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Doreens Bestenliste: 10 Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft nimmt das „Übel“ seinen Lauf. Um Würgereiz und Erbrechen zu entkommen, gibt es verschiedene Hausmittel, die bereits vielen Betroffenen geholfen haben. Meine besten Hausmittel – erprobt in vier gelungenen Schwangerschaften und elf misslungenen, die ja auch ihre Übelkeit mit sich brachten – habe ich hier zusammengetragen.

Zwei von drei Schwangeren erleben insbesondere in den ersten Wochen üble Zeiten: Ihnen wird schlecht, alltägliche Gerüche (Schweiß, Zigarettenrauch, Alkohol und andere) lösen Würgereize aus und so manche Schwangere muss sich gar übergeben. Gut zu wissen: Die Mehrheit der werdenden Mütter wird nur in den ersten (drei bis vier) Monaten von der Schwangerschaftsübelkeit heimgesucht, nur eine Minderheit leidet bis zur Geburt des Kindes daran.

Die Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit ist bis heute nicht vollkommen geklärt, die Medizin nennt verschiedene Gründe, unter anderem soll die hormonelle Veränderung, die eine Abneigung gegenüber Gerüchen und Speisen verursacht, um Schadstoffe vom mütterlichen Organismus fernzuhalten, für das Unwohlsein der Mutter verantwortlich sein.

Hier kommt eine Liste der bewährtesten Hausmittel gegen die Übelkeit, aufgelistet von einer Vierfachmutter, der selbst jeweils von der Einnistung der Embryos bis zur 14. Woche durchgehend schlecht war. Die im Folgenden genannten Mittel wirken nicht bei jeder Frau auf die gleich gute Weise. Probiert deshalb aus, was Euch bekommt und was nicht! Und konsultiert im Zweifelsfall immer Eure Hebamme, Euren Gynäkologen oder Hausarzt!

Und macht Euch bewusst, dass man nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand die Übelkeit eher als ein gutes Zeichen für die Entwicklung seines Kindes bewertet. Haltet also durch! Es wird besser! Meistens jedenfalls.

Die 10 bewährtesten Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft im Überblick

  1. Ingwer
  2. Kräutertees
  3. Trockenfrüchte
  4. Trockene Backwaren
  5. Saures
  6. Kürbis und Kürbiskerne
  7. Frische Luft
  8. Ätherische Duftöle
  9. Homöopathische Globuli
  10. Akupressur

Umstrittene Ingwerknolle – erprobtes Mittel gegen Übelkeit

Ingwer gilt seit Tausenden von Jahren als Heilmittel, insbesondere in Asien. Er hilft laut verschiedenen wissenschaftlichen Studien sowohl in-vitro als auch in-vivo erwiesenermaßen gegen Übelkeit, Erbrechen und sogenannte Reisekrankheiten wie die Seekrankheit. Von karibischen Fischern zum Beispiel weiß man heute, dass sie ihn seit Jahrhunderten vorbeugend nutzen, um gar nicht erst seekrank zu werden.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, ein Sachverständigenrat (sogenannte Kommission E), der über die Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneipflanzen berät und informiert,bestätigt Ingwer die beschriebene antiemetische Wirkung.Wissenschaftler führen diese Wirkung unter anderem auf die Fähigkeit der Ingwer-Inhaltsstoffe zurück, das Hormon Serotonin in Schach zu halten.

Fakt ist: Die scharfe Knolle gilt hierzulande als bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft. Ob als frischer Aufguss oder getrocknet aufgebrüht, als Rohkost oder süßer Snack (kandiert) genossen, Ingwer hat so mancher Schwangeren in üblen Zeiten geholfen, kann man in einschlägigen Foren lesen.

Dennoch findet man auch Stimmen, die vom Genuss von Ingwer in der Schwangerschaft abraten, zum Beispiel die oben erwähnte Kommission E, da die Wirkung von Ingwer speziell gegen Schwangerschaftsübelkeit nicht ausreichend belegt sei. Es wird hier und da auch darauf hingewiesen, dass Ingwer vorzeitige Wehen auslösen könne.

