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Doreens Bestenliste: 11 Tipps und Tricks rund um die Festtagsfrisur

Von meinen vier Kindern sind zwei Töchter, die eine mit sehr langen Haaren (fast einen Meter lang) und die andere mit inzwischen schulterlangen Haaren. Ich selbst habe seit Kurzem auch nur noch etwas längere als schulterlange Haare. Kurz: Wir haben Haare genug, um alle Jahre wieder die schönste Festtagsfrisur zu testen. Aus unseren haarigen Erfahrungen mit festlichen Frisuren habe ich die folgende Bestenliste mit 11 Tipps & Tricks zur Festtagsfrisur zusammengestellt.

Feste soll man feiern, wie sie fallen – sagt man. Doch wer mit Stil feiern will, braucht auch das passende Outfit. Dazu gehört eine dem Anlass angemessene „festliche“ Frisur. Für einen besonderen Auftritt darf es in Sachen Haarstyling, insbesondere bei den weiblichen Gästen, selbstverständlich auch ein bisschen mehr Glamour und Glitzer sein.

Während manch einer für seine Festtagsfrisur manchmal Stunden braucht, bekommt manch anderer sie in Sekunden hin. Der eine gibt dafür viel Geld aus, der andere keinen Cent. An einem Bad-Hair-Day ist die Festtagsfrisur vielleicht nicht mal eine richtige Frisur, sondern ein in der Not erfundener Look.

Die schönsten und festlichsten Looks romantischer, frecher und eleganter Natur werden in der Liste hier aufgezeigt – verbunden mit leicht nachmachbaren Tipps und Tricks zu deren Styling. Ganz sicher ist auch was für euch dabei!

Die 11 besten Tipps und Tricks rund um die Festtagsfrisur im Überblick:

  1. Sleek-Look
  2. Wet-Look
  3. Wellen
  4. Flechtwerk
  5. Tutti Dutti
  6. Glitzer-Look
  7. Falsche Haare
  8. Girlanden
  9. Blüten
  10. Haarreif, Diadem, Krone
  11. Un-Frisur

Glatt und glänzend – ein Klassiker für (halb)langes Haar

Der Sleek-Look ist mittig oder seitlich gescheiteltes und total glatt getragenes offenes Haar. Es ist ein Klassiker, der euren Kopf zu jedem festlichen Anlass wirkungsvoll in Szene setzt – egal, ob ihr in Designerjeans und rockigem Glitzerfummel eine wilde Silvesterparty mit Freunden oder im kleinen Schwarzen aus Cashmere ein besinnliches Weihnachtsfest mit den Verwandten feiert. Wichtig ist nur, dass das glatte Haar gesund ist (sorgfältig gestutzte Spitzen sind ein Muss!) und entsprechend glänzt.

Euer Haar kann gesträhnt, gefärbt, gestuft, mit Pony oder ohne sein. Mit wenigen Handgriffen ist der Sleek-Look gestylt:

Sind die Haare bereits gewaschen und trocken, zieht ihr einen strengen Scheitel und kämmt das Haar entsprechend glatt aus. Kleine Naturwellen bändigt ihr gegebenenfalls mit einem Haarglätter. Verteilt etwas Haarwachs auf die Oberhaare.

Sind die Haare noch feucht, streicht ihr ein bisschen Gel auf die handtuchtrockenen Haare. Zieht euch dann einen Scheitel an der gewünschten Position. Kämmt die die Haare anschließend glatt aus und lasst die Frisur trocknen.

Wer den Sleek-Look nicht offen tragen möchte, kann die geglätteten Haare am Hinterkopf zu einem tiefen (klassisch) oder hohen (frech) Pferdeschwanz binden. Es heißt übrigens, der optimale Sitz des Pferdeschwanzes sei genau an der Stelle, die sich ergibt, wenn man die Kinnlinie in Richtung Hinterkopf verlängert.

Wichtig ist bei einem Pferdeschwanz, dass ihr ein einfaches, unauffälliges Gummiband verwendet, das den cleanen Sleek-Look nicht zerstört. Wer mag, kann deshalb auch eine einzelne Haarsträhne um das Haargummi winden und diese mit Haarnadeln feststecken, sodass man nichts sieht – außer Haaren. Im Handel gibt es auch entsprechende Haargummis aus Kunsthaar. Mein ehrlicher Tipp für alle, deren Haar eher dünn ist: Ich habe mir im Internet den Pony Puffin gekauft, der lässt meinen Pferdeschwanz schön dick aussehen.

