtet, mal fehlte ein Ersatz an allen Lebensecken und Bettkanten. Deshalb setzte ich mir jetzt meist einen Zeitrahmen, in dem ich beobachte, ob der Verlust erträglich für das Kind ist oder nicht. Dann versuche ich, mit dem Kind zusammen die richtige Entscheidung für sein Wohlbefinden zu treffen.

Guter Rat für Eltern: Kinderzeit vs. Mamazeit

  • Guter Rat für Eltern (108/365): Im Dreieck zwischen Job, Familie und Haushalt verliere ich mitunter den Blick auf mich. Heute, wo morgens beide Laptops schlapp machten, brauchte ich echt einen „Tritt“ von einem Außenstehenden, um mich nicht wegen der blöden Technik schwarz zu ärgern – was ja auch nichts an deren Nichtfunktionieren geändert hätte. Zum Glück aber rief justamente eine gutste Freundin an und sagte mir klipp und klar: „Da hilft nur eins: Lass die Technik links liegen und nutze die Zeit für Dich und Nr. 4. Unverhofft kommt ja bei Dir nun auch nicht oft…“ Das habe ich gemacht. Anderthalb Stunden Sonne tanken auf dem Balkon und rumdallern mit Nr. 4. Währenddessen hat das zweite Laptop 82 Updates geladen und zeigt sich jetzt gerade unerwartet arbeitswillig. Ich sage nur: Danke, Freundin für die klaren Worte!
  • Guter Rat für Eltern (116/365): Im Alltag mit einem Kleinkind wie meiner Nr. 4, 15 Monate alt, gibt es unzählige Situationen, wo ich denke, jetzt mach ich das erst gaaaanz schnell zu Ende, was ich gerade mache und dann, mein liebes Kind, bist Du gleiiiiich dran. Meist, komme ich doch nicht dazu, die Sache zu beenden, weil ich mich zuerst um die Belange des Kleinen kümmere, der andernfalls mehr als lauthals Protest einlegt. Ich zwinge mich deshalb immer öfter, sofort seine Bedürfnisse zu befriedigen. Dann zieht er glücklich ab (für den Moment) und ich kann doch ruhiger weiterarbeiten. Selbstverständlich nur für Minuten …
  • Guter Rat für Eltern (124/365): Ich gebe zu, ich bin ein Morgenmuffel (auch ein Grund, warum ich Journalistin wurde „wink“-Emoticon ). Augen auf und schweigen, das war immer so meins – seit ich Kinder habe, muss ich allerdings fast schon reden, wenn die Augen noch zu sind … Da ich aber Nr. 4 noch stille, der von dem Aufstehgetümmel der drei Vor- und Schulkinder allmorgendlich immer geweckt wird, genieße ich es, mit ihm liegen zu bleiben, während er trinkt und drei größere Kids das Bad stürmen, frühstücken (mal mit, mal ohne Hilfe von Papa), sich anziehen, ihre Frühstücke einpacken und Richtung Schule losstürmen. Die Gruppendynamik funktioniert dabei ganz gut. Ich werde nur zum Kämmen der beiden langhaarigen Mädchen gebraucht. Nach dem Winken am Fenster (Familienritual) könnte ich also wieder ins Bett verschwinden. Mache ich nach turbulenten Stillnächten auch …
  • Guter Rat für Eltern (147/365): Ein ruhiges Wannenbad zwischen vier Kindern mit Bedürfnissen, die tatsächlich oder gefühlt immer nur von mir, der Mutter, stillbar sind, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Fast. Denn die Erfahrung hat mich das gelehrt: Statt heimlich im Bad zu verschwinden und die Tür abzuschließen und dann das Geklopfe der Kids wegen einer bestenfalls mit Ja oder Nein zu entscheidenden Frage anzuhören oder und schlimmstenfalls einen ausufernden Streit schlichten zu müssen sowie das Gekratze der Katze zu ertragen – sage ich jetzt einfach: Ich bin im Bad. Die Tür bleibt angelehnt. Jeder könnte rein. Merkwürdigerweise kommt selten einer. Offene Türen muss man wohl nicht niederrennen.
  • Guter Rat für Eltern (166/365): Es gibt Momente mit kleinen Kindern wie meiner Nr. 4, fast 17 Monate alt, da sind sie so überfordert mit der Welt, dass ich als Mutter – egal, wo ich mit wem auch immer gerade bin, egal, was ich mit wem auch immer gerade tue – einfach nur eins machen kann: Kind schnappen, Ruhezone (bei mir ein Örtchen, wo ich mit dem Kind einigermaßen abgeschottet von der Welt bin) finden, bewährtes Beruhigungsritual praktizieren (ich stille) – und gut ist es. Versuche, das Beruhigungsritual hinauszuzögern, scheitern. Das habe ich mit vier Kindern gelernt. Menschen, die ich wann, wo und wobei auch immer deshalb stehen gelassen habe, verstehen das nicht immer. Aber im Nachhinein konnte ich das meist klären. Und auch das ist Erfahrung: So mancher Moment mit anderen ist so verloren, aber es ergeben sich neue. Immer wieder.
  • Guter Rat für Eltern (168/365): Familie und Job lassen mir kaum Zeit für Freundinnen. Ich nutze zwar Handy, Telefon, Skype und Facebook für das Aufrechterhalten meiner Verbindung zu meinen Freundinnen – aber das kommt einem echten Treffen nicht gleich. Umso mehr nutze ich gemeinsame Veranstaltungen (regelmäßige Trainings oder einmalige Termine) unserer Kinder, um mich mit Freundinnen auszutauschen. Das klappt auch, solange die Kids gut beschäftigt sind. Für die Elternzeit mit Kleinkindern muss das reichen. Doch ich freue mich auch schon auf Freundschaftszeiten ohne gleichzeitiges Kind(er)-im-Auge-behalten.
  • Guter Rat für Eltern (180/365): Das Monatsende ist in Sicht und ich fühle mich auch so ziemlich am Ende. Job, Familie, Haushalt sind eh schon kräftezerrend, aber ein Schuljahresend- und Grundschulzeitendmonat wie dieser Juni legt da nochmal eine Schippe drauf. Was mir in diesem Ausgepowertmodus hilft, sind lange Spaziergänge – am besten nur mit Nr. 4. Dabei kann ich schweigen, denken, mit offenen Augen „schlafen“ und durchatmen. Deshalb baue ich jetzt täglich einen Spaziergang in den vollen Terminkalender.
  • Guter Rat für Eltern (183/365): Die Studie hier („Kinder beklagen exzessive Smartphone-Nutzung ihrer Eltern“) guter Anlass, um das eigene Verhalten mit Smartphone & Co. mal zu checken – und gegebenenfalls zu verändern!
  • Guter Rat für Eltern (214/365): Urlaub auf Fehmarn heißt für uns auch: Zeit für Sport. Meine Kinder wollten beim ersten Mal unbedingt mit auf meine Joggingrunde. Von wegen mal Zeit nur für mich! Da ich beim Laufen jedoch tatsächlich nur vor mich hin schnaufe und zusehe, dass meine Füße machen, was sie sollen und nicht plaudere, waren sie so „enttäuscht“, dass ich seit Tag zwei alleine laufen kann. Herrlich!
  • Guter Rat für Eltern (220/365): Für uns Eltern ist Urlaub Zeit wie sonst auch. Lediglich die Arbeit entfällt. Uns ist wichtig, dass wir die freie Zeit großteils mit den Kids verbringen. Solange Nr. 4 noch klein ist, können wir uns auch nicht zu zweit abseilen. So versuchen wir uns gegenseitig wenigstens mal für ein, zwei Stunden kinderfreie Zeit zu verschaffen. Das klappt mal gut, mal weniger gut. Doch der Versuch zählt. Ich gehe während meiner Zeit joggen oder am Strand spazieren. Oder den Sonnenuntergang fotografieren. Das sind meine Momente.
  • Guter Rat für Eltern (238/365): Selbstverständlich denke ich als Mutter auch an mich. Unsere zwei Stunden mit Martha, der Eselin vom Eselhof Nessendorf, waren genauso mein Ding wie das meiner Grossen. Für uns beide war das eine Art Entschädigung für das Pferd, von dem wir als Kind träumten und träumen. Deshalb ist das hier einer meiner besten Shots:
  • Guter Rat für Eltern (239/365): Das war unser erster Urlaub mit Sandburgen. Ich kann mich nicht erinnern, als Kind welche gebaut zu haben. Manche Dinge tut man erst mit eigenen Kindern. Habe mich dabei gerne verausgabt. Dazu passt einer meiner Lieblingssprüche: „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!“
  • Guter Rat für Eltern (251/365): Memo an mich selbst: Sag ja, wenn eine gute Freundin zwischendurch mal spontan zu Besuch kommen will – immer. Für alltägliche Freundschaft muss Zeit sein – immer. Das einander Sehen, miteinander Reden, gemeinsam Lachen und beim anderen Ausheulen tut gut – immer.

