Turnschuhe im Waschbecken

Doreens Bestenliste: Die besten Tipps zur Pflege von Sportbekleidung

Wie wäscht man einen Neoprenanzug und wie hilft Katzenstreu beim Trocknen von Skistiefeln? Was ihr zum Waschen und Pflegen funktionaler Sportbekleidung wissen solltet, steht hier.

Früher trug man zum Sport ein weißes Baumwollunterhemd und eine farbige Turnhose aus dem gleichen Material. Das vom Sport durchnässte Oberteil wusch man mit der Weiß- beziehungsweise Kochwäsche, die bunte Hose mit der Buntwäsche. So einfach war das damals. Heute gibt es Sportklamotten aus Hunderten von synthetischen Materialien mit speziellen Funktionen – die alle mit eigenen Waschzetteln daher kommen. Leider sind die nicht immer aussagekräftig genug, um die Kleidung so zu waschen und zu pflegen, wie sie es braucht. Wohl dem, der weiß, wo er sich kundigen Rat suchen kann.

Meine Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Denn angesichts der unzähligen Materialien käme bei Berücksichtigung aller eine Top Thousand oder größer heraus und keine Top Ten. Zumal die hier gelisteten Punkte nicht nach Wert gerankt sind, sondern eigentlich nebeneinander geordnet verstanden werden sollen – ganz so wie ein Stück Wäsche neben dem anderen auf der Wäscheleine, um mal im Thema zu bleiben. Der Leser wird hier deshalb nicht nur viele eher allgemein gültige praktische Tipps zum Waschen finden, sondern auch viele Hinweise auf weiterführende Lektüre zu speziellen Materialien und deren Pflege.

  1. Materialkunde
  2. Allgemeine Waschregeln
  3. Imprägnieren
  4. Reitsachen
  5. Fleece
  6. Handschuhe
  7. Neoprenanzug
  8. Skianzug und Skistiefel
  9. Turnschuhe
  10. Die professionelle Wäscherei

Wissen, was Sache ist

Wie eingangs gesagt, bietet eine Top-Ten-Liste wie diese hier nicht annähernd den Platz, um über jedes Material zu informieren, aus dem heutzutage Sportbekleidung gefertigt wird. Unzählige Kunstfasern sind auf dem Markt, die teilweise auch noch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich bezeichnet werden. Neben den hochmodernen und funktionalen Kunstfasern (Synthetik) sind Klassiker wie Baumwolle und Leder im Einsatz und nicht selten werden verschiedene Materialien in einem Kleidungsstück kombiniert.

Verbraucher fragen sich anhand der mitunter recht spärlichen oder unleserlich kleinen Informationen auf den Pflege-Etiketten der Sportsachen oft, wie sie diese so waschen und pflegen sollen, dass sie lange Form, Farbe und Funktion behalten. Dazu muss man natürlich wissen, ob die Fasern eine bestimmte Funktionalität mitbringen oder entsprechend ausgerüstet wurden, zum Beispiel chemisch. Erst mit solchem Materialwissen kann man schließlich entsprechend waschen und pflegen, ohne die Funktionalität der Fasern zu beeinträchtigen. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Materialien in Sportklamotten bieten Seiten wie Sport + Mode oder Esjod (insbesondere Radsport).

Verbrauchern sei dringend empfohlen, schon beim Kauf einer Sportklamotte den Verkäufer nicht nur nach den speziellen, gewünschten Trageeigenschaften der Sachen zu fragen, sondern auch nach den entsprechenden Wasch- und Pflege-Empfehlungen. Erfahrungsgemäß erfährt man in Fachgeschäften hier oft mehr als beim Kauf von der Stange oder bei Ebay & Co.

Nach jedem Training

Für Sportler sind ihre Sportsachen eine Art zweite Haut – auch wenn sie nicht immer wie diese sitzen. Sportbekleidung soll das Ausüben des Sports möglichst leicht und komfortabel machen und gegebenenfalls noch leistungsverstärkend unterstützen. Gleichzeitig soll sie ihren Träger, den Sportler, vor äußeren Einflüssen schützen, zum Beispiel Wärme, Licht, Feuchtigkeit, Kälte, Druck und so weiter.