Magenberuhigende Kräuter

Gegen die Übelkeit in der Schwangerschaft ist im wahrsten Sinne des Wortes auch so manches Kraut gewachsen. Betroffene berichten in Foren im Netz über die positive Wirkung von Kräutertees, zum Beispiel Aufgüssen von Melisse, Pfefferminze oder Kamille, die allgemein als Hilfsmittel bekannt sind, wenn es gilt, rebellierende Mägen zu beruhigen. Auch Salbei, Anis, Fenchel, Kümmel, Dill oder Tausendgüldenkraut wird diese Wirkung zugesprochen. Wer mag, kann Honig zum Süßen der Tees benutzen, der soll an sich schon beruhigend auf den Magen wirken.

Je nach Jahreszeit kann der Kräutertee warm oder kalt (im Hochsommer gerne geeist) genossen werden. Wichtig ist, so liest man, dass man den Tee in kleinen Schlucken regelmäßig über den Tag verteilt trinkt, sodass der Magen immerzu zu tun hat.

Achtet darauf, dass Ihr Kräuter in Bio-Qualität für den Aufguss nutzt. Und laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist es ratsam, Kräuter mit kochend heißem Wasser (100 Grad Celsius) aufzugießen und fünf Minuten ziehen zu lassen, so werden gegebenenfalls in den Pflanzenteilen sitzende Keime (Bakterien, Hefen, Schimmelpilze) abgetötet.

Tee-Experten hingegen empfehlen bei sogenannten Grüntees eine Aufgusstemperatur zwischen 75 und 85 Grad Celsius, da sich bei einem Aufguss mit heißerem oder gar kochendem Wasser zu viele Aromen und/oder Wirkstoffe direkt mit dem Dampf buchstäblich in Luft auflösen.

Allerdings kommt es bei Tees auch immer auf die Ziehzeit an, mitunter entscheidet eine Minute längeres Ziehen schon über den Unterschied zwischen wohlschmeckend und bitter, zwischen wirkungsvoll und wirkungslos.

Dörrobst in Bioqualität: gehaltvoller Snack gegen Übelkeit

Getrocknete Früchte sollen laut der Aussage vieler Schwangerer sehr gut helfen, um der Übelkeit Herr zu werden. Wirkungsvoll gegen morgendliches Unwohlsein sind getrocknete Ananas, Papaya, Mango, Apfel, Birne, Weintraube, Cranberry, Pflaume, Dattel, Feige, Aprikose & Co. besonders dann, wenn die Schwangere sie noch vor dem Aufstehen auf nüchternen Magen langsam kaut.

Wichtig ist die Qualität der getrockneten Früchte – oft werden diese geschwefelt, um sie länger haltbar zu machen, das kann insbesondere für Asthmatiker oder Allergiker zum Problem werden. Kauft besser ungeschwefeltes Bio-Trockenobst.

Auch auf extra gezuckerte Früchte (der Zucker dient der längeren Haltbarkeit und dem vermeintlich besseren Geschmack) solltet Ihr möglichst verzichten. Getrocknetes Obst hat von Natur aus schon einen intensiveren Fruchtgeschmack und einen vergleichsweise hohen Fruchtzuckergehalt (der als natürlicher Konservierungsstoff dient), da Trockenfrüchte im Schnitt nur noch 20 Prozent der Flüssigkeit enthalten, die die ursprüngliche Frucht hatte. Das Mehr an Zucker erhöht nur unnötig die Kalorienzahl, die Ihr aufnehmt.

Haferflocken pur gekaut helfen gegen Übelkeit

Häufig liest man, dass insbesondere gegen die morgendliche Übelkeit trockenes Brot, Knäckebrot, Zwieback, Toastbrot oder trockene Vollkornkekse gut helfen, die die Schwangere nüchtern kaut. Manche raten auch dazu, ein oder zwei Löffel pure Haferflocken zu sich zu nehmen und mehr oder minder genussvoll zu zerkauen.