Guter Rat für Eltern: Kinder & ihre Freunde

  • Guter Rat für Eltern (117/365): Darf man sich als Elter in die Freundschaften seiner acht-, neunjährigen Kinder einmischen? Ich habe das einmal gemacht, weil mein Kind mit einer Freundschaft unglücklich war und irgendwie immer unglücklicher wurde. Es kam selbst aus der Nummer aber nicht heraus, weil es Wunschvorstellung von und Realität der Freundschaft noch sehr verkannte. Als die Situation nicht mehr nur mein Kind, sondern auch die Familie (wegen des unglücklichen Verhaltens des Kindes) belastete, habe ich mich eingemischt und in stundenlangen Gesprächen zunächst vorsichtig auf das Missverhältnis der Freundschaft hingewiesen. Geben und Nehmen stimmten dort einfach nicht. Im Verlaufe der Gespräche bin ich dann auch deutlicher geworden – und habe klar gesagt, was mir an der Freundschaft missfällt. Dass sie mein Kind offensichtlich unglücklich macht. Es fiel meinem Kind schwer, sich von seiner romantischen Vorstellung einer ewigen Freundschaft zu verabschieden. Deshalb habe ich eines unglücklichen Tages gesagt, dass es mir reicht. Und ein geplantes Treffen der beiden „Freunde“ abgesagt. Mit etwas Abstand (es kamen die Ferien) gelang es uns, mein Kind wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Von der großen Unzertrennlichkeit von Freunden (die ich ihm von Herzen wünsche) träumt es bis heute …
  • Guter Rat für Eltern (140/365): Mein Kind kam einmal von einer Freundin und hatte ein Geschenk dabei. Ein Spielzeug, das ihr die Freundin geschenkt hatte. Mir war das sehr unangenehm, da ich fürchtete, mein Kind könnte „gebettelt“ haben. Ich sprach mein Kind direkt darauf an. Es meinte, es hätte nicht gebettelt, sondern nur gefragt, ob es das Spielzeug haben könnte. Also vergewisserte ich mich bei der Mutter der Freundin. Die bestätigte das – wenn auch intensive und nicht nachlassende FRAGEN und meinte, es sei alles ok. Ihr Kind hätte das Spielzeug doppelt und vor allem wollte es meinem Kind die Freude offensichtlich machen.
    Ich lernte so, dass Kinder einfach fragen. Und mein Kind bestätigte, dass es auch ein „Nein“ der Freundin akzeptiert hätte. Wir haben seitdem die Regel, in solchen „Möchte-ich-gerne-haben“-Situationen zunächst zu fragen, ob man das Spielzeug mal borgen dürfte. Und bei anhaltendem Besitzwunsch zu uns Eltern zu kommen mit dem Wunsch.

