Wohnung in Hamburg gesucht – von Familie mit vier Kindern!

Folgendes Gespräch mit meinen Kindern neulich hat mich sehr bewegt: Ich saß in meinem „Büro“, sprich: in der Ecke unseres Sofas, das Laptop auf meinen Knien und schrieb an einem Artikel. Meine Kinder spielten um mich herum. Dann fragte meine Große, 10, plötzlich: „Mama, Du arbeitest so viel. Bekommst Du nicht viel Geld?“ Ich unterbreche meinen Gedankengang, höre auf zu schreiben und schaue sie irritiert an. „Doch, ich werde ganz gut bezahlt …??? …“ Sie. „Aber es reicht nicht, dass wir in eine größere Wohnung ziehen können … “ Daraufhin sagte ich: „Hier, in der Ecke, in der wir gerne wohnen bleiben wollen, weil Du hier aufs Gymnasium kommst, Dein Bruder und Deine Schwester hier ihre Grundschule haben und Dein kleiner Bruder sogar schon einen Krippenplatz in Aussicht, hier kostet eine größere Wohnung wirklich sehr viel Geld … “ „Wie viel?“, fragte sie. „Eine 4-Raum-Wohnung, die für uns ja reichen würde, wenn Du Dir ein Zimmer mit Deiner Schwester teilst und auch Deine beiden Brüder sich ein Zimmer teilten, kostet hier in der Ecke schnell 1000, 1200, 1400 Euro kalt …“ Und sie fragt: „Und, haben wir das …?“ Ich: „Ja, das hätten wir. Aber viel mehr nicht … für eine Wohnung.“ Mein Großer, 8, mischte sich ein: „Und wenn ich mein ganzes Taschengeld gäbe ..?“ Aus dem Hintergrund rief die Kleine, 5, dazwischen: “ Meine Spardose können wir auch leer machen, Mama!“

Ich musste mich echt zusammenreißen, um nicht zu heulen. Ich stille ja noch meinen kleinen Sohn, 1, und die Hormone halten mich noch recht nah am Wasser. Ich habe mich bei meinen Kindern bedankt, dass sie so großherzig sind. Und alles geben würden, um eine größere Wohnung zu bekommen. Ich versprach ihnen, dass wir, ihr Vater und ich unser Bestes geben würden, um eine größere Wohnung zu finden. Doch die Frage, die mich seitdem treibt, ist die: „Was, wenn es nicht reicht, unser Bestes zu geben?“

Das Beste geben, reicht nicht zum Leben (Wohnen) …

Wir zogen schwanger mit Nr. 1 in unsere jetzige Wohnung. Das war damals in 2004 in unseren Augen ein wahres Glück. Ich mag unsere Wohnung: 67 Quadratmeter. Drei Zimmer. Wovon zwei mit einem Durchbruch verbunden sind, so dass wir eigentlich ein großes Wohnzimmer haben, in dem wir Eltern aber auch schlafen und arbeiten, sowie ein kleineres Zimmer, das sich die mittlerweile drei größeren Kinder teilen. Zum Glück passt in unsere Küche ein Tisch, an dem man – wenn auch Ellbogen an Ellbogen – immerhin zu Sechst sitzen kann. Aber: Den Tisch rücken wir zu jedem Essen von der Wand ab, sonst ginge es nicht. Hätten wir ein Zimmer mehr, wäre alles gut. Dann könnten beide Mädchen in ein Zimmer und die beiden Jungen in das andere. So aber wird es mit der sich schon deutlich ankündigenden Pubertät bei den Großen langsam eng. Un ich muss zugeben: An manchen Tagen ist es enger, als an anderen.Gerade im Winter fällt die Enge auf. Wobei ich hier keineswegs jammern möchte, noch geht es … noch geht’s …

Ich sage immer: Wir brauchen nicht viele Quadratmeter mehr, sondern nur ein paar … plus ein paar Wände und Türen mehr. Und eine zweite Toilette. Die wäre echt nötig bei sechs Leuten und einer Katze im Haus. Schön wäre es, wenn wir auch in einer neuen Wohnung in der Küche essen könnten. Ich wünsche mir zudem einen Balkon, auf dem man auch sitzen kann, ohne dass einem wie bei uns die Straße so laut um die Ohren pfeift, dass man kaum seine eigenen Worte hört. Unsere Wünsche sind keineswegs luxuriös, oder? Wir wollen das ja nicht geschenkt! Dennoch soll das Ganze bezahlbar sein. 1000 Euro kalt ist ohne Schmerzen machbar. Viel mehr nicht. Ohne Schmerzen.

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Wohnungen ich in den letzten Jahren bereits angeschaut habe. Darunter so einige, die ich gerne angemietet hätte. Und darunter so einige, wo ich dachte, in der engeren Auswahl zu sein, weil die Chemie zwischen mir und dem Makler und den anwesenden Vormietern stimmte.

Aber … noch haben wir nicht den Zuschlag bekommen.

Mit vier Hunden statt vier Kindern fände man eher eine Wohnung …

Ich vermute, dass vier Kinder den Vermietern zu viel des Guten sind. Ich habe sogar schon gehört, dass man mit vier Hunden in Hamburg eher eine Wohnung fände, als mit vier Kindern … Ich hoffe, das war nur ein in meinen Ohren blöd klingender Spruch. Und bleibe guter Dinge … und suche weiter. Ich wage heute mit diesem Post einen Schritt, den ich schon tausendmal angedacht aber nie getan habe:

Ich suche eine Wohnung für mich und meine Familie

Seit Jahren schon suchen wir nach einer neuen Wohnung. Bisher vergeblich, sonst wäre dieser Artikel unnötig. Ist ja klar. Ich checke täglich mehrfach die einschlägigen Online-Wohnungsmärkte, lese das lokale Wochenblatt, sage jedem Bescheid, zum Beispiel auf Elternabenden in der Vorstellungsrunde (ist gar nicht peinlich, gar nicht!).

Wir brauchen:

  • 4 echte Zimmer
  • 1 Küche, in der man zu sechst essen kann
  • 1 Vollbad
  • 2 WCs
  • 1 Balkon, auf dem man sitzen kann

Wir sind wegen der kurzen Schulkinderbeine und des zu Fuß zu gehenden Schulwegs (klar Roller und Fahrrad geht auch) recht eng gebunden an die Grundschule Kielortallee sowie das Helene-Lange-Gymnasium als Zentrum unseres Suchradius. Rundherum suchen wir. Von der Sternschanze bis nach Eppendorf, von der Osterstraße bis zum Fernsehturm.

Wer was weiß, meldet sich bitte bei mir: dobru@nullgmx.de.

Wär doch gelacht, wenn Hamburgs Vermieter kein Herz für eine Familie mit vier Kindern haben. Es muss sich ja nur einer finden, der sich auf uns einlässt. Wir sind erträglich und wirklich sehr nett! Versprochen!

 

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