Wie die natürliche Haut braucht auch die Sportbekleidung besondere Pflege. Die nötigen Wasch- und Pflegemaßnahmen ergeben sich vor allem aus der Art und Weise der Verschmutzung. Unabhängig von der Sportart nimmt jede Kleidung während des Sports Schweiß, Hautschüppchen, Talg und Fett sowie Partikel von Kosmetika (Deo, Parfüm, Bodylotion, Cremes, Sonnenschutzmittel) auf. Hinzu kommt Schmutz aus der Umgebung, zum Beispiel Feinstaub wie er beim Abrieb von Autoreifen entsteht (Jogger, Radfahrer) oder Chlor aus dem Schwimmbad. Der Schmutz verursacht einerseits ein hygienisches Problem und andererseits ein funktionales, wenn er sich an den Fasern festsetzt.

Da hilft nur eins: Waschen – und zwar nach jedem Gebrauch! Ausnahme: Bei leicht verschmutzter Funktionskleidung (Indoorsport) reicht es zahlreichen Empfehlungen in einschlägigen Internetforen zu Folge, die Sachen nach dem Gebrauch in klarem Wasser zu spülen und erst nach drei-, viermaliger Benutzung mit einem Waschmittel zu waschen.

Grundsätzlich könnt ihr nahezu jedes Sportkleidungsstück entweder mit der Hand oder in der Waschmaschine waschen. Beim Waschen mit der Hand sollte man auf eine möglichst lauwarme Wassertemperatur und ein mildes Waschmittel achten. Und darauf, dass man die Sachen nach der Reinigung mit der Waschsubstanz gründlich mit klarem Wasser spült, um Reste auszuwaschen.

Für den Waschgang in der Maschine sollte man gegebenenfalls vorhandene Spezialprogramme der Waschmaschine benutzen, bei niedriger Temperatur und geringer Schleuderzahl waschen. Außerdem sollte man möglichst wenig Waschmittel und keinesfalls Weichspüler hinzugeben, der chemisch ausgerüstete Fasern schädigt. Oft hört oder liest man auch den Rat, funktionale Sportklamotten separat oder in einem dichtmaschigen Waschsack geschützt zu waschen, damit sich keine Fremdfasern an den Funktionsfasern anlagern.

Wetterschutz dank Schutzschicht

Eine Imprägnierung (Fachleute sprechen von Hydrophobierung) ist eine Maßnahme, mit der Gewebe vor einer unerwünschten Durchfeuchtung geschützt werden. Viele Textilien, insbesondere für Outdoor-Sportarten, sind herstellerseits imprägniert, um die Sportler vor Wind und Wetter zu schützen. Im Laufe des alltäglichen Gebrauchs nutzt sich eine solche Imprägnierung ab, sie kann jedoch aufgefrischt werden.

Achtung: Imprägniermittel sind nicht unumstritten – sie gelangen über das Abwasser in die Umwelt und reichern sich dort an, da sie biologisch nicht abgebaut werden können. Wer Zelte, Kleidung oder Schuhe von Hand imprägnieren möchte, sollte deshalb beim Kauf des Mittels sowohl auf dessen Inhaltsstoffe als auch auf dessen Darreichungsform achten. Bio-Produkte, die sich pumpen lassen, sind herkömmlichen Spraydosen vorzuziehen.

Ob die Imprägnierung eines Gewebes noch hinreichend stark ist, prüft ihr am besten so: Sprüht mit einer Sprühflasche oder einem Zerstäuber Wasser auf das Gewebe. Perlt es gut ab, ist die wasserabweisende Schutzschicht noch intakt. Andernfalls lasst ihr den Stoff gut trocknen und imprägniert ihn anschließend.

Gut zu wissen: Die meisten Imprägniermittel haften weder auf Schmutz noch Fett oder Weichspüler. Deshalb sollte man Textilien vor dem Imprägnieren frisch waschen und gut trocknen. Das ausreichende Trocknen vor dem Imprägnieren ist insofern wichtig, da andernfalls Feuchtigkeit eingeschlossen wird und die Fasern anfangen könnten, Stockflecken zu bekommen oder gar zu schimmeln.

Es gibt auch Imprägnierungen, die sich beim Bügeln von selbst auffrischen. Werft hierzu einen Blick auf die Waschzettel der Hersteller. Falls ihr diese aus Gründen des Tragekomforts aus den Textilien heraustrennt, hebt ihr sie sorgfältig auf, um gegebenenfalls nach Wasch- und Pflegetipps schauen zu können. Am besten nutzt ihr ein Notizbuch, dort tackert ihr den Waschzettel fest und schreibt kurz daneben, aus welcher Klamotte ihr ihn herausgetrennt habt.

Pferdehaare in der Wäsche?