Guter Rat für Eltern: Kinder beschäftigen

  • Guter Rat für Eltern (13/365): Dein etwas größeres Kind langweilt sich und beschwert sich bei Dir darüber? Ich antworte in so einem Fall: „Gut. Jetzt lernst Du Langeweile kennen. Verbring ein bisschen Zeit mit ihr und erzähle mir danach, wie sie sich anfühlt. Du wirst sie öfters bei Dir haben. Ihr müsst miteinander auskommen!“ Meist ergibt sich daraus ein Gespräch. Etwa, wenn das Kind nach einem gefühlten Augenblick schon wieder kommt und sagt: „Mir ist immer noch langweilig.“ Dann sage ich: „Sie ist immer noch da?“ Versuch sie loszuwerden, wenn Du sie nicht ertragen kannst! Male, spiele, lese, schreibe … sie mag das nicht und verzieht sich dann. Du wirst schon sehen!“ Bei den Größeren versuche ich die Langeweile in bewusstes Genießen einer Auszeit zu verwandeln.
  • Guter Rat für Eltern (33/365): In unserer für sechs Personen und Katze doch manchmal zu wenig Ruhe bietenden 3-wie-2-Zimmer-Wohnung gelingt es uns Großen dennoch, am Wochenende ab und an auszuschlafen, Mittags zu schlafen oder in Ruhe zu arbeiten (zumindest, wenn das Baby schläft). Mit ein wenig technischer Hilfe, zugegeben: mehrere DVD-Player, Kopfhörer und eine große Kinder-DVD-Sammlung bieten zwischendurch immer mal eine willkommene Auszeit für Kinder und Eltern. Wozu ich noch schreiben muss, dass ich neue Filme zuerst immer gemeinsam mit den Kids schaue und nötigenfalls Erklärungen liefere.
  • Guter Rat für Eltern (47/365): Ich habe meine vier Kinder niemals in ein Laufgitter, auch Laufstall genannt, gelegt oder gesetzt. Der angebliche Sicherheitsaspekt, den dieser böte, war mir nie so wichtig wie die unbeschränkte Bewegungsfreiheit für meine Kleinen. Statt dessen habe ich die Kinder auch in der Wohnung fast nur getragen – und wenn ich beide Hände brauch(t)e, kamen und kommen sie entweder vor den Bauch oder auf den Rücken geschnallt. Ins Bad nahm ich sie anfangs im Autositz mit, seit sie sitzen können, sitzen sie in ihrem Stühlchen mit entsprechenden Anschnall-Gurten. Ein Alleinlassen in einem Laufgitter in einem anderen Raum für die Zeit, die ich auf dem Pott oder unter der Dusche verbringe, käme für mich niemals in Frage. Lieber spiel in allen Situationen im Bad den Kasper und hab das Kind dabei im Auge!
  • Guter Rat für Eltern (52/365): Der geplante Ausflug fällt wegen Regen and more buchstäblich ins Wasser? (Ich weiß, man könnte trotzdem fast jederzeit raus, wenn man sich entsprechend anzieht … aber mit Baby ist das immer so eine heikle Sache …) Gegen lange Kindergesichter hilft ein spontanes Indoor-Picknick im Wohnzimmer. Ich packe die Picknickdecke auf den Boden und serviere den Inhalt des Fressbeutels, den ich für den Ausflug gepackt hatte, darauf. Dann wird gegessen, getrunken, gelacht und wir spielen Spiele wie ich sehe, was, was Du nicht siehst – und stellen uns einfach vor, wir wären in Wald, Flur oder Heide. Wer sieht den braunen Bären, der scharf auf unsere Honigwaffeln ist, zuerst?
  • Guter Rat für Eltern (75/365): Bei uns gibt’s mitunter einen Stau vor der Badezimmertür. Kein Wunder: Sechs Menschen sind für ein WC ganz schön viele Klogänger. Für die Kinder haben wir deshalb direkt neben der Badezimmertür (außen) eine Maltafel aufgehängt, damit diese sich die Wartezeit so vertreiben können, dass weder dringendes Groß noch Klein in die Unterhose „treiben“. Klappt gut, die Ablenkung!
  • Guter Rat für Eltern (91/365): Während der gerade hinter uns liegenden Geburtstagsparty gab es auf einmal komplett unterschiedliche Beschäftigungswünsche der kleinen Gäste. Zuerst befürchtete ich, jetzt geht die Party schief – doch dann waren alle glücklich beschäftigt, wenn auch in mehreren Gruppen oder gar allein. Die einen bastelten, die anderen spielten mit den Geschenken und der Rest spielte mit unserer Katze, die sich das dankenswerter Weise gefallen ließ. Es lief alles anders als geplant, aber was soll’s: Hauptsache, rum – oder?
  • Guter Rat für Eltern (92/365): Was braucht man, um vier Kinder zu beschäftigen? Manchmal nur Papier und Stifte (allerdings ganz viel davon). Funktioniert hier heute schon seit Stunden. Herrlich. Seltener Moment. Muss ich festhalten.
  • Guter Rat für Eltern (94/365): Heute lassen wir den Hausputz erstmal warten, denn im April muss man die Sonne tanken, wenn sie scheint. Ein Spaziergang mit Stationen beim Bäcker, bei Oma im Spielzeugladen und auf dem Spielplatz. Toll. Der Putz war auch noch da, als wir reinkamen … Und während ich das hier schreibe, zieht sich der Himmel zu.blühender Baum
  • Guter Rat für Eltern (101/365): Meine Schulkinder machen ihre täglichen Hausaufgaben meist auf den Knien, selten am Küchentisch. Ich finde das ok, solange wir lesen können, was sie schreiben. Gestern stellte ich den Kindern einen neuen Hausaufgabenplatz in Aussicht: unseren Balkon. Heute haben wir aus einem Pflanzenfriedhof einen Balkon zum Sitzen gemacht. Drei Stunden harte Arbeit – an der sich die Kids mit so viel Elan beteiligten, wie ich es nicht für möglich hielt. Die haben säckeweise noch brauchbare Erde in den Garten geschleppt und verteilt. Müll entsorgt. Geputzt (Fenster), geschrubbt (Balkonmöbel) und gewischt (Boden). Das Ergebnis braucht noch einen neuen Tisch: Den haben wir eben gemeinsam ausgesucht. Ebenso die neuen Stuhlkissen für die geschrubbten Stühle. Und ein Miniplanschbecken für Nr. 4. Mögen die Paketboten kommen!
  • Guter Rat für Eltern (125/365): Vergleiche ich meine Kindheit vor 30plus Jahren mit der meiner vier Kinder zwischen 1 und 10, kann ich nur feststellen: Ich hatte viel mehr Zeit, in der ich mir selbst überlassen war. Diese Zeit habe ich durchaus positiv in Erinnerung. Nicht erinnern kann ich mich dagegen daran, dass ich zu meinen damals noch ungeschiedenen Eltern ging und um Entertainment bat, weil ich mich langweilte. Meine Kinder tun das heute. Gefühlt täglich. Einerseits fühle ich mich verpflichtet, ihnen konstruktive, noch dazu pädagogisch wertvolle Alternativen zum Rumsitzen und Löcher-in-die-Luft-Gucken aufzuzeigen. Immerhin lebte ich einst in einer Kleinstadt, in der ich beispielsweise problemlos alleine unterwegs war (Hamburger sagen hier: butschern), meine dürfen das heute mitten in Hamburg nicht. Andererseits habe ich keine Lust mehr, dieser vermeintlichen Pflicht nachzukommen. Ich werde das in den anstehenden Ferien testen. Sollen die mal machen, was sie wollen. Mal sehen, was dabei rauskommt. Ich bin gespannt.
  • Guter Rat für Eltern (130/365): Tolles Spiel für die ganze Familie: Welchen Spitznamen würdest Du Papa, Mama, Oma, Bruder oder Schwester geben? Bei uns kam gerade für den kleinsten Windelkacker, der zurzeit schwertfegend durch die Wohnung rennt, folgender Vorschlag: „Ritter Stinksalot“. Herrlich!
  • Guter Rat für Eltern (132/365): Was tut man mit Kindern, die bei der Aussicht auf einen laaangen Spaziergang die Augen verdrehen (durchaus verständlich, keine Frage!), obwohl sie gerne draußen sind? Ich habe so einiges ausprobiert. Manchmal klappt eine große Runde gut, wenn ich beispielsweise (m)ein erstes Zwischenziel zum Ziel mache und dort angekommen ganz spontan ein neues Zwischenziel ausrufe. So laufen wir von Station zu Station … Ein anderer Trick: Jeder darf sich beim Spazieren auf seinem Lieblingsfortbewegungsmittel (Roller, Fahrrad, Laufrad, Inliner, Skateboard) fortbewegen. Oder: Unterwegs Lieblingsplätze (Spielis, Kickerwiesen o.ä.) passieren und kurze Aufenthalte einplanen. Zur Not hilft auch Bestechung (Eisdiele …). Manchmal klappt nichts von alledem – dann gehe ich meine Runde und nehme nur mit, wer wirklich mit will. Zur Not kann man mich auf dem Handy erreichen und fragen, wann ich wieder zur Tür reinkomme. 
  • Guter Rat für Eltern (145/365): Wir waren heute allesamt Wildkräuter sammeln, um einen selbst gepflückten Salat zu machen: Giersch, Löwenzahn, Vogelmiere und mehr haben wir gefunden. Merke: Salat muss nicht aus dem Laden kommen. Und: Es gibt so viel Essbares draußen!
  • Guter Rat für Eltern (159/365): Ich brauchte für die „Über mich“-Seite meines neuen Blogs (Blogrelaunch ist in der Mache) dringend ein neues Foto von mir. Wer mich kennt, weiß, dass das eine schwierige Aufgabe ist. Ich kann mich meist nicht leiden, wenn ich Bilder von mir sehe. Meiner Kamera traue ich aber sehr. Also habe ich mir dasjenige meiner Kinder geschnappt, das in Sachen Fotografie am wenigsten Selbstvertrauen hat. In Sachen Styling und Präsentation jedoch ordentlich was drauf hat. Wir sind dann gestern, am Sonntagmorgen, losgezogen zu einer schönen Location in Fußmarschnähe. Auf dem Weg dorthin habe ich das Kind mit den wichtigsten Infos zur Porträtfotografie vertraut gemacht. Dann habe ich erstmal das Kind platziert und fotografiert. Und die Kamera bestmöglich eingestellt. Anschließend haben wir die Rollen getauscht. Zwischendurch haben wir die Fotos beguckt, uns schlapp gelacht und weitergemacht. Aus Fotofehlern lernt man direkt und sofort. Ich genauso wie das Kind. Die Ergebnisse dieses Spaziergangs: Ein tolles Mutter-Kind-Gespräch (Nr. 4 war zwar dabei, schlief aber zumeist im Buggy und schwieg zu unserem Gerede), mindestens ein Foto von mir, das mir gefällt (hab’s gleich hier als Profilbild genutzt, um auch dem Kind zu zeigen, dass es einen tollen Job gemacht hat) und ein Kind, das stolz war, gute Fotos gemacht zu haben.
  • Guter Rat für Eltern (161/365): Meine Kids schauen seit Erscheinen der DVD mit großem Spaß den Film vom Paddington Bär. Der ist aber auch wirklich großartig, auch für uns Große. Da geht’s unter anderem um eine Rohrpost. Meine Kinder fragten mich, ob es sowas wirklich gäbe. Hah! Ich habe sie mir bei erster Gelegenheit geschnappt und einen Ausflug zu einer Apotheke in der Osterstraße gemacht, von der ich wusste, sie arbeitet mit Rohrpost. Mann, haben die Augen gemacht! Ähnlich haben wir übrigens auch den Paternoster in den Grindelhochhäusern erkundet. So macht mir die Welt entdecken Spaß! Immer wieder!
  • Guter Rat für Eltern (184/365): Hitzewelle. Ich bleibe mit meinen Kids möglichst viel in der kühlen Wohnung. Der beschattete Balkon wird zum Wasserspielplatz mit Mini-Pool für Nr. 4, der Nr. 3 auch noch als Sitzbadeplatz reicht und allen anderen zur Fußbadewanne wird. So lässt sich die Hitze ertragen. Zu essen gibt’s jede Menge Wassereis und Obst. Am Ende des Tages schütten wir das Badewasser auf unsere Pflanzen. Maximale Ressourcennutzung!
  • Guter Rat für Eltern (186/365): Auch mitten in der Stadt gelingt es uns immer wieder mal, ein wenig Landhaus-Leben zu praktizieren. Gestern Abend, als endlich der Regen kam, durften meine Kids – so sie denn wollten – hinaus in den Hinterhof-Garten und sich eine himmlische Dusche holen. Ein herrlicher Spaß für die Größeren, den Nr. 4 einfach mal eben mitmachte. Der hatte den ganzen Nachmittag seinen Minipool auf dem Balkon kaum verlassen – und sorgte platschquietschenass dafür, dass eine Stillsitzung zwischendurch selbst mir zur Abkühlung gereichte.Baby im Minipool
  • Guter Rat für Eltern (196/365): Die Sommerferien haben heute für uns begonnen. Zwei Tage früher als sonstwo in Hamburg, denn unsere Grundschule zieht für Monate (Jahre?) wegen umfangreicher Bau- und Sanierungsarbeiten komplett in ein anderes Schulgebäude (liegt noch dichter an unserer Wohnung „wink“-Emoticon ). Das heißt: sechs Wochen schulfrei. Den wichtigsten Rat für die Ferien hat uns gestern die Direktorin des Gymnasiums mitgegeben, auf das die Große kommt: „Denken und reden Sie mit Ihren Kids in den Ferien nicht über Schule!“ In diesem Sinne: Wandert, malt, singt, langweilt Euch, lest, spielt, sportelt!
  • Guter Rat für Eltern (201/365): Unsere erste Ferienwoche ist fast um. Im Rückblick gab es einige Gelegenheiten für freies Spiel/ freie Beschäftigung. Allerdings viel weniger als ich sie einst als Kind in der Kleinstadt oder zu Besuch auf dem Dorf hatte. Geschuldet ist das zuallererst der Großstadt und meinen begrenzten Möglichkeiten, die Kinder aufs Land zu karren. Das ist nahezu unvereinbar mit meinem Job. Ich habe mir jedoch fest vorgenommen, die Kids in den kommenden Wochen nach Draußen zu schicken, um sie im Viertel butschern zu lassen – ohne Aufgabe, ohne Aufsicht – eben: frei. Why Free Play Is the Best Summer School
  • Guter Rat für Eltern (218/365): Selbstverständlich haben unsere vier Kids nicht ständig Lust auf dieselben Sachen. Die Urlaubsinsel Fehmarn ist deshalb von uns so heiß geliebt, weil sie zig Angebote auf kleinem Raum für Kids anbietet. Während unser Sohn in dem einen Dorf mit Papa beim Bogenschiessen ist, sind die Mädels bei der einheimischen Künstlerin im Atelier. Und ich spaziere mit Nr. 4. So haben alle was zu tun, anschließend einander was zu erzählen und zu zeigen und keiner geht dem anderen ständig auf den Keks.

