Biosaft-Kur im Test

Test: Bio-Saftkur to go – schnell, praktisch, lecker (Testprodukt gestellt)

Wer so ein prallvolles Leben wie ich führt, ist dankbar, wenn es das eine oder andere gute Lebensmittel auch mal so auf die Hand gibt, dass man es „to go“ überall mit hin nehmen und verzehren kann, auch wenn man mal weder Besteck noch Serviette zur Hand hat. Denn das ist genau das, was ich derzeit genieße: Der Moment Freiheit, den mir ein Fertigessen beschert, das eben nicht klassisches Fastfood im ungesunden und dickmachenden Sinne sondern Bio und gesund ist. Anders ausgedrückt: Ich freue mich über die zunehmenden Angebote im Supermarkt, in der Drogerie oder beim Bio-Bäcker, die mir auch mal Lebenszeit schenken, weil sie mir die Zubereitungszeit ersparen. Herrlich.

Schon vor einer ganzen Weile hörte ich von der Saftkur aus dem Hause Voelkel – Die Naturkostsafterei. Doch damals war ich frisch gewordene Vierfach-Mutter und hatte nicht den Nerv, gegen den ungeheuren Still-Appetit anzufasten. Jetzt, ein Jahr später, stille ich meine Nr. 4 zwar immer noch nach Bedarf und sehr häufig, doch es ist soweit, dass ich mich mit dem Gedanken Saftkur gut anfreunden kann. Als Start in ein wieder kalorienbewussteres Ernähren ist mir die Saftkur sehr willkommen. Also habe ich die Pressestelle von Voelkel kurzerhand angeschrieben und mal gefragt, wo es denn die praktische Saftkur im Sechserpack (ein Schelm, der jetzt an das Sixpack denkt, zu dem sie mir verhelfen soll) zu kaufen gibt. Die Presseleute waren so lieb und haben mir die Kiste mit den sechs Säften direkt nach Hause geschickt – was mir Weg, Zeit und Kosten erspart hat. Danke nochmal dafür!

Voelkel Fastenkasten im Test

Im Praxis-Test: Voelkels Fastenkasten – Bio-Saftkur to go

Und hier kommt jetzt mein Bericht über meine Saftkur mit Voelkels Säften. Die allesamt Bio-Qualität, ja sogar Demeter-Qualität haben (= Zutaten aus biologisch-dynamischem Anbau). Das Produkt heißt: „Der Fastenkasten“. Und enthält die folgenden sechs Säfte in je einer 0,7l Flasche:

  1. Voelkel Rote-Bete-Most/Saft milchsauer vergoren,
  2. Möhrenmost/Möhrensaft milchsauer vergoren,
  3. Gemüsemost/Gemüsesaft milchsauer vergoren,
  4. Sauerkrautsaft,
  5. Gemüse-Komposition
  6. und Fitness-Cocktail

Ich habe mich zunächst durch den kleinen Theorie-Part gelesen, der dem Sixpack beigefügt war. Der gibt Empfehlungen zur Saftkur mit dem Fastenkasten, lässt aber dem eigenen Geschmack und Hunger noch jede Menge Spielraum. Da ich der wichtigsten Empfehlung, für die Saftkur eine ruhige Woche zu wählen, nicht wirklich Folge leisten kann, weil ich in absehbarer Zeit keine ruhige Woche – was ist eine ruhige Woche? – haben werde, habe ich einfach angefangen.

Die Fastenanleitung, die Voelkels Fastenkasten beiliegt, stammt aus der Feder von Rüdiger Dahlke: Bis zu einem Liter Gemüsesaft verteilt auf fünf Mahlzeiten sollten demnach täglich zu sich genommen werden – langsam,schluckweise und möglichst mit Wasser verdünnt. Zusätzlich sei es wichtig, pro Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder Kräuter- und Früchtetee zu trinken. Ein aufkommendes Hungergefühl in den ersten Tagen lasse sich einfach mit einem Glas Wasser stillen. Bei einem Kälteempfinden könnten die Getränke auch erwärmt zu sich genommen werden.

