4fach-Mutter und Bio-Bloggern macht 2018 freiwillig Kleider-Diät

Kleider-Diät 2018: Warum ich keine Kleider und Schuhe kaufe

Irgendwann im vergangenen Dezember fasste ich einen Plan: Meinen Diätplan für 2018. Er lässt sich ganz schnell erklären: Ich möchte im laufenden Jahr keine Kleidung und keine Schuhe für mich kaufen. Warum, wieso, weshalb ich diese Kleider-Diät mache – das erkläre ich euch hier.

Zum Jahreswechsel machen viele Menschen ihre Vorsätze öffentlich. Sie erzählen sie ihrem Partner, ihren Freunden, Verwandten und Kollegen. Das Veröffentlichen soll ihnen helfen, an den Vorsätzen fest zu halten, insbesondere dann, wenn Aussicht auf Probleme damit besteht. Ich bin da nicht anders gestrickt als meine Mitmenschen.

Warum und wie ich meine Kleider-Diät-2018 öffentlich mache

Zuerst habe ich meinen Diätplan für 2018 meinem Kleiderschrank verkündet. Der nahm ihn aus allen Nähten platzend zur Kenntnis. Hatte ich auch nicht anders erwartet. Dann informierte ich meine Familie, meinen Mann, die vier Kinder und meine Mama. Solche Bescheidwisser (Mitwisser) machen mir Rückfälle schwer. Insbesondere auf meine vier Kids kann ich mich verlassen, die sind streng, wenn’s um Einhalten von Plänen und Vorsätzen  geht.

Das weiß ich schon von meiner Ernährungsumstellung #leichterunterwegs, die ich seit Februar 2016 praktiziere und von der ich euch hier auf dem Blog bereits berichtet habe: Nachdem ich damit ein Jahr erfolgreich war. Ich halte mich übrigens bis heute an den mir selbst auferlegten Diätplan, einen Tag zu essen, einen Tag zu fasten, und halte so auch mein leichteres Gewicht. Und natürlich macht auch dieser Blogpost euch alle zu Mitwissern und erhöht damit den Ansporn, die Kleider-Diät 2018 auch wirklich bis zum Jahresende durchzuhalten.

Wie viel Kleidung ist mir genug?

Warum ich das noch einmal anführe? Nun, ich hatte von Februar bis Juli 17 Kilo verloren und meine neue Figur neu eingekleidet, teils, weil ich es musste, teils, weil ich es wollte. Aus mehreren Gründen (vor allen: Sorge, doch wieder zuzunehmen) habe ich jedoch auch einen Teil der früheren Garderobe behalten, denn diese passt buchstäblich locker, ist zeitlos, wertvoll und in meinen Augen noch immer sehr liebenswert. Zusammen mit den neuen ergibt sich so ein recht großer Haufen Klamotten, die mir passen und die ich gerne trage.

Wozu ich anmerke, dass wir in unserer, für eine Familie mit sechs Personen und seit Nikolaus auch wieder mit einer Katze (dazu demnächst mehr auf diesem Blog), doch sehr kleinen 67-Quadratmeter-Wohnung nicht wirklich viel Platz pro Kopf für Klamotten haben. Wenn ich meinen Kleiderschrankteil beschreibe, geht es um ein Schrankvolumen von 1 Meter Breite mal typische 0,6 Meter Tiefe mal 1,80 Meter Höhe. Dazu noch zwei größere Schubladen für Wäsche und zwei kleine für Socken und Strümpfe. Hinzu kommt etwa ein Drittel Raummeter Jacken. Ich schreibe mal so: Ich finde, ich habe genug Kleidung, der einen von euch wäre meins zu wenig, der anderen zuviel.

Home-Office spart Business-Kleider

Mir reicht’s, zumal ich im Home-Office arbeite und daher kaum noch Business-Kleidung trage, die ich selbstverständlich besitze. Viele gute Stücke stammen aus einer sehr schlanken Zeit im Verlag, damals vor den Kids. Klingt nach alter Klamotte? Ja, stimmt. Aber wie geschrieben, zeitlose Stücke sind zuerst modisch, dann klassisch. Und wenn nötig, macht der Schneider daraus auch wieder Mode.

Heute ist mein alltägliches Outfit eher casual-sportlich. Ich trage gerne Jeans und winters kuschelige Oberteile, denn ich bin ein Frostköddel und an den Nicht-Ess-Tagen friere ich schnell. 

Warum ich auch im Home-Office richtig angezogen bin

Wobei ich mich jeden Morgen richtig anziehe:

  • Erstens, weil ich raus muss, um Nr. 4 in den Kinderladen zu bringen und auf dem Rückweg einzukaufen.
  • Zweitens, weil mir die Klamotten helfen, mich auf die Arbeit zu konzentrieren.
  • Drittens, weil ich mit Auftraggebern via Skype kommuniziere (Video-Chat).
  • Und viertens, weil die Enge der Klamotten auch daran erinnert, nicht zu viel auf einmal zu essen. Was ich natürlich könnte, denn mein Magen ist so Einiges an Ausdehnung gewohnt, leider. 

So. Damit habe ich Qualität und Quantität meiner Garderobe geschildert.