Guter Rat für Eltern: Kinder beruhigen

  • Guter Rat für Eltern (14/365): Dein Kleinkind quengelt ohne ersichtlichen Grund? Du hast schon alles versucht, aber nix heitert es auf? In so einem Fall habe ich meine Kinder – so sie denn sitzen konnten – in die Badewanne gesetzt. Das warme Wasser und der von der Wanne quasi begrenzte Raum bewirkten meist, dass sich das Kind entspannte und beruhigte. Mit etwas Spielzeug beschäftigte es sich irgendwann so konzentriert, dass auch ich – auf dem Klodeckel sitzend – durchatmen und ein wohl gelauntes Kind beobachten konnte.
  • Guter Rat für Eltern (53/365): Mitunter sind meine Kinder am Ende des Tages ganz schön aufgedreht. Und kommen nur schwer runter. Da am nächsten Tag aber schon wieder das pralle Leben auf sie wartet, versuche ich sie mit folgendem Ritual zu beruhigen: Das große Ameisenkrabbeln. Das geht so: Legt Euch jetzt mal ganz entspannt ins Bet. Ruhe. und stellt Euch eine Ameisenfamilie vor: Papa, Mama, Kinder, Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen und und und. Kurz: Ein ganzer Haufen Ameisen. Und die wandern jetzt eine hinter der anderen durch Euren Körper. Bis zum großen Zeh. Zu dessen Nachbarn und auch zu dessen Nachbarn. Vom kleinen Zehn geht’s wieder zurück. Spürt Ihr das angenehme Kribbeln der klitzekleinen Ameisenbeinchen? Sie krabbeln in die Finger, die Ohrmuscheln, die Haarspitzen.“ Je deaillierter ich das Kribbeln und Krabbeln ausmale – immer mit ruhiger Stimme – desto besser. Nach gut zehn Minuten Ameisenkrabbeln sind meine Kinder recht ruhig und reif für die Einschlafgeschichte, das Einschlaflied oder Ähnliches.
  • Guter Rat für Eltern (57/365): Heute (26.2.) ist der Tag‬ des‬ ‪‎Märchenerzählens‬. Dazu habe ich einen passenden Rat: Meine Kinder fanden und finden viele Märchen einfach nicht schön und manche sogar gruselig. Ich mag – zugegeben – auch viele Märchen nicht, betrachte sie jedoch als Kulturgut. Deshalb finden sie bei uns auch statt. Aber: Als Märchen zum Einschlafen eignet sich eben nicht jedes. Deshalb habe ich eingeführt, dass jedes Kind mir eine Figur nennen darf und ich daraus eine Geschichte „stricke“. Live on Air. Varianten gibt es auch: Ein Kind erzählt eine eigene Geschichte. Oder die Kinder teilen sich eine und erzählen immer abwechselnd ein Stückchen. Die so entstehenden Märchen sind schön, voller Phantasie und fast immer mit einem Bezug zu uns. Unsere Märchenstunde hat inzwischen auch schon Tradition – und auf einen Erzähler warten wir ja noch.
  • Guter Rat für Eltern (69/365): Dein Baby oder Kleinkind weint und kann sich nicht beruhigen? Es ist warm, sauber und satt? Dann hilft es mitunter, sich mit dem Kind vor einen Spiegel zu stellen, um es zu beruhigen. Das funktioniert sogar noch bei größeren Kids …
  • Guter Rat für Eltern (74/365): Letzter Ferientag. Bei uns meist ein herrlicher Schlumpftag, an dem, wer will, den ganzen Tag über im Pyjama abhängen darf. Gemacht wird nur, wozu man Lust hat (und was unbedingt getan werden muss). Erst gegen Abend legen wir den Hebel von Ferien auf Schule um, damit wir den Schlumpftag möglichst ganz lange genießen können. Erst abends werden die Schulranzen vorbereitet, die Klamotten für morgen rausgesucht und die Schulbrote geschmiert. Die Kinder gehen baden oder duschen. Fertig. Der Stress des Schulalltags kann kommen.
  • Guter Rat für Eltern (88/365): Ich hatte/habe für alle meine Kinder Notfall-Lieder. Die werden gesungen, wenn das Baby/Kleinkind „gerettet“ werden muss: aus einer Heulerei, einem Wutanfall oder wasweißichwas auf dem Wickeltisch. Am besten funktioniert „Old MacDonalds hat ein Haus …“, denn die unzähligen Tiergeräusche lenken hervorragend ab. Inzwischen hat sich das Ganze so ritualisiert, dass jeder von uns, der in Babystress gerät, sofort anfängt, das Lied zu singen … bis die Lage sich beruhigt.
  • Guter Rat für Eltern (90/365): Ein bevorstehender Geburtstag samt Party versetzt meine Kinder in hellste Aufregung. Der Stress, den der Geburtstag bereitet, ist insbesondere für das Geburtstagskind nur schwer zu ertragen. Und so geschieht es immer wieder, dass es an seinem Geburtstag in Tränen ausbricht. Die Auslöser der Tränenflut sind aus Sicht der Eltern mitunter banal – das Kind aber bringen sie zum Weinen. Da hilft nur: ganz viel liebevoller Trost. Am besten in einer kurzen Auszeit, fern von der Gästeschar. Ich habe auch schon mal das weinende Geburtstagskind aus dem Jubel-Trubel gefischt und einfach ’ne halbe Stunde allein spielen lassen. Oder mit Papa raus geschickt zu einer Runde frische Luft schnappen. Das hilft, sich zu beruhigen und innere Stärke zurückzugewinnen.
  • Guter Rat für Eltern (99/365): Dass das Mantra „Ohm“ im Yoga helfen soll, zur Ruhe zu kommen, richtig zu atmen, sich aufs ich zu konzentrieren, weiß man ja. Ich habe bei meiner Nr. 1 schon einen Laut zur Beruhigung benutzt, der bei den anderen Kids auch gewirkt hat. Er klingt wie Aaajiiiiiiiiiih und ist damit mein ultimatives Babymantra.
  • Guter Rat für Eltern (194/365): Morgen ist für meine Große der letzte Schultag ihres Grundschullebens und der erste Treffpunkt mit der neuen Gymnasialklasse inklusive Lehrern und Eltern. Sie ist dieser Tage sehr traurig und ebenso gespannt auf das Neue, was kommt. Kurz: Ich erlebe bei ihr derzeit ein totales Auf und Ab der eh schon geschüttelten vorpubertären Gefühle. Ich habe mir die Große und Nr. 4 heute deshalb zu einem langen Spaziergang (4 Stunden) geschnappt und einfach mal alles beredet, was es so zu bereden gibt. Wir haben zwischendrin auch Sport gemacht: Hulahupp-Reifen war im Innocentia-Park dabei. Und Sandkasten-Spielzeit mit Nr. 4 war auch. Das hat uns drei gut entspannt – denn aufregend wird’s morgen von ganz allein.
  • Guter Rat für Eltern (202/365): Meine Mutter beaufsichtigte neulich bei schönem Wetter alle vier Kids draußen, während ich daheim arbeitete (zuerst für Geld am Computer, dann unentgeltlich im Haushalt). Da die Gelegenheit günstig war, bin ich noch schnell in den Supermarkt gesprungen. Während des Bezahlens klingelt mein Handy: Mamanotruf! Mein Kleinster, fast 18 Monate, hatte mich beim Heimkommen nicht in der Wohnung vorgefunden und schrie sich deshalb vor Enttäuschung das Herz aus dem Leib. Niemand konnte ihn beruhigen. Klar bin ich nach Hause gerannt. Kaum sah mein Lütter mich, sprang er in meinen Arm und beruhigte sich dort schnell. Ähnlich war es heute, als ich in den Wäschekeller ging, während er schlief. Er wachte auf und war mit Oma und den Geschwistern allein. Und brüllte, so dass ich ihn im Keller hören konnte. Nix wie hoch! Verabschiede ich mich „offiziell“, stört ihn weder mein Abstecher in den Supermarkt noch in den Keller – er bleibt zufrieden im Kreis seiner Lieben. Solange diese Phase andauert, werde ich mich danach richten.