Ich habe die Übelkeit in meinen drei Schwangerschaften mit folgendem Rezept erfolgreich bekämpft: Leicht geröstetes Toastbrot (weiß) mit etwas Schwarzkümmelöl beträufeln und Salz bestreuen und das Ganze ganz langsam kauen.

Probiert aus, was Euch wohl bekommt, es gilt immer: Gut ist, was gut hilft. Manch Schwangere berichtet in einschlägigen Foren beispielsweise, dass sie den Geruch von Brot überhaupt nicht ertragen kann. Diejenige sollte dann ein anderes Hausmittel gegen die Übelkeit testen.

Saures gegen Übelkeit – ein Klassiker in der Schwangerschaft

Saure Gurken verbindet wohl jeder mit dem Thema Schwangerschaft. Und da ist was dran: Saure Nahrungsmittel vertreiben bei vielen Schwangeren Übelkeit & Co. erfolgreich – zumindest kann man dies zahlreichen Erfahrungsberichten im Internet entnehmen. Ich selbst habe in den ersten Wochen meiner zweiten Schwangerschaft alle zwei Tage ein Glas saure Gurken verbraucht.

Auch die Säure von Apfelessig, verdünnt mit klarem Wasser, soll entsprechend gegen Übelsein, Würgereiz und Erbrechen helfen. Andere Schwangere berichten von sauren Säften aus Orangen, Zitronen und Mandarinen, die ihnen in den ersten Monaten über üble Zeiten hinweggeholfen haben.

Kürbissuppe gegen Schwangerschaftsübelkeit

Auch Kürbis sagen viele Schwangere eine gute bis sehr gute Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen nach. Während die einen auf Kürbissuppe als Hilfe schwören, kauen die anderen lieber geröstete Kürbiskerne, gesalzen oder ungesalzen. Die Variante Kürbiskerne hat den Vorteil, dass man die Kerne überall mit hinnehmen kann.

Wer die Kürbissuppe wie ich mit Ingwer (siehe Listenpunkt 1) verfeinert, vereint die Kraft zweier Hausmittel gegen Übelkeit. Mein in vier Schwangerschaften erprobtes Rezept für eine hausgemachte Bio-Kürbissuppe mit Ingwer könnt ihr hier nachlesen.

Einfach gut in üblen Zeiten: Frischluft

Schwangere werden von der Übelkeit manchmal regelrecht überfallen. Auslöser beziehungsweise Verstärker der Beschwerden sind häufig alltägliche Gerüche – mitunter empfindet die schwangere Frau Düfte als ekelerregend, die sie vor der Schwangerschaft als angenehm wahrnahm und umgekehrt.

Wer die schwangere Nase also entsprechend voll und infolgedessen mit Übelkeit oder gar Erbrechen zu kämpfen hat, schafft schnelle Abhilfe, indem er sich an die frische Luft begibt oder für ausreichend Frischluft im Raum sorgt. Der Vorteil eines kleinen „Luftsprungs“ ist der, dass die Schwangere ihrem Körper zusätzlich zur frischen Luft auch noch moderate Bewegung verschafft, die wiederum den Stoffwechsel ankurbelt.

Ein zarter Hauch von Zitrus oder Minze gegen Übelkeit

Die Nase einer Schwangeren reagiert auf Düfte und Gerüche anders als zu nichtschwangeren Zeiten, mitunter lösen diese Übelkeit und/oder Würgen bis hin zu Erbrechen aus. Frischluft (siehe Listenpunkt 7) kann schnelle Abhilfe schaffen. Doch was tun, wenn sie für den Moment unerreichbar ist?

In solchen Fällen behilft sich die eine oder andere Schwangere, so liest man es zumindest in einschlägigen Ratgebern und im Netz, mit Düften, die sie aus der (Hand)Tasche zaubert: Ätherische Öle, die nach Zitrus oder nach Minze riechen, sind demnach besonders wohltuend für die  Sinne von Schwangeren.

Solche ätherischen Öle kann man in einem entsprechenden Lämpchen großzügig im Raum verdampfen lassen oder in entsprechender Bio-Qualitätdirekt auf das Handgelenk oder ein Tuch geben, um beides im Notfall zu zücken und an die Nase zu halten. Alternativ soll es ebenso gegen die Übelkeit helfen, eine frische Zitrusfrucht (Zitrone, Mandarine, Orange oder Grapefruit) aufzuschneiden und daran zu schnuppern.

