Rote Bete – ein Tausendsassa!

Rote Bete wird von vielen nicht sehr oder gar unterschätzt – sowohl geschmacklich, als auch nährwerttechnisch. Zu unrecht, denn die roten Rübchen sind ein Quell an Vitalstoffen. Und dabei noch leicht zuzubereiten. Was in Rote Bete steckt, könnt Ihr hier lesen.

Rote Bete – nahrhafter Gesundmacher

Die Rote Bete, übrigens eine Verwandte der Zuckerrübe und des Mangolds mit wahrscheinlichem Ursprung in Nordafrika, enthält reichlich Betain. Das ist ein sekundärer Pflanzenstoff und Eiweißbaustein, der unter anderem die Zellen der Leber stimuliert, der Gallenblase Kraft spendet und hilft, die Gallengänge funktionstüchtig zu halten. Davon profitiert die Verdauung.

Darüber hinaus soll das Betain den Homocysteinspiegel senken können: Das wirkt sich positiv auf Herz und Blutgefäße aus.

Die in auffallend hoher Menge enthaltene Folsäure (besonders empfehlenswert für Schwangere!) sorgt dafür, dass  – bei regelmäßigem Genuss von Rote Bete und / oder Rote-Bete-Saft – Herzinfarkt und Schlaganfall vorgebeugt wird.

Nicht zuletzt vermag Betain es, den Serotoninspiegel zu erhöhen – das Glückshormon wirkt als Stimmungsaufheller.

Auch als Blutdrucksenker hat Rote Bete sich bewährt.

Und so manches hautbildzerstörende Furunkel, so mancher Abzess oder auch Akne-Pickel sollen ebenfalls dank des Genusses von Rote Beete verschwinden.

Dass Rote Bete dank ihres Eisengehalts blutbildend wirken soll, ist umstritten. Denn davon nimmt der Körper nur einen kleinen Teil auf. Erschwerend hinzu komme laut Experten, dass das in Pflanzen vor allem vorhandene dreiwertige Eisen im Darm erst zu zweiwertigem umgebaut werden müsse, bevor es verwertet werden könne. „Rote Bete spielt für die Blutbildung daher kaum eine Rolle“, sagt Anthony Ho von der Abteilung für Hämatologie des Uni-Klinikums Heidelberg gegenüber dem Spiegel.

Gut zu wissen: In den Blättern der Rote Bete steckt noch viel mehr an Vitalstoffen als in den Rübchen selbst – wer die Möglichkeit hat, sollte diese deshalb unbedingt mitverwerten. Die Blätter sollen zudem gut gegen Mundgeruch helfen.

Rote Bete – tolle Farbe für Speis und Trank

Rote Bete ist jedoch nicht nur ein gesundes Lebensmittel. Sie liefert uns auch einen gesunden und natürlichen Lebensmittelfarbstoff – allerdings mit dem für die Rübchentypischen Eigengeschmack. Frisch gepresster Orangensaft wird mit einem kräftigen Schuss Rote-Beete-Saft blutrot, ein heller Kuchenteig pink. Auch Kartoffelbrei oder eine Suppe kann man auf diese Weise zumindest optisch mal ganz anders servieren – insbesondere für Kinder ist das oft eine willkommene Abwechslung auf dem Teller.

Selbst Ostereier lassen sich mit Rote Bete öko-korrekt und chemiefrei färben.

Gelbe und geringelte Bete – bunte Versionen der Roten Bete

Neben der Roten Bete gibt es auch farblosere Varianten, zum Beispiel die Gelbe Bete. Das kleinere, leuchtend gelbe Rübchen schmeckt etwas süßer als seine purpurne große Schwester. Und dann gibt’s da auch noch die geringelte Bete, die nicht ganz so erdig schmeckt wie die Rote Bete, aber ebenso süßlich ist, wie die Gelbe Bete.

Foto: Doreen Brumme (Hier seht Ihr meine eingelegte Rote Bete. Ich esse sie gerne auch roh als Carpaccio mit etwas Olivenöl und Salz.)

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