Guter Rat für Eltern: Kinder fühlen

  • Guter Rat für Eltern (33/365): Ich halte wenig davon, meinen Kindern immer eine sorglose, lustige, entspannte Seite zu zeigen. Das heißt, wenn ich traurig bin, wütend oder was auch immer, dann merkt meine Familie, merken meine Kinder das auch. Und wenn ein Kind meine Gefühle sieht und nachfragt, gebe ich ihm auch einen guten Grund für meine Trauer, Wut oder was auch immer. So lernt es, Gefühle zuzulassen, zu zeigen und mit Gefühlen umzugehen, kurz: Gefühle zu leben.
  • Guter Rat für Eltern (58/365): Meine Kinder haben Tage, da sind sie mit allem unzufrieden. Solche Weltschmerztage, Meckertage oder Maultage sind anstrengend, wenn man wie ich fast immer der Blitzableiter für all den Weltschmerz, das Gemecker und Gemaule ist. Bevor ich am Mittagstisch, zu dem wir nach dem Eintreffen der Schulkinder (noch) alle zusammenkommen und an dem jeder seine Redezeit (Weltschmerzzeit, Meckerzeit, Maulzeit) bekommt, zu rauchen und dampfen anfange, fordere ich meine Kinder auf, kurz darüber nachzudenken, ob es nicht auch /einen guten, schönen, lustigen Moment an diesem Tag gab, in dem sie sich zufrieden fühlten. Meist finden sie den auch. Und mitunter gelingt es uns so, die Stimmung zu heben und den Rest des Tages zu retten. Mir und den Kindern selbst.
  • Guter Rat (118/365): Es passiert, dass ich meinen Kindern etwas verspreche (á la: Morgen machen wird das oder das … Eis essen, DVD gucken), das ich nicht halten kann. Das ist blöd, aber mitunter bin ich machtlos, wenn etwas dazwischen kommt (ein eiliger Auftrag zum Beispiel). In so einem Fall entschuldige ich mich natürlich bei den Kids. Und suche nach einer „Notlösung“. Die finde ich nicht immer. Noch blöder. Deshalb sage ich dann den Kids, dass ich ihren Frust gut verstehe. Und zeige ihnen, dass auch ich von der Situation nicht gerade begeistert bin, als Freie jedoch in einer gewissen Abhängigkeit stecke. Sie verstehen das vielleicht noch nicht in vollem Umfang, aber können dann irgendwie besser mit dem Frust umgehen.
  • Guter Rat für Eltern (165/365): Stadtkindern entgeht so manche Gelegenheit, einfach mal Krach zu schlagen, wie sie wollen. Zumindest, wenn sie wie meine in einem Mietshaus mitten in der Großstadt wohnen und man Rücksicht auf die Nachbarn nehmen muss. Doch einmal im Jahr fährt direkt an unserem Haus der Motorradkonvoi vorbei, der im Anschluss an den HHer MoGo, den Hamburger Motorradgottesdienst, stattfindet. Dieses Jahr zum 32. Mal. Innerhalb einer halben Stunde passieren mehr als 30.000 Motorräder unser Haus. Meine Kinder dürfen dann Trillerpfeifen, Rasseln und andere Krachmacher benutzen, winken und rufen und schreien und brüllen und kreischen und juchzen, wie sie wollen. Ein Riesenspaß! Und grad vorbei …
  • Guter Rat für Eltern (245/365): Einen Wunsch, den der Schuldirektor uns Eltern anlässlich der gestrigen Einschulung auch noch mit auf den Weg gab, ist der: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer ein Ohr für Ihre Kinder haben – auch für das, was nicht gesagt wird!“ Mein wortkargstes und introvertiertestes Kind wird heute 9. In den 9 Jahren habe ich ganz sicher das eine oder andere nicht gehört, was er gesagt und „nicht gesagt“ hat. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass zwischen den beiden lautstarken Mädels (Nr. 4 wird nach jetzigem Entwicklungsstand wohl ähnlich) auch ein leiser Junge ist, der seine Bedürfnisse und Wünsche am liebsten unter vier Augen äußert. Ich muss ihm also Gelegenheiten verschaffen und signalisieren, dass er mich jederzeit um ein/en Gespräch/stermin bitten kann.

