Essbare Osterdeko: Mit Bio-Gemüse & Bio-Obst dekorieren

Deko-Kram zu Ostern füllt alljährlich die Läden wie die Weihnachts-Deko im Dezember. Doch es muss nicht immer die vorgefertigte Deko sein. Wie wäre es stattdessen einmal mit selbst gemachter Osterdeko aus köstlichem Obst und Gemüse? Hier kommen ein paar Anregungen dazu.

Obst und Gemüse zum Dekorieren zu benutzen, das hat Tradition. Ihr habt sicher schon über die vor allem in Asien weit verbreitete Obst- und Gemüse-Schnitzkunst gelesen. Was man braucht, gibt‘s im Supermarkt oder beim Händler um die Ecke oder als Biokiste via Lieferant. Und dann kann‘s auch schon losgehen:

Bunter Osterstrauß aus Früchten

Holt euch Früchte, die man gut schnitzen kann. Zum Beispiel feste Kiwi, Melone, Mango oder Papaya. Äpfel sind weniger geeignet, da sie – einmal aufgeschnitten – schnell braun werden, wenn sie mit dem Sauerstoff in der Luft reagieren. Dagegen hilft Zitronensaft leider auch nur mittelfristig …

Mit einem scharfen Messer könnt Ihr beliebige Formen aus den Früchten schneiden. Das muss gar nix Kompliziertes sein. Wichtig ist, dass die Stücke mundgerecht sind. Oder Ihr nehmt einen Kugelausstecher und produziert fruchtige Kugeln. Die Obstteilchen spießt Ihr anschließend auf Holzspieße (gibt’s in der Drogerie) – immer ein Teilchen pro Spieß. Wer will, mischt die geschnitzten Obstteilchen mit ganzen Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren oder Brombeeren, die Ihr ebenfalls aufspießt. Auch bei Weintrauben müsst Ihr nichts weiter tun, als diese aufzuspießen. Das Ganze arrangiert Ihr in einem standfesten Glas oder einer eben solchen Vase und fertig ist Euer Osterstrauß! Alternative: Ihr macht Obst-Schaschlik-Spieße draus.

Der Clou: Der Osterstrauß schmückt die Ostertafel und kann als Dessert vernascht werden. Passend dazu könnt Ihr Schokolade schmelzen oder Fruchtsoßen anbieten, um das Obst da rein zu tunken. Guten Appetit!

Buntes Gemüse als essbares Kunstwerk

Aus Gurken, Möhren, Paprika, Sellerie und Salatblättern lassen sich auch hübsche Sachen basteln, die zunächst ein Augenschmaus sind und dann auch zum Gaumenschmaus werden können. Zum Schnitzen des Gemüses könnt Ihr all das Werkzeug nutzen, das Eure Küche hergibt. Auch hier gilt: Macht einfache Formen daraus oder schnitzt einfache Motive in die Oberfläche. Im Internet gibt es zahlreiche Anregungen dazu – gebt einfach mal „Figuren aus Gemüse“ in eine Suchmaschine ein und lasst Euch von den als Ergebnis angezeigten Fotos inspirieren.

Unser Favorit: Der Tomaten-Marienkäfer auf einer Gurkenscheibe ist ein toller Frühlingsbote, den Ihr im Nu nachgemacht habt. Einfach eine Tomate halbieren, mit schwarzen Pfefferkörnern oder Nelken spicken (Punkte). Als Kopf dient eine schwarze Olive. Fertig. Fortgeschrittene können sich an den Gurkenzug wagen, zum Beispiel nach dieser Anleitung oder diesem Video von Youtube:

Wem der Aufwand zu groß ist, der bietet geschnittenes Gemüse zumindest als Rohkostteller an. Ist der üppig bestückt, wirkt er aufgrund der frischen Farben allein schon als Hingucker.

Und für ganz eilige Deko-Fälle: Nehmt Euch Karotten mit Grünzeug dran, putzt sie und schlitzt sie längs ein Mal ein: In den Schlitz schiebt Ihr dann jeweils ein kleines Kärtchen mit dem Namen Eurer Gäste und platziert das Ganze oberhalb der Teller – fertig sind die gemüsigen Platzanweisungen!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Schmücken der Ostertafel mit essbarer Dekoration. Ihr großer Vorteil: Sie muss nach dem Osterfest nicht für ein Jahr lang verpackt werden, denn sie landet bestenfalls im Magen Eurer Gäste.

Foto: Doreen Brumme

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