OK. Das ist nicht. meine erste Saftkur. Im Gegenteil, ich bin erfahren in der Erprobung von Ernährungsprogramm, auch „Diäten“ genannt. Und einen der aufgeführten Säfte warm zu trinken, kann ich mir nun wahrlich nicht vorstellen. Dann trink ich lieber meine Tees und Wässerchen so warm, dass sie mich wärmen. Aber: Dank meiner Erfahrungen ist mein Magen so Einiges gewohnt, was sich während der Saftkasten-Kur vor allem im Ausbleiben von Unwohlsein und Unverträglichkeiten und zugehörigen Nebenwirkungen wie Bauchweh & Co.

Der 1. Fastenkasten-Tag

Ich habe morgens mein alltägliches Halbliterglas warmes Wasser getrunken und nach der üblichen halben Stunde, die ich sonst auch bis zum ersten Tee vergehen lasse, ein Glas Sauerkrautsaft getrunken. Der hat mir ausgezeichnet geschmeckt, ich musste mich bremsen, um nicht gleich die halbe Flasche hinter die Gurgel zu kippen.

Voelkes Fastenkasten - Tag 1 - Sauerkrautsaft im Test

Doch ich wollte dem Rat von Dahlke folgen, der da lautet: „Am ersten Fastentag ist eine gründliche Reinigung des Darms notwendig. Bei Menschen, deren Verdauung normal ist (that’s me on the toilet!), reicht ein Glas Sauerkrautsaft. Bei Verstopfungsproblemen kann zum Beispiel Glaubersalz helfen. Die Darmreinigung sollte während des Fastens alle zwei Tage wiederholt werden. Damit sich der Kreislauf auf die neue Situation einstellen kann, ist viel Ruhe zu Beginn ebenfalls sehr wichtig.“ Ich habe eigentlich wie immer gelebt, gearbeitet, die Kinder versorgt und während die ihre Mahlzeiten bekamen, habe ich ein Glas Gemüsesaft getrunken.

Die Fastenkasten-Tage 2-6

Die folgenden Tage ging es mir sehr gut mit dem Fastenkasten. Ich hatte nie Hunger, denn die Säfte – kombiniert mit meinen Tees und Wasser – füllten meinen Magen ausreichend. Schon an Tag Zwei machte sich leichte Euphorie in meinem Körper breit und die ließ mich auch all den Versuchungen widerstehen, die mir in Form meiner Kinder und deren Speiseplans inklusive täglicher Nascherei begegneten. Selbst Omas Versorgung mit Kuchen aus der Konditorei unseres Vertrauens um die Ecke (für Insider: Karens Konditiorei, Beim Schlump 14, 20144 Hamburg) konnte ich mit etwas Anstrengung links liegen lassen – und das will schon was heißen. Immerhin zeigte sich, dass meine Nr. 4 just in diesen Safttagen die oberen Eckzähne bekommt und entsprechend häufig an den Stillbusen will.

Mein Fazit:

Mir haben die sechs Gemüsesäfte sehr gut geschmeckt, mein Favorit war die Gemüse-Komposition mit Meersalz. Die kann ich sehr empfehlen. Ich habe in den sechs Tagen zwei Kilogramm verloren, aber das war ja nicht das große Ziel, jetzt zig Kilos zu verlieren. Die Saftkur sollte vielmehr die Initialzündung sein, um von nun an wieder mehr auf die Kalorien zu achten, die ich trotz Stillens zu mir nehme. An Tag 4 hatte ich mir den Saft einfach in die Wickeltasche gepackt und konnte somit gut unterwegs sein. Und das ist das, was mir an der Saftkasten-Idee am besten gefällt. Die Option: to go! Well done, Voelkel!

Noch kurz zur Info und der Vollständigkeit halber: Der Fastenkasten von Voelkel ist laut Pressestelle in ausgewählten Naturkostläden und Biosupermärkten sowie auch im Onlineshop für 16,99 € (UVP) erhältlich.

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