Guter Rat für Eltern: Kinder verarzten

  • Guter Rat für Eltern (37/365): Wachsen tut mitunter ganz schön weh. Typischerweise nachts am meisten. Meine Kinder wachen von Wachstumsschmerzen auch mal mitten in der Nacht auf und brauchen Trost. Anfangs hatte ich homöopathische Mittelchen, die ich mit ganz viel Zuwendung verabreichte. Irgendwann waren die alle und zur Notapo wollte ich des Nachts nicht extra. Da habe ich eine Bio-Hautcreme aus meiner Reserve geholt und zur speziellen Wundercreme gegen Wachstumsschmerzen erklärt. Allein die Massage damit und Ansprache dabei reichten, dass das Kind sich beruhigte und weiterschlafen konnte. Fortan durfte die Creme nur diesem Zweck dienen und konnte auch vor dem Zubettgehen aufgetragen werden – rein prophylaktisch.
  • Guter Rat für Eltern (38/365): Kindermedis werden oft als Saft oder Zäpfchen verabreicht, weil das einfacher ist, als eine Tablette. Doch manchmal geht’s halt nicht anders: Dein Kind soll eine Tablette schlucken und weigert sich mit Händen und Füßen, dies zu tun? Keine leichte Situation – weder fürs Kind, noch für die Eltern. Für letztere gilt: Unbedingt Ruhe bewahren. Ich weiß, wovon ich spreche. Schulkinder kann man mitunter schon mit Vernunft dazu bringen, die Tablette zu schlucken. Am besten legt das Kind die Tablette auf die Zungenspitze, trinkt einen Schluck Wasser und wirft den Kopf samt Tablette im Mund in den Nacken – und schluckt. Kleinere Kinder dazu zu bewegen, die Tablette zu schlucken, kann schwierig(er) werden. Tablette zerkleinern geht auch nicht immer, manche Tabletten müssen schließlich den Magen unbeschadet passieren (Kapseln). Tablette mit Speisen (etwa Brot) zu schlucken, geht nur, wenn die Tablette zerkaut werden darf. Dafür am besten mit dem Doc reden. Letzte Rettung: Gebt dem Kind etwas, was es gewöhnlich runterschlingt – ohne es klitzeklein zu zerkauen. Und dann weist man das Kind darauf hin: „Siehste, das Stückchen Apfel oder wasweißichwas eben haste auch nicht doll zerkaut! Die Tablette ist viel kleiner … Du schaffst das!“ Zur Not hilft es auch, das Kind alleine zu lassen – meine haben’s ohne mich daneben besser hinbekommen.
  • Guter Rat für Eltern (43/365): Dein Baby hat sein erstes Schnupfennäschen? Es bekommt kaum Luft und kann deshalb nicht gut trinken, schlafen und überhaupt? Bitte unbedingt stillen, was die Brust hergibt, denn auch das hilft schon, Schnodder hintenrum zu schlucken. Die Nase vom Schleim zu befreien, ist schwierig. Ich finde, dass die Handpumpensauger aus der Drogerie nicht gut funktionieren. Manchmal hilft’s, das Baby in die Wanne zu setzen, der Wasserdampf lockert feste Schnodder. Vorsicht bei Badezusätzen mit ätherischen Ölen! Die können Babys Haut und Schleimhaut reizen. Wer das nicht will, kann auch eine Weile die Dusche laufen lassen und sich mit dem Winzling auf dem Schoß dicht daneben setzen, damit dieser die wasserdampfgeschwängerte Luft einatmet. Im Sommer hilft auch eine Sitzung vor dem geöffneten Kühlschrank mal. In der Nase popeln kann man gut mit der gedrehten Ecke eines Papiertaschentuchs. Ich kenne sogar Eltern, die in der Verzweiflung mit dem eigenen Mund das Babynäschen abgesaugt haben – man muss sich nur zu helfen wissen! Erst beim vierten Baby habe ich die Staubsauger-Absaug-Lösung vom Arzt meines Vertrauens empfohlen bekommen und tatsächlich benutzt. Was soll ich schreiben? Der Nasensauger von Klugzeug (um die 20 Euro) funzt prima. Feucht halten kann man die Nase mit Muttermilch (darf nicht ins Auge kommen!) oder einer milden (!) Salzlösung. Zum Abend kann man auch abschwellende Nasentropfen verabreichen (nur sparsam!). Damit der Schleim auch beim Schlafen abfließt, hilft es, das Köpfchen etwas höher zu betten, zum Beispiel mit Hilfe eines Hand- oder Moltontuchs.
  • Guter Rat für Eltern (59/365): Heute aus dem Wartezimmer der Kindernotaufnahme: Ich bin ja relativ entspannt, wenn meine Kinder das ein oder andere Wehwehchen haben. Zugleich fackel ich keine Sekunde, wenn ich unsicher bin, was es sein könnte. Denn diese Unsicherheit ist furchtbar. Ich gehe lieber einmal mehr zum Doc als … Ja, Ihr wisst schon. Bisher habe ich noch nie erlebt, dass ein Arzt dafür kein Verständnis hatte. Und so sitze ich jetzt hier und warte …
  • Guter Rat für Eltern (77/365): Heute morgen war der Schulamtsarztbesuch von Nr. 3. Ich war wegen der Erfahrung mit Nr. 1 und 2 kaum mehr aufgeregt. Also nur noch ein ganz kleines bisschen. Meine Nr. 3 war aufgeregt. Mehr als ein bisschen. Ich habe ihr gesagt, sie solle einfach mitmachen und möglichst laut und deutlich sprechen. Das hat sie offenbar prima hingekriegt. Nur als der Arzt Quatschwörter vorsagte, die sie nachsprechen sollte, meinte sie, das sie so einen Quatsch nicht laut sagen wolle. Also hat er es ihr von den Lippen abgelesen, als sie die komischen Silbenschlangen lautlos formulierte. Ging auch. Der Arzt fand das gut. Und gab mir auf den Weg, entspannt zu bleiben.
  • Guter Rat für Eltern (154/365): Unsere Nr. 4 wurde heute Nacht zum ersten Mal von einer Mücke gestochen. Wie schon bei den Geschwistern entwickelte sich der erste Stich zu einem monströsen Etwas – mitten auf der Wange. Ich schiebe die heftige Reaktion auf die erstmalige Auseinandersetzung des Körpers mit dem Mückensekret (Proteine gegen Blutgerinnung) und habe die Stelle mehrfach desinfiziert mit Octenisept und mit Hilfe eines Kühlpacks gekühlt, da die Quaddel das Kind sehr gejuckt hat. Welche Erfahrungen habt Ihr mit Mückenstichen bei Euren Kids gemacht? Habt Ihr ein bewährtes Hausmittel?
  • Guter Rat für Eltern (167/365): Wenn Du Zweifel an einer ärztlichen Diagnose hegst, dann hole eine zweite Meinung ein. Und wenn Du im Internet recherchierst, dann versuche, die Extreme zu Deiner Diagnose, von diesem wie von jenem Ende des Regenbogens an Erfahrungen anderer damit, als das zu werten, was sie sind. Extreme Erfahrungen. Jedes Schicksal ein Einzelfall. Und nicht unbedingt auf Dich oder Dein Kind übertragbar.
  • Guter Rat für Eltern (203/365): Bei einem Anderthalbjährigen ist es offensichtlich schwierig, ein Gefäß zum Setzen einer Narkose zu finden. Die platzen dabei schnell oder sind gar nicht erst auffindbar. Das erneute Versuchen und wiederholte Scheitern des Legens eines Zugangs bringt mitunter sehr viel mehr Stress fürs Kind und die Erwachsenen, die es halten, in unserem Fall: uns Eltern, als ich mir jemals in meinem Leben hatte vorgestellt. Top-‪Adrenalin-Pegel. Zum Glück hatte uns unser Kleiner nach dem erfolgreichen Eingriff genauso lieb wie vorher …
  • Guter Rat für Eltern (204/365): Nach einer Vollnarkose tut die liebende Person im Aufwachraum, die ihr noch schlafendes Kind im Auge hat, in unserem Fall: ich, sehr gut daran, das Kind nicht zu streicheln und somit früher, als es von alleine aufwachen würde, aus seinem Schlaf zu holen. Andernfalls könnte das Kind eher quengeln, als wenn es von alleine aufwacht. Ich habe mich an diesen Rat des Anästhesisten gehalten und geduldig gewartet, bis der Lütte wieder aufwachte. Der wollte gleich gestillt werden und hatte so eine gemütliche Aufwachzeit.
  • Guter Rat für Eltern (205/365): Vor einem Eingriff wie einer Behandlung des Kindes unter Vollnarkose beruhigte mich nichts mehr als das ausführliche Gespräch mit dem Anästhesisten, der mein Kind am nächsten Tag betäuben würde. Ich habe in dem Telefonat GsD Vertrauen aufbauen können, so dass ich am kommenden Tag mein Kind leichter in die Hände des Arztes übergeben konnte. Geholfen hatten auch Gespräche mit Freundinnen, deren Kids eine ähnliche Behandlung bzw. eine Behandlung unter ähnlichen Umständen beziehungsweise eine Behandlung in derselben Praxis haben durchgemacht. Nicht so sehr hat geholfen: die Internetrecherche.
  • Guter Rat für Eltern (215/365): Mein Sohn halbierte sich am dritten Urlaubstag spätabends einen seiner bleibenden Schneidezähne. Zuerst hatten wir vor, mit ihm auf Fehmarn zum Zahnarzt zu gehen. Doch wir entschieden uns dagegen. Zu all dem Stress noch einen unbekannten Zahnarzt, das wollten wir nicht. Also habe ich am nächsten Morgen ganz früh mit unserem Zahnarzt in Hamburg telefoniert, Bilder geschickt, den Unfallhergang und Symptome geschildert und einen schnellen Termin für den selben Tag ausgemacht. Vater und Sohn haben dann einen Tagesausflug nach Hause zum Zahnarzt gemacht. Zum Glück konnte der das Fragment ankleben … Und ich sag immer, Fehmarn ist so dicht als Urlaubsort, da kann man im Notfall auch schnell mal zurück nach Hamburg fahren …

Guter Rat für Eltern: Kinder warnen

  • Guter Rat für Eltern (44/365): In unserem Viertel gibt es immer wieder mal sogenannte Mitschnacker, die vor unserer und anderen Grundschulen lungern und unter einem verlockenden Vorwand (Babykaninchen im Auto zum Beispiel) oder im angeblichen Aufrag der Eltern versuchen, die Kinder zum Mitgehen zu überreden. Wir haben deshalb den Rat von Experten angenommen und mit unseren Kindern ein ganz spezielles Codewort vereinbart, das ein Fremder, der sie in unserem Auftrag anspricht und „mitnimmt“, kennen müsste. Vor dem Gelocke mit niedlichen Babytierchen warnen wir direkt: „Geh‘ nicht mit einem Fremden mit, denn er könnte Dir Böses antun. Leider kann man auf den ersten Blick nicht erkennen, ob es ein Mensch gut mit Dir meint oder böse.“ Meine Kinder wissen, dass es „böse“ Menschen gibt. Und dass die sich mitunter gut verstellen können.