Kügelchen gegen Übelkeit und Erbrechen

Eine schwangere Frau möchte alles erdenklich Gute zum Wohle ihres Kindes tun – ganz klar. Auf Medikamente verzichtet sie deshalb am besten ganz. Doch so mancher werdenden Mutter ist in der Schwangerschaft so schlecht, dass sie zum Arzt/Heilpraktiker geht, um Hilfe zu suchen.

Die Homöopathie kennt eine Vielzahl von Mitteln, die gegen die unterschiedlichsten Varianten der Übelkeit in der Schwangerschaft helfen,eins der bewährtesten ist „Nux vomica“. Das Mittel „Arsenicum album“ in der Potenz D6 lindert laut Experten eine Übelkeit in der Schwangerschaft wirkungsvoll, die mit Brechreiz und Schwächegefühl einhergeht (dosiert nach Standard: dreimal täglich jeweils fünf Globuli).

Gegen die ausgeprägte Geruchsempfindlichkeit einer schwangeren Nasehilft das homöopathische Mittel „Sepia“ in der Potenz D6 (Standarddosis: dreimal täglich jeweils fünf Globuli). Eine ausführliche Beschreibung möglicher homöopathischer Mittel gegen üble Schwangerschaftszeiten findet man in diesem hilfreichen Text.

Wer homöopathische Mittel gegen die Schwangerschaftsübelkeit einsetzen möchte, sollte sich unbedingt fachlich beraten lassen, entweder von einem entsprechend homöopathisch ausgebildeten Gynäkologen oder von einem Heilpraktiker. Die Mediziner können gemeinsam mit Euch das für Euch passende Mittel in der entsprechenden Potenz wählen.

Leichter Druck gegen Schwangerschaftsübelkeit

Die Akupressur ist eine der ältesten Heilpraktiken der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Mit dem Druck der Fingerkuppe werden dabei bestimmte Akupressurpunkte massiert – mal sanft, mal kraftvoll, mal kreisend, mal schiebend, mal drückend – um die Säfte des Körpers, sowohl tatsächliche Flüssigkeiten als auch Energien, optimal in Fluss zu halten beziehungsweise zu bringen. Akupressurpunkte entsprechen im Grunde den Akupunkturpunkten, nur dass diese traditionell mit Nadeln stimuliert werden.

Gegen die für eine Schwangerschaft typische Übelkeit hilft Akupressur laut Experten wirksam, wobei von Vorteil ist, dass Akupressur – im Gegenteil zur Akupunktur –  eine Heilmethode ist, die man sehr gut an sich selbst anwenden kann.

Ein wichtiger Druckpunkt (der sogenannte Punkt: Magen 36) liegt laut Experten genau eine Handbreite unterhalb der Kniescheibe und genau eine Daumenbreite seitlich außen neben der Schienbeinkante. Drückt diesen Punkt mit Eurem Daumen im Falle der Übelkeit mehrere Male. Wechselt anschließend auf den entsprechenden Druckpunkt des anderen Beines. Regelmäßig ausgeführt soll diese Akupressur auch vorbeugend wirken.

Ein zweiter wichtiger Akupressurpunkt (der sogenannte Nei-Kuan-PunktPerikard 6, kurz: P6 oder Pe6) befindet sich auf dem Handgelenk – um genau zu sein: auf dessen Innenseite, auf der Mitte zwischen Elle und Speiche, zwei Fingerbreit oberhalb der Stelle, an der Ihr Euren Puls fühlen könnt. Klopft zuerst mit dem rechten Mittelfinger leicht auf die Stelle am linken Arm. Nach ein bis zwei Minuten wechselt die Seite. Zur Vorbeugung könnt Ihr die Übung fünfmal am Tag wiederholen.

Ich hoffe, Euch helfen diese Tipps – über Rückmeldungen würde ich mich freuen!

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