Wer sein Glück auf dem Rücken eines Pferdes sucht und findet, hat neben dem eigenen Körperschmutz auch den Schmutz des geliebten Vierbeiners in seiner Sportkleidung. Das ist für den einen Reiter kein Problem, für den anderen schon. Deshalb gebe ich Waschtipps für Reiter und ihre Reitklamotten.

Allgemein gelten auch für die heutzutage zum großen Teil aus Synthetik bestehenden Reitsachen die dafür bekannten Waschregeln: zum Beispiel die Wäsche nicht heißer als nötig zu waschen, dabei keinen Weichspüler zu verwenden und die Wäsche möglichst natürlich und gewebeschonend zu trocknen – also ohne den Wäschetrockner.

Tipp: Wem diese konservative Trocknung zu langsam von statten geht, dem sei eine praktische Zweitausrüstung zum Wechseln ans Herz gelegt.

Problematisch können die Pferdehaare in der Wäsche werden, die sich selbstverständlich auch in der Waschmaschine ansammeln. Wascht die Reitsachen deshalb unbedingt separat. Und überlegt euch, ob sich die Anschaffung einer zweiten Waschmaschine, die ihr ausschließlich für die Reitersachen benutzt, nicht lohnt. Dann wascht ihr normale Wäsche und „Pferdewäsche“ fein säuberlich getrennt.

Wem das Waschen der mit Pferdehaaren verschmutzten Reitsachen in der eigenen Waschmaschine zu viel ist, der kann selbstverständlich auch den Dienst einer professionellen Wäscherei (siehe unten) in Anspruch nehmen. Hört euchunter euren Reiterkollegen nach einer empfehlenswerten Adresse um!

Waschen ist ökologisch bedenklich!

Kaum ein Sportler, der nicht ein flauschiges, leichtes, wärmendes Stück Fleece sein eigen nennt. Was trug man nur, bevor der nahezu knitterfreie und elastische Velourstoff, der meistens aus Polyester, also auch aus recycelten PET-Flaschen besteht, Ende der Siebziger seinen Siegeszug um die Welt begann?

Fleecegewebe hat neben den bereits genannten auch folgende vorteilhafte Eigenschaften: Fleece trocknet besonders schnell und weist Wasserab. Daraus ergeben sich Vorteile in der Verwendung des Stoffes – nicht nur aber eben auch für Sportklamotten und im Umgang mit denselben. Insbesondere in Wintersportsachen findet man Fleece, beispielsweise in Jacken, Westen, Mützen, Schals und Handschuhen, weil er ein Leichtgewicht ist und dennoch sehr stark gegen Kälte isolieren kann.

Beim Waschen von Fleece kommt Freude auf, denn das Gewebe kommt schon nahezu trocken aus der Maschine. Zu beachten ist ansonsten wenig, außer vielleicht, dass es nicht zu heiß und ohne Weichspüler gewaschen werden sollte.

Leider wird die praktische Masche für einen Großteil der Verschmutzung der Meere verantwortlich gemacht: Wissenschaftler des Dubliner University College wuschen für Tests Kleidung aus synthetischen Stoffen in der Maschine und analysierten das dabei produzierte Abwasser. Das Ergebnis spricht für sich: Jedes gewaschene Kleidungsstück verlor in einem einzigen Waschgang bis zu 1.900 Fasern. Jede Faser sei zwar kleiner als der Kopf einer Stecknadel – aber man fand identische Fasern synthetischer Textilien an 18 Stränden dieser Welt – obwohl sich die Faserklümpchen kaum von Sandkörnchen unterscheiden.

Fleece fängt früher oder später an zu pillen: Auf der Oberfläche, insbesondere an typischen Scheuerstellen wie unter den Achseln oder gegebenenfalls am inneren Unterärmel bis hin zum Bündchen bilden sich kleine Knötchen. Die wird man mit speziellen Rasierern oder Klebeband wieder los.

Hände waschen mit Handschuhen

Bei so mancher Sportart tragen Sportler Handschuhe. Die sollen zum Beispiel das Greifen am Lenker des Fahrrades oder Halten an beziehungsweise von Sportgeräten erleichtern – oder einfach nur die Hände wärmen. Aber: Wer beim Sport schwitzt, schwitzt selbstverständlich auch an den Händen.

Stecken diese in Handschuhen, schwitzt es sich entsprechend schneller. Immerhin sind die Handinnenflächen mit besonders vielen so genannten ekkrinen Schweißdrüsen besetzt, 500 Stück sollen es pro Quadratzentimeter im Schnitt sein. Schwitzende Hände sind idealer Aufenthaltsort für Bakterien und andere Keime, die es sich gerne auch mal in den vom Tragen feuchtwarmen Handschuhen gemütlich machen. Allein aus hygienischen Gründen ist ein Waschen der Handschuhe deshalb zu empfehlen. Außen vor sind hier Boxhandschuhe.