Guter Rat für Eltern: Kinder & Tiere

  • Guter Rat für Eltern (67/365): Wir haben heute den Frühling begrüßt. Im Wald von Rissen, am Stadtrand. Und sind so vielen Fruhlingsboten begegnet, die gute Laune machten (Baum mit weinendem Herz und unten Ameisenvolk und oben Peacezeichen). Wir haben die Kids herumtollen lassen, bis sie nicht mehr konnten. Bei den vielen Hunden, die wir getroffen haben, gilt in unserer Familie: Zuerst (Augen)Kontakt mit deren Herrchen oder Frauchen aufnehmen, dann deren deutliche Zustimmung abwarten, ob der Hund gestreichelt werden darf. Andersrum bitte ich auch mal laut und deutlich, den Hund zurückzurufen, wenn er meinen Kindern von sich aus zu nahe kommt.
  • Guter Rat für Eltern (110/365): Heute vormittag hatten meine Stadtkinder die Gelegenheit, einen langen Spaziergang mit zwei Hunden zu machen. Das gab leuchtende Augen und stolze Hundeführer. Ich finde wichtig, dass die Kids solche Begegnungen haben, um Tiere kennen und lieben zu lernen. Um Ängste abzubauen und vierbeinige Freunde zu finden. Die beiden Hunde waren sehr unterschiedlich – das machte den Ausflug besonders spannend und abwechslungsreich. Während der eine wenn möglich eigene Wege ging, trottete der andere stets nebenher. Meine Kinder sind offensichtlich frisch verliebt in Loui und Janosch und reden von nichts anderem mehr. Unsere Katze nimmt’s gelassen. Sie weiß, sie wird geliebt.
  • Guter Rat für Eltern (162/365): Unsere Katze Mickey ist jetzt fast zwölf Jahre alt. Ab und zu hat sie bereits Aussetzer in ihrer Bewegung. Ich beobachte das und mache mir so meine Gedanken. Die Kinder offensichtlich auch. Deshalb habe ich einfach mal in die Runde gefragt, was wir denn mit Mickey machen wollen, wenn sie eines hoffentlich noch fernen Tages stirbt. Die Kinder haben das offene Gespräch gut aufgenommen (besser als erwartet) und waren sich einig: Im Wald vergraben. Verbrennen sei ja wie ein zweites Sterben, das wollten sie keinesfalls. Bevor ich jetzt mit der Recherche anfange (ich will vorbereitet sein), frage ich mal in die Runde, insbesondere die Hamburger unter Euch: Habt Ihr Erfahrungen/Empfehlungen, wo man vergräbt, wenn man keinen eigenen Garten hat?
  • Guter Rat für Eltern (164/365): Was tun, wenn beim von den Kindern ersehnten Spaziergang mit den Hunden Janosch und Loui ein Kind plötzlich Angst bekommt, weil es vom fideleren Loui freudig bellend begrüßt wird? Abstand wahren, das Kind beruhigen und es sofort in eine zumindest gefühlte Komfortzone – und in weiteste Entfernung zum freudig erregten Hund bringen. Haben sich beide beruhigt, kann das Kind bestimmen, ob und wie nah es dem Hund kommen will. Derweil darf es Janosch, den anderen, sehr ruhigen Hund auf eigenen Wunsch an der Leine führen (in Wahrheit: hinter sich herziehen) und so eine ganz innige, leise Beziehung zu diesem aufbauen. So wächst das Gefühl für den Hund und sich selbst als buchstäblich Hundeleinenhalterin – und reicht am Ende sogar für das Temperamentbündel Loui.
  • Guter Rat für Eltern (169/365): Gestern fragte mein Sohn (8), ob wir unsere Katze heute in die Schule bringen könnten – er würde gerne sein Referat zum Thema Haustiere halten. Ich bat ihn, dass er doch bitte seinen Lehrer anrufen und mit ihm besprechen sollte, dass wir das einrichten könnten. Hat er abends gemacht. Dann haben wir am Referat gearbeitet und Fotos vom Katzenzuhause geschossen. Und klar wurde die Katze heute zur Schule gefahren, Papa hat auf Nr. 4 aufgepasst und ich hatte derweil eine Stunde Katzenschule. Die Katze hat’s prima mitgemacht.
  • Guter Rat für Eltern (217/365): Meine Große träumt von einem eigenen Pferd. Im Urlaub auf Fehmarn kommt sie ihrem Traum näher als im Alltag mitten in Hamburg. Dieses Mal haben wir den Kindern das Erlebnis „mein Esel & ich“ im Eselhof Nessendorf gegönnt. Zwei Stunden gehörte die Eseline „Martha“ zu unserer Familie. Wir streichelten und striegelten sie, redeten mit ihr, sangen ihr ein Wanderlied, zurrten und zerrten an ihr, schoben und schubsten – sie war stets Herrin der Lage … Ein großer Spaß! Noch Tage später sagt mindestens einer von uns zu demjenigen, der beim Spazieren mal eben stehen bleibt: Ach komm, Martha, komm!