Etwas aufwendiger ist es, das in einem Zopf gebändigte Haar zu einem Knoten zu formen oder das eingedrehte Haar in eine klassische Banane zu schlagen und diese nahezu unsichtbar am Hinterkopf oder Oberkopf zu befestigen. Für diese Frisuren holt ihr euch am besten die helfenden Hände einer Freundin oder eines Profis. Sie brauchen außerdem jede Menge Haarspray, um den Haarbau zu fixieren.

Nass-Look – ein aufregendes Styling für Sie und Ihn

Wer glaubt, der Wet-Look sei nur eine letzte Rettungsmaßnahme für nicht zu bändigende Haare in allerletzter Minute, der unterschätzt den Klassiker: Der Nasse-Haare-Look begegnet einem bei festlichen Anlässen auf Schritt und Tritt – er wird sowohl von Frauen als auch Männern getragen. Er eignet sich für kurzes, halblanges und auch langes Haar. Letzteres sollte dann aber zu einem Zopf oder Knoten gebunden werden.

Tatsächlich ist der Wet-Look schnell gestylt! Ihr braucht dazu lediglich entsprechendes Gel oder auch Pomade (die erlebt gerade eine Renaissance), das/die ihr im Haar verteilt. Anschließend kämmen Männlein und Weiblein die Haare nach hinten, seitwärts oder ins Gesicht – je nachdem, welchen Look ihr euch selbst verpassen wollt und welcher Schnitt eurer Frisur zugrunde liegt. Abschließend besprüht ihr das Haar mit Haarlack, der sorgt für Glanz und Glamour. Wer ganz dick auftragen möchte, streut zuvor noch Glitzerpartikel auf das Haar.

Mit einem kleinen Kamm könnt ihr dem Wet-Look auch aufregende Wellen verpassen, die ihr anschließend mit Haarspray fixiert. Tragbar ist auch eine kombinierte Frisur, für die ihr nur einen Teil der Haare im Wet-Look stylt, beispielsweise den Vorderkopf. Die Haare am Hinterkopf könntet ihr dann für aufwendige Löckchen auf kleine Wickler drehen und wild frisieren.

Einmalig oder auf Dauer: Erwecke die Diva in dir

Wellen-Frisuren liegen nach wie vor voll im Trend, aber auch sonst sind sie bei festlichen Anlässen ein zeitloser Klassiker. Wer nicht von Natur aus gewelltes Haar hat und dieses lediglich mit Rundbürste und Föhn in Form bringen muss, kann sich entweder in die vertrauensvollen Hände eines Haarprofis begeben und sich eine Dauerwelle verpassen lassen. Alternativ kann man sich mit etwas Geschick und mit dem passenden Werkzeug schnell ein paar üppige Wellen zulegen, die allerdings nur von kurzer Lebensdauer sind.

Handtuchfeuchte Haare werden dazu auf große Wickler gedreht, die man dann an der Luft trocknen lässt beziehungsweise trocken föhnt. Die Wickler werden erst dann aus dem Haar genommen, wenn dies wirklich trocken ist, andernfalls würden sich die Wellen schnell aushängen, weil das feuchte Haar zu schwer ist. Beim Entfernen der Wickler sollte man behutsam vorgehen, damit die Wellen nicht allzu sehr verwuseln – der Just-out-of-bed-Look ist zwar trendy, aber eben nicht festlich.

Statt auf Wickler kann man die Haare auch auf Rundbürsten wickeln, die man dann solange im Haar lässt, bis es trocken ist. Profis benutzen zu diesem Zweck mehrere Bürsten gleichzeitig – Laien haben meist nur eine und müssen entsprechend mehr Zeit fürs Stylen einplanen.

Tolle Wellen lassen sich auch mit einem Lockenstab drehen oder mit einem Glätteisen, das, mit etwas Geschick eingesetzt, gleichzeitig als Lockenstab dienen kann. Festliche Wellen fixiert ihr anschließend mit Haarspray – setzt das aber bitte nur sparsam ein, damit die Lockenpracht nicht damit zerstört wird.

Geflochtene Zöpfe: Kopfmuster fürs große Fest

Halblanges und langes Haar kann man zu festlichen Anlässen geflochten tragen – das wirkt besonders romantisch. Allerdings ist für eine Flechtfrisur einiges an Erfahrung nötig! Ungeübte sollten entweder rechtzeitig mit dem Flechttraining anfangen, um zum Festakt einen perfekt geflochtenen Zopf vorzeigen zu können oder sich professionelle Hilfe holen.

Anleitungen für traumhaft schöne Flechtfrisuren findet man heute zuhauf im Internet – bei YouTube & Co. sogar in bewegten Bildern. Auch viele Beauty-Portale halten Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Flechten verschiedener Frisuren bereit – wer sich dort umschaut, wird sicher schnell fündig.