Wer aus Angst, die Funktionalität der Handschuhe könnte in der Waschmaschine leiden, davor zurückscheut, die Handschuhe mitzuwaschen, der kann folgenden Tipp ausprobieren, der des Öfteren im Internet zu lesen ist: Handschuhe anziehen und damit wie ohne Handschuhe gewohnt, am Handwaschbecken die Hände waschen. Mit Handwaschseife. Anschließend gründlich abspülen, Handschuhe ausziehen und trocknen lassen. Fertig.

Spülung nicht vergessen!

Ob fürs Schwimmen, Surfen oder Tauchen, für Kinder oder Erwachsene, für Hobbysportler oder Triathlon-Teilnehmer – die meisten Schwimmanzüge und viele Tauchanzüge bestehen aus Neopren. Zu Recht, denn das Material erleichtert dank seiner Eigenschaften das Schwimmen: Man hat mit einem Neoprenanzug, kurz gern auch „Neo“ genannt, nicht nur einen angenehmen Wärmeschutz, sondern auch mehr Auftrieb und schwimmt deshalb schneller. Allerdings werden die Arme auch eher müde damit, da der Widerstand des bis zu fünf Millimeter dicken Materials an den Schultern höher ist, als wenn diese unbekleidet wären.

Spannende Informationen rund um das Material Neopren, zum Beispiel, was die Abkürzung SCS bedeutet, findet man beispielsweise auf der Website Triathlon-Tipps.de. Wer noch unentschlossen ist, ob er überhaupt einen Neoprenanzug kaufen möchte oder nicht, kann die kurze Kaufberatung zu Neopren-Schwimmanzügen lesen und sich mit den Vor- und Nachteilen bekannt machen.

Je nach Beanspruchung beträgt die Lebensdauer eines Neoprenanzugs zwischen vier und zehn Jahren. Um möglichst lange etwas von dem Teil zu haben, sollten Sie zur Pflege Ihres Neopren-Anzugs als allererstes die Pflege- und Wasch-Hinweise des Herstellers auf dem so genannten Waschzettel im Anzug und gegebenenfalls auf der mitgelieferten Pflegeanleitung lesen. In einschlägigen Internet-Foren findet man darüber hinaus eine ganze Menge Pflegetipps für Neoprenanzüge, zum Beispiel:

Wer in Salzwasser oder Chlorwasser war, sollte den Anzug anschließend gründlich in kaltem, klarem Leitungswasser (Süßwasser) ausspülen, um letzte Salz- und Chlorreste komplett los zu werden. Verblieben diese jedes Mal im Neoprenanzug, nimmt das Material nachhaltigen Schaden.

Trocknen sollte der Anzug anschließend auf links, entweder hängend auf einem Bügel mit ausgeformten Schultern oder liegend. Achtung: Schnelles Trocknen in praller Sonne schadet dem Neo, also besser schonend und langsam trocknen.

Aufbewahren könnt ihr den gespülten und getrockneten Neoprenanzug, indem ihr ihn anschließend wieder auf rechts dreht und entweder auf einem Bügel hängen lasst oder ihn legt. Dabei kommt es zum einen auf das optimale Zusammenlegen an: Wer dabei immer die gleichen Liegefalten und Knicke produziert, schafft Schwachstellen, an denen das Neopren zuerst seine elastischen Eigenschaften verlieren könnte. Es wird deshalb häufig empfohlen, den Neo zum Aufbewahren zu rollen. Zum anderen sollte ein Neo trocken und dunkel gelagert werden. Vermeiden Sie große Temperatur- oder Klimaschwankungen (Luftfeuchtigkeit) im „Lagerraum“.

Im Fachhandel gibt es spezielle Pflege- und Waschmittel für Neopren-Anzüge. Sie sollen das Neopren beispielsweise besonders lange geschmeidig halten. Am besten fragen ihr schon beim Kauf des Neos danach und lasst euch eingehend zu deren Verwendung beraten.

Heizstab gegen Feuchtigkeit

Ein moderner und funktionaler Skianzug wird genauso gewaschen wie andere funktionale Sportbekleidung auch: am besten bei niedriger Temperatur, also mit 30 oder 40 Grad, mit wenig herkömmlichem Waschmittel beziehungsweise speziellem Waschmittel – und ganz ohne Weichspüler. Letzteres verträgt sich nämlich nicht mit der Imprägnierung des Skianzugs gegen Feuchtigkeit.