 Guter Rat für Eltern: Mit Kindern wohnen

  • Guter Rat für Eltern (66/365): In meiner Familie gibt es sechs Leute, die klitzekleine Dinge verlieren, zum Beispiel Ohrringsteckerschräubchen, Armreifchen der Playmobil-Elfchen oder Legosteinchen, eine Katze, die das Zeug in die hinterste Ecke schießt und einen, der die Kleinigkeiten alle frisst: unser Dyson-Staubsauger ohne Beutel. Damit die Klitzekleinigkeiten nicht vergessen und dann mit dem Schmutz in den Müll auf Nimmerwiedersehen verschwinden, gibt es folgende Regel: Wer etwas Kleines verloren hat, sagt Bescheid. Am Dyson klebt dann mitunter ein Zettel, wo drauf steht: X sucht Ohrringsteckerschraube silber, Y hat gelbes Armband der Playmoelfe verloren oder grünes Legosteinchen gesucht von Z. Wer saugt und den undankbaren Job hat, den Staubsauger zu entleeren, der muss nach den Kleinigkeiten suchen, sie säubern und ihren rechtmäßigen Besitzern zurückbringen.
  • Guter Rat für Eltern (70/365): Ich lebe mein Leben, gerade auch das mit Kindern, nach dem Motto: Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen! Das macht für mich Sinn, weil ich erlebe, dass das Leben mit Kindern immer wieder anders kommt, als gedacht – und so erledige ich die Dinge lieber gleich – ohne Aufschub. So bleibt buchstäblich wenig liegen, über das man stolpern könnte.
  • Guter Rat für Eltern (102/365): Viele Kinder sind Frühaufsteher. Vor allem an Tagen, an denen das gar nicht nötig ist – samstags, sonntags, feiertags. Und ja, ich habe unter meinen vieren auch solche „Frühwecker“. Dass ich heute dennoch länger schlafen konnte, verdanke ich dem Trick, die Kids am Vorabend bis in die Puppen auf zu lassen. Funktioniert immer besser.
  • Guter Rat für Eltern (103/365): So schön wie ich meinen begrünten Balkon jahrelang fand (vor allem, die Möglichkeit des Hegens und Pflegens, Werdens und Wachsens von Grünzeug zu erleben) – ich bereue nicht, ihn am Wochenende entgrünt zu haben. Seit Sonntag ist quasi immer irgend ein Kind dort draußen zugange. Hausaufgaben, essen, spielen. Ich muss sagen, es hat sich gelohnt, den Balkongarten gegen einen bespielbaren Outdoorraum zu tauschen – unsere 67 Quadratmeter fühlen sich damit viel größer an!
  • Guter Rat für Eltern (137/365): Unsere Wohnung ist ja recht klein.
    Drei Zimmer wie zwei und gerade mal 67 Quadratmeter für uns alle plus die Katze. Wenn ein Kind dann mal ein Referat, Gedicht oder Flötenspiel üben muss, hilft nichts: Alle sind automatisch Zuhörer oder Zuschauer. Das Vortragüben hat sich inzwischen aber sehr gut entwickelt, die Zuschauer wissen sich wohl zu benehmen und kritisieren gegebenenfalls sehr vernünftig – schließlich könnten sie schon beim nächsten Mal selbst dran sein. Schön daran ist die Anteilnahme aller am bevorstehenden „Termin“ des einen Kindes. Und die reicht bis hin zur Verkündung des „Geschafft“ nach dem Vortrag.
  • Guter Rat für Eltern (225/365): Die Not der Flüchtlinge in den Messehallen wenige hundert Meter von unserer Wohnung entfernt, habe ich zum Anlass für eine Aufräumaktion in unserem Kinderzimmer genommen. Mit dem Ziel: Sachspenden auszusortieren. Meine Kids waren sehr großzügig und haben sich von vielen Spielen getrennt, wobei sie selbst die Meisten der Spendensachen vorschlugen. So machen wir das!
  • Guter Rat für Eltern (224/365): Heute mal über Umwege: In meinem Ratgeber, der gestern im österreichischen DER STANDARD zu lesen war – und auch online zu finden ist – gebe ich meine Erfahrungen als Vierfachmutter zum Thema Spielzeug und Zeug zum Spielen weiter: Spielzeug: Lehrstücke fürs Leben.
  • Guter Rat für Eltern (240/365): Am vorletzten Urlaubsabend fragte mich die Chefredaktion eines neuen Familienmagazins eines renommierten HHer-Verlags, ob ich eine junge Redakteurin, ungebunden und kinderlos, für einige Zeit in meine Familie liesse, um meine Mutter-Rolle zu übernehmen. Wir hatten jede Menge Spaß bei der Vorstellung. Und viel Kopfkino. Ich habe dennoch dankend abgelehnt. Dass ich wegen des Berufs, der auch Leidenschaft ist, ziemlich viel von mir preisgebe, bedeutet nicht, dass ich die Kids und unsere Familie veröffentliche. Keine Namen, keine Bilder. Die Kollegin zeigte sich verständlich. Danke dafür!
  • Guter Rat für Eltern (249/365): Heute habe ich mal ein paar Zahlen für Eltern. Sozusagen meine Muttschaftsstatistik. Eigentlich bin ich ja eher eine der Buchstaben, aber heute morgen wachte ich mit diesem Zahlenzeug im Kopf auf: Dank meiner vier Kinder bin ich schon 28 Jahre Mutter (parallel betrachtet: 11). Das sind 10.220 „Muttertage“. Davon 3.832 Wickeltage. Die Großen waren zum dritten Geburtstag alle windelfrei. Der Kleine ist noch mitten in der Windelei. Das macht bei 5 Windeln am Tag: 19.162 Windeln. Hey ‪Pampers, gibt’s da nicht mal was für ‪‎Vielwickler? Ein Vielwicklerprogramm vielleicht? Von den 10.220 Tagen als Mutter waren bisher 2.370 Stilltage und Stillnächte, Nr. 4 ist mit 19 Monaten noch kräftig dabei. Das sind mehr als 6,5 Stilljahre! So verbringe ich also einen Großteil meiner Lebenszeit! Und der passende Rat dazu: Es lohnt sich!
  • Guter Rat für Eltern (252/365): Unsere Nr. 3 ist eine echte Täsch’n-Fetischista. Sie hat immer irgendwelche Taschen, Beutelchen und Körbe mit bunten Sammelsurien befüllt in ihrer Reichweite. Uns Eltern erscheint die eine oder andere Sammlung willkürlich, aber das ist sie keineswegs, klar. Ein Beispiel: Statt den Inhalt ihrer Schultüte nach angemessener Präsentationszeit auf dem Wohnzimmerbuffett in die passenden Regalfächer im KiZi zu verräumen, werden die Klitzekleinigkeiten alle erst einmal in eine Tasche gesteckt, während die leere Schultüte in die Schule mit musste als Unterrichtsmaterial. Solche eine Zwischenstation in der Täsch ist dem Kind offensichtlich ganz wichtig. Und so biete ich inzwischen auch mal zwischendurch eine Tasche als Lösung an, wenn sie eine Spielsituation aufgebaut hat, die sie an anderer Stelle und zu anderer Zeit noch einmal aufleben lassen möchte. Das nimmt uns allen den Stress des „Zerstörens“ und „Wegräumens“.

Guter Rat für Eltern: Kinder und Großeltern

  • Guter Rat für Eltern (96/365): Wir haben die drei größeren Kinder übers Osterwochenende outgesourced. Das bringt Ruhe in die Bude. Und Oma kommt gut klar mit den Kindern. Sie nimmt oft eins oder zwei mit übers Wochenende zu sich an den Stadtrand, und so wie jetzt auch mal drei. Ich genieße die Ruhe zum Löcher-in-die-Luft-Gucken, mit Nr. 4 spielen – und auch zum Schreiben, wenn das Lütte schläft. Ich bin froh, dass Oma vor allem mir, aber eben auch uns Eltern so eine Auszeit zwischendurch verschafft.
  • Guter Rat für Eltern (139/365): Was tun, wenn die lieben Großeltern die Kids nach Strich und Faden verwöhnen? Ihnen sozuschreiben Wünsche erfüllen, noch bevor sie überhaupt ausgesprochen wurden? Ich habe die Alten anfangs nach ihrem Gutdünken gewähren lassen. Dann wurde es mir zu viel (beziehungsweise die Wohnung zu klein), also habe ich mit Oma (arbeitet im Spielzeugladen) gesprochen und sie gebeten, nicht bei jedem Besuch „Mitbringsel“ anzuschleppen. Es hat etwas gedauert, aber dann klappte das einigermaßen. Seitdem besprechen wir auch die größeren Gaben vorher.

Guter Rat für Eltern: Geschwisterkinder

  • Guter Rat für Eltern (192/365): Schaffen es meine 10-Jährige und mein 8-Jähriger, ein Team zu bilden und mit Nr. 4, abenteuerlustige fast 17,5 Monate alt, mal für anderthalb Stunden spazieren zu gehen, damit ich in Ruhe einen Artikel schreiben kann? Ja. Sie schaffen das. Ohne Handy – ohne minütliche Rückversicherung beiderseits. Wird jetzt zur regelmäßigen Aufgabe der beiden.

Guter Rat für Eltern: Kinder anderer Eltern

  • Guter Rat für Eltern (104/365): Es gibt immer wieder Momente, wo Eltern merken, dass sie das, was ihre Kids tun, nicht mögen. Ich fasse zum Beispiel immer ungerner Sand an. Ich backe Sandkuchen nur, wenn ich muss. Also vermeide ich Besuche im Sandkasten möglichst oder lasse mich dort von einem der größeren Kids vertreten. Bei anderen Dingen funktioniert die Vertreternummer nicht: Ich ekele mich vor der Sabber meiner Kinder. Und der Schnodder. Und auch der … – Ihr wisst schon. Aber weil man als Eltern nicht um Begegnungen mit diesem Zeug herum kommt … ergebe ich mich dem elterlichen Schicksal. Erbrochenes überlasse ich am liebsten meinem Mann. Und versuche derweil selbst krampfhaft, alles bei mir zu behalten. So weit so gut. Bleibt ja in der Familie. Schlimm finde ich jedoch Anlässe wie Kindergeburtstage mit Wischgästen (Nase, Hintern). Um die unfamiliären Begegnungen zu ertragen, klemme ich mir kurzerhand eine bunte Klammer auf die Nase, spiele die Poputzfrau und unterhalte die kleinen Wischgäste damit auch noch beim Geschäftemachen. Oder so: Heute beim Kinderarzt war eine laaange Schnoddernase mit uns im Wartezimmer. Ich kann solchen Anblick kaum ertragen. Die Schnoddernasenmutter reagierte für mein Empfinden vieeel zuuuuuu laaaangsaaaam. Also habe ich mein Taschentuch gezückt und das Kind gesäubert. War auch ok. Schnoddernase und Mutter lächelten und bedankten sich.

Fotos: Doreen Brumme

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