Salat aus Spinat-Stengel

Rezepte mit Stengel & Kraut, die man sonst wegschmeißt

Für die meisten Rezepte, in denen Spinat als Zutat eine Rolle spielt, gilt, dass man dessen Stengel sorgsam entfernt. Und ungenutzt entsorgt. Das muss nicht sein. Aus Spinatstengeln lässt sich nämlich ein zauberhafter Salat machen. Wie das geht, erfahrt ihr hier.

In den Küchen, in denen ich groß geworden bin, hat man frischen Spinat gewaschen und dann dessen Stengel entfernt, bevor er weiter verarbeitet wurde. Die Stengel wanderten auf den Kompost oder in den Müll. Dabei lässt sich daraus ein schmackhafter Salat zubereiten, dessen Aroma einen an Wildkräuter erinnert. Probiert es einmal aus!

Lauwarmer Salat aus Spinatstengeln

Die Stengel vom Spinat, die ihr von welcher Kochsession auch immer übrig habt, müsst ihr selbstverständlich gründlich waschen, bevor ihr sie weiterverwendet. Dann könnt ihr sie garen – entweder in etwas Wasser oder in Wasserdampf. Und zwar solange, bis sie gerade noch bissfest sind. Die gegarten Stengel schwenkt ihr kurz in ein paar Tropfen hochwertigen Bio-Olivenöls, salzt sie nach Geschmack und betröpfelt sie anschließend mit dem frisch gepressten Saft einer Bio-Zitrone. Das war’s auch schon: Am besten genießt man den Spinatstengel-Salat lauwarm. Dazu passt weißes Brot.

Doch nicht nur Spinatstengel gehören zu den üblichen Küchenabfällen. Auch das herrlich grüne Kraut von Möhren wandert bei vielen direkt in den Abfall – wenn es überhaupt mitgekauft wird. Dabei lässt sich daraus ein schönes Pesto zubereiten, das eine klassische Möhrensuppe krönt.

Möhrenkraut-Pesto

Wascht das Grünzeug der Möhren gründlich. Es kann für die Weiterverarbeitung ruhig etwas feucht sein. Gebt es zusammen mit den üblichen Pesto-Zutaten, zum Beispiel Pinienkerne, Olivenöl und Salz in einen Mixer und zerkleinert es solange, bis es die von euch bevorzugte Pesto-Konsistenz hat: entweder grobkörnig oder cremig. Das Pesto hält sich gut verschlossen ein paar Tage im Kühlschrank und kann die geschmackliche Krönung einer Möhrensuppe ebenso gut sein wie ein grünes Pesto zu Pasta.

Und noch ein grüner Kandidat, den es vor dem Abfalleimer zu retten gilt: Kohlrabiblätter. Ähnlich wie Möhrengrün bleiben sie meist schon im Laden liegen. Zu Unrecht: Denn in den Blättern stecken mehr wertvolle Inhaltsstoffe als in der Kohlrabiknolle selbst! Das Unrecht könnt ihr beim nächsten Einkauf schon wieder gut machen! Bringt die Blätter mit heim und macht euch daraus ein feines Essen:

Geschmorte Kohlrabiblätter mit Ei

Zum Beispiel könnt ihr die Kohlrabiblätter in etwas Öl in der Pfanne schmoren. Gebt dazu die gewaschenen und vom Strunk befreiten Kohlrabiblätter in eine Pfanne, dazu kleingehackte Frühlingszwiebeln – und je nach Geschmack gerne auch geschälte Tomaten. Löscht das Ganze mit etwas Gemüsebrühe ab, salzt und pfeffert es und lasst es solange köcheln, bis die Kohlrabiblätter bissfest geschmort sind. Dann gebt ihr sie als Unterlage auf einen Teller und beschichtet sie mit Rührei. Obendrauf noch etwas Grün, zum Beispiel Schnittlauch oder Petersilie und schon ist das Kohlrabiblätter-Gericht fertig.

Die von mir bereits einmal interviewte Ernährungs-Expertin Dagmar von Cramm hat mal auf Ihrer Facebook-Seite gezeigt, wie man die Stengel von Grünkohl im klassischen Grünkohl-Essen prima mitverwenden kann. Schaut’s Euch ruhig mal an – und gebt auch den Grünkohl-Blattstengeln eine Chance auf dem Teller!

Guten Appetit!

Foto: Doreen Brumme

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