Besonders festlich wird eine Flechtfrisur, wenn man sie auch entsprechend dekoriert. So lassen sich Bänder und Girlanden ebenso einflechten wie falsche Haare oder Blüten (siehe Listenpunkt 6 und folgende). Wichtig: Damit die Flechtfrisur den Festakt unbeschadet übersteht, sollten die Haare möglichst nicht frisch gewaschen sein. Sind sie locker und fluffig müsst ihr mit reichlich Haarspray arbeiten, um die lockeren Haare zu fixieren.

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Schnelle Dutts sind bei uns kein Problem: Ob aus strähnen gedreht (Mitte) oder als Kringel befestigt (link) oder wie bei mir als schnelle Banane. Foto: Doreen Brumme

Tutti Dutti – ein Dutt bringt Klasse in die Haare

Ich kann euch sagen: Mit einem Dutt retten wir unser Haar in nahezu jeder Haarsituation und machen daraus eine schöne Festtagsfrisur. Meine jüngere Tochter macht Ballett und braucht daher seit jeher zum Training einen Dutt. Den tüdel ich ihr inzwischen aus jeder Lebenslage in Sekunden zusammen. Haben wir mehr Zeit, setzen wir Duttkissen ein, um dem Dutt im Nu mehr Volumen zu verpassen. Die Große braucht mit ihrem sehr langen Haar kein solches Kissen mehr, sie wickelt ihren Haare meist aus dem offenen oder geflochtenen Zopf direkt zum Dutt auf.

Spannend ist der Sitz des Dutts am Kopf: Je tiefer er sitzt, desto edler wirkt die Festtagfrisur in der Regel. Testes auch seitlich sitzende Dutts mal aus! Auch das Dutt-Styling gibt dem Look eine Note, ihr könnt alle Haare in einen strengen Sleek- oder Wetlook legen und dann einen Dutt wickeln oder diesen aus wilden Locken oder Strähnen frisieren.

Den Dutt könnt ihr mit allerlei Haarschmuck zieren, schaut dazu gerne in die folgenden Tipps!

Bling, Bling – der Glitzer-Look als Hingucker

Für Glitzer im Haar könnt ihr auf verschiedene Weise sorgen: ganz klassisch mit einer schönen, auffälligen Haarspange oder frecher mit unzähligen kleineren Glitzerklemmen. Der Haarschmuck bringt kurze und lange, glatte und gewellte oder gar wild gelockte Haare zum Glänzen. Sie stehen damit garantiert im Mittelpunkt.

Einen glänzenden Auftritt könnt ihr eurer Frisur auch mit Glitzerspray verschaffen, das ihr je nach Geschmack und Anlass eher verhalten oder üppig auftragt. Besonders wirkungsvoll sind silberne oder goldene Glanzpartikel. Ihr könnt damit eine einzelne Kopfpartie beziehungsweise Strähne betonen, zum Beispiel den Scheitel oder eine seitliche Strähne, die ihr wie zufällig hinters Ohr klemmt. Beachtet, dass ihr nur hochwertige Produkte – am besten in Bio-Qualität – auf die Frisur auftragt, um die Haare nicht zu schädigen.

Künstliche Haarverlängerungen – im Handumdrehen von kurz zu lang

Mit falschen Haarteilen oder gar Perücken hat man seit jeher Frisuren zu festlichen Anlässen kreiert. Heute kann ein Profi euch mit Hilfe von Extensions innerhalb weniger Stunden zu einer Langhaarfrisur verhelfen, die Jahre bräuchte, um natürlich zu wachsen. Wer vor dem anstehenden Fest also die nötige Zeit und das Geld hat, kann sich die Haare künstlich verlängern lassen, um dann mit wallender Mähne oder eleganter Hochsteckfrisur zu feiern.

Je echter die Verlängerung wirken soll, desto hochwertigere Materialien sind nötig: Extensions aus Echthaar sind teurer als solche aus Kunsthaaren. Letztere gibt es schon ab einem Euro pro Strähne. Echthaar-Extensions kosten ein Vielfaches.

Weniger aufwendig anzubringen und auch günstiger in der Anschaffung sind Kunsthaarteile aus der Drogerie, die sich auch der Laie schnell ins Haar stecken kann. Besonders frech oder witzig wirken farbige Strähnchen, die ihr einzeln in einen Zopf beziehungsweise Knoten einbindet.

Feiern mit Heiligenschein

Girlanden schmücken nicht nur Räume und Bäume. Mit einer Girlande, also einem mit allem möglichen Denkbaren und Undenkbaren geschmückten Band, könnt ihe ratz-fatz auch euren eigenen Kopf verzieren. Und das Beste ist: Eine Girlande passt auf Männerköpfe (Lorbeerkranz auf römischen Herrenhäuptern) und Frauenköpfe (Blumenkränze aller Art).