Die „Paar Schuhe“ reichen mir

Fehlt noch ein Wort zu Schuhen. Denn meine Kleider-Diät gilt auch für meine Schuhe. In meinem Besitz sind so einige Klassiker, insbesondere Chelsea-Boots und Sneaker, die ich seit Jahren trage und hüte. Etwa 20 Paar Schuhe, vom Gummistiefel mit langem und kurzem Schaft, über Chelsea-Boots und Sneaker, jeweils für alltags und festtags, bis hin zu Turnschuhen und warmen Stiefeln, stehen von mir in unserem Schuhregal. Hinzu kommen noch diverse Flip-Flops – meine Lieblingsschuhform im Sommer – zwei Paar Clogs in normal (flach) und chic (hoch) sowie  ein Paar Sandaletten. Da ich meine Schuhe niemals zwei Tage lang hintereinander anziehe, sie jedes Mal nach dem Ausziehen noch warm aufspanne und sie typgerecht pflege, sind die ältesten Schuhe, die ich habe, gut 20 Jahre alt, was ihnen keiner ansieht!

Kurz, ich habe genug Kleider und Schuhe. Mehr als genug. Das ist eine gute Basis, um meine Kleider-Diät zu starten und ein Jahr lang durchzuhalten.

Challenge: selbstbestimmter Konsumverzicht

Und deshalb mein Plan für meine Kleider-Diät 2018: Ich kaufe in diesem Jahr weder Kleidung noch Schuhe für mich. Mein Mann hat sich auch gleich rangehängt. Bei den Kindern  greift die Kleider-Diät dagegen nicht ganz: Die typischen Wachstumsschübe sind vorprogrammiert. Obwohl ich mir auch hier vorgenommen habe, den Kleidungskauf stets kritisch zu hinterfragen. Insbesondere bei meinen Mädels, die sich bislang häufiger mal eine neue Klamotte wünschten als die Jungs. Den Kindern habe ich das mitgeteilt – sie waren mit der angekündigten Sparmaßnahme einverstanden.

Wir fragen bei Begehr nach neuer Kleidung seitens der Kids also jetzt stets: Wird das tatsächlich gebraucht? Ist das ein Kleidungsstück, das du gerne und häufig anziehst oder droht Gefahr, das es nur einmal getragen wird? Ist es nachhaltig oder Fast-Mode?

Was mir meine Kleider-Diät bringen soll

Ich erhoffe mir von der Kleider-Diät 2018 Selbsterkenntnis bezüglich meiner tatsächlichen Bedürfnisse. Zudem hoffe ich auf ein neues Bewusstsein und eine wachsende Wertschätzung gegenüber dem, was ich an Kleidung und Schuhen habe. Und ich erwarte eine neue Gelassenheit gegenüber modischen Konsum sowie natürlich auch eine Ersparnis – sowohl an Kleidergeld als auch Schuhgeld. Der Plan, nichts zu kaufen, spart mir auch Zeit: Shopping-Zeit!

Und nicht zu vergessen: Ich verbessere meinen ökologischen Fußabdruck, wenn ich weniger Textilien und Schuhe konsumiere.

Außerdem spekuliere ich darauf, ein paar der Kleidungsstücke endlich einmal zu tragen, die andernfalls zugunsten neuer Teile immer weiter in der Tiefe meines Schrankes  verschwinden würden. Und damit – zumindest bis zur regelmäßigen Aufräumaktion – aus meiner Wahrnehmung. Aus den Augen – aus dem Sinn … So heißt es doch! Und das gilt auch für mich und für meine Kleider.

Die Kleider-Diät färbt auf andere Konsumgüter ab

Ich stelle nach fast drei Wochen leben nach meiner Kleider-Diät 2018 fest, dass ich die Frage „Brauche ich / brauen wir dieses und jenes tatsächlich?“ auch bei konsumierbaren Dingen stelle, die nicht in den Kleider- und Schuhschrank gehören. Beispielsweise habe ich nach erfolgreicher Beschränkung der Zahl der Weihnachtsgeschenke auf ein Geschenk (erfüllter innigster Wunsch im Rahmen eines für alle ähnlichen Budgets), ein Buch und eine Süßigkeit, auch die Zahl der Geburtstagsgeschenke per Ansage begrenzt: Wir Eltern erfüllen den Herzenswunsch (im Rahmen eines Budgets) und Oma und die Geschwister dürfen jeweils ein weiteres Geschenk machen oder sich an der Erfüllung des Herzenswunsches beteiligen: bastelnder oder zahlender Weise (aus den Spardosen). Mal sehen, wie sich das umsetzen lässt …

Zudem will ich/wollen wir unseren Plastikkonsum bewusst einschränken. Das ist bei immerhin noch zwei Kids, die liebend gerne Playmo, Lego und Schleich spielen, eine Herausforderung. Hier bin ich jedoch geneigt, den einen innigen Geburtstagswunsch zu erfüllen, sei es aus was es sei.

Außerdem wollen wir unseren Foodwaste verkleinern. Meine besten Tipps dazu habe ich gerade hier aufgelistet.

Ich freue mich auf mein Jahr 2018. Noch bin ich zuversichtlich, meinen Diätplan einzuhalten. Ich halte euch über meinen Fortschritt auf dem Laufenden und werde euch über Erfolg und Misslingen selbstverständlich berichten. Vielleicht regt mein Konsumverzicht, 2018 null neue Kleider und neue Schuhe für mich zu kaufen, euch zu ähnlichen Diät-Plänen an. Dann schreibt mir einfach! Danke dafür, dass ich ein Mitwisser sein darf!

Grafik „Wortwolke Kleider-Diät 2018“: Doreen Brumme

 

 

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