Speziell imprägnierte Kleidungsstücke sollte man grundsätzlich so oft wie nötig und so selten wie möglichwaschen. Das schont das Gewebe und erhält dessen funktionale Eigenschaften ebenso länger wie Form und Farbe.

Getragene und entsprechend „duftende“ Skistiefel kann man auch selbst reinigen. Während manche die Innenstiefel per Hand oder gar im Schonwaschgang in der Maschine waschen, ziehen andere die Feuchtigkeit mittels Zeitungspapier oder gar Katzenstreu heraus. Wieder andere Skifahrer empfehlen in einschlägigen Foren spezielle Heizstäbe für Skistiefel, die es von unterschiedlichen Herstellern gibt. Je nach Ausführung der mobilen Skistiefel-Heizung beginnen die Kosten dafür bei 15 Euro, komfortable Modelle kosten aber auch schon mal 180 Euro.

Waschen in der Maschine?

Über das Waschen von Turnschuhen streiten sich die Verbraucher. Während die einen gute Erfahrungen damit machen, ihre Turnschuhe aus Leder oder Kunststoff-Mixen in der Waschmaschine zu waschen, raten die anderen davon ab.

Als Argumente gegen das Waschen von Turnschuhen in der Waschmaschine werden zum Beispiel angeführt: Die Waschmittel schadeten der Dämmung der Jogging-Schuhe; das Waschen löse Kleber, so dass sich die Schuhe nach und nach in ihre Einzelteile zerlegen; beim Waschen verlören die Schuhe, insbesondere gegebenenfalls vorhandene Einlegesohlen, ihre Form, Farbe und liefen mitunter sogar ein; die Waschmaschine leide bei einem Waschgang mit Turnschuhen, zum Beispiel gehe die Trommel kaputt.

Wer sich dennoch für Maschinenwaschgang entscheidet – immerhin haben moderne Waschmaschinen heute schon herstellerseits ein Programm zum Turnschuhe waschen – der sollte die Turnschuhe möglichst einzeln in je einen Waschbeutel (gibt’s in der Drogerie), farbechten Schuhbeutel oder kleinen Kissenbezug packen, damit sie die Wäsche unbeschadet überstehen. Meistens wird zum Waschen der Turnschuhe Feinwaschmittel oder flüssige Seife empfohlen, ebenso eine Waschtemperatur von 30 Grad und ein schonender Schleudergang (400 Umdrehungen pro Minute). Auf Weichspüler solle man verzichten, da er etwa Leder schneller brüchig werden lässt. Um Trommelschäden vorzubeugen, waschen manche die Turnschuhe mit alten Handtüchern oder einem Stück Bettwäsche.

Nach der Wäsche ist schonende Trocknung angesagt: Trockner, Heizung oder pralle Sonne sind tabu. Besser ist es, die feuchten Schuhe an der Luft trocknen zu lassen und davor mit Papier auszustopfen.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Schuhe sollte man zwischen dem Tragen immer komplett trocknen lassen – mindestens 24 Stunden. Wer täglich joggt, schafft sich deshalb besser ein zweites Paar Joggingschuhe an, die Investition zahlt sich in längerer Haltbarkeit beider Paare aus!

Die bequeme Variante

Was du nicht selber kannst besorgen – das überlasse ohne Sorgen einem Profi. Das gilt wie für viele alltägliche Dinge selbstverständlich auch für das Waschen von Sportbekleidung. Bring’s doch in die Wäscherei – das ist ein Rat, den sich jeder Sportler zu Herzen nehmen kann, der viel Geld in funktionale Sportklamotten investiert hat und sich nicht mit deren Pflege und Reinigung auseinandersetzen möchte.

Eine professionelle Wäscherei übernimmt diesen Job sicher gern. Als Verbraucher profitiert ihr von dem Know-how und der speziellen Ausrüstung des Dienstleisters – und von den Erfahrungen, die er auf dem Gebiet der Spezialreinigung gemacht hat.

Zu empfehlen sind Reinigungsbetriebe und Wäschereien, die sich ökologisch-korrekt um die Säuberung von Klamotten kümmern. In Großstädten und Ballungsgebieten sind solche grünen Dienstleister schon recht gut vertreten – am besten schaut ihr euch im Branchenverzeichnis, offline oder online, danach um. Oder fragt im Sportverein, Sportclub oder Sportstudio nach, ob dort eine ökologische Reinigung bekannt ist.

Foto: Doreen Brumme

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