Der Charakter des anstehenden Festes inspiriert euch womöglich schon, um die ultimative Girlande für eure besonders festliche Frisur zu finden: Natürliche Materialien wie geflochtene Blumenkränze, Ranken und Blattwerk (Hochzeitsfrisuren), kunstvoll geschmückte Girlanden aus der Dekoabteilung eines Innenausstatters oder auch verspielte aus der Kinderabteilung stehen zur Wahl. Klassische Weihnachtsgirlanden mit Sternchen oder Schneeflocken kann man übrigens auch zu vielen anderen Partys tragen.

Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Schließlich lässt sich so eine Girlande auch schnell selbst basteln – ihr braucht lediglich ganz feinen Draht, Sehne (verschwindet nahezu unsichtbar im Haar), Filzband oder Schleifenband und fädeln darauf Perlen, Blüten, Federn & Co.

Barfuß oder in High Heels – eine Blume im Haar zieht Blicke an

Mitunter muss es mit der Verwandlung von der Alltagsheldin zur stylishen Partymaus ganz schnell gehen – spontane Zusagen sind für die Frau von heute jedoch kein Problem: Denn wer keine Zeit für aufwendiges Frisieren hat, greift unauffällig in den nächsten Blumenstrauß oder läuft schnell zum Blumenhändler um die Ecke und holt sich eine auffallend schöne, einzelne Blüte fürs Haar.

Achtung: Frische Blüten wirken im Haar edler, aber zur Not tut es natürlich auch eine künstliche Blüte aus Stoff (Seidenblumen), Papier oder Plastik – die frau wie Mary Poppins zur passenden Gelegenheit wie selbstverständlich aus ihrer Handtasche zaubert. Mit etwas Gel oder Haarspray glättet ihr eure Alltagsfrisur und klemmt euch anschließend die Blüte seitlich über dem Ohr fest.

Krönungsfest: Prinzessin mit Krone im Haar

Ob kurz oder lang, das Aussehen eures Haares lässt sich aus festlichem Anlass mit entsprechendem Haarschmuck krönen. Zu weit hergeholt? Zu kitschig? Von wegen! Blättert bei Gelegenheit mal durch die Bilderwelt der Boulevardpresse: Ihr werdet jede Menge mit Diamanten besetzte Diademe, Krönchen oder Haarreifen sehen, mit denen sich die Stars und Sternchen dieser Welt gerne mal schmücken. Das könnt ihr selbstverständlich auch!

Ein glitzernder Haarreif, eine funkelnde Krone oder ein glänzendes Diadem passt zur frechen Pixie-Frisur, zum klassischen Bob und zur langen Mähne – egal, ob glatt (Sleek-Look) oder wellig gestylt. Selbst ein Wet-Look verträgt solch ein Schmuckstück mitunter.

Wer echt edlen Kopfschmuck nicht sein Eigen nennt, muss deshalb nicht auf den Look verzichten: In der Modeschmuckabteilung gut sortierter Kaufhäuser gibt es die Schmuckstücke in bezahlbaren Varianten. Flohmärkte sind auch ein bewährter Fundort dafür. Und wenn alle Stricke reißen: Man kann sich den edlen Kopfschmuck auch leihen – bei Freunden oder einem Kostümverleih.

Festliche Kopfbedeckung – Alternative zur Festtagsfrisur

Haare gut, alles gut – heißt es. Doch wem die eigene Frisur zum Fest gar nicht passt, der kann diese mithilfe einer Perücke oder einer edlen Kopfbedeckung auch ganz „verstecken“. Das ist nicht gegen die Etikette und wirkt oft extravagant und schön.

Ob ijr eure Haare unter einem feinen Hut, einer edlen Kappe, einer zarten Strickmütze oder einem glänzenden Tuch tragt – ist euch überlassen. Die Kopfbedeckung sollte nur gut zu dem festlichen Anlass und eurer übrigen Garderobe passen: Sie kann also glitzern und funkeln und so den Glamour des Abends widerspiegeln. Denkt nur daran, dass eine auffallende Kopfbedeckung ebenso Blicke anzieht wie eine prächtige Frisur.

Eine Alternative zu Hut, Mütze oder Tuch sind Perücken – die längst das Festparkett erobert haben. Schließlich erlauben sie ihren Trägern einen komplett neuen Look in kürzester Zeit. Ratsam ist es, bei Perücken auf deren Qualität zu achten. Echthaar-Perücken sind zwar teurer als solche aus Kunsthaar, wirken dafür aber auch so, wie sie heißen: echt.

Fotos: Doreen Brumme

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