Bei uns gehören Tomaten täglich auf den Teller. Wir essen sie im Salat, auf dem Brot, in Currys, Suppen und Soßen oder naschen sie einfach so weg. Da wir für unsere kleine Großfamilie Tomaten beim Wocheneinkauf in Familienpackungen kaufen, haben wir im Laufe der Woche jedoch leider auch etliche faule Tomaten, die wir wegschmeißen müssen. Ich habe einiges probiert, um die Tomatenverschwendung in den Griff zu bekommen. Insbesondere habe ich mir die Möglichkeiten zur richtigen Lagerung von Tomaten angeschaut. Hier kommen meine Empfehlungen für alle, die Tomaten lieben wie wir und keine faulen Exemplare mehr wegschmeißen wollen. Im Test dazu: der Wrappy Längerfrisch – unser Gamechanger.
Warum mir die richtige Lagerung von Tomaten so wichtig ist
Tomaten sind empfindliche Früchte. Sie reagieren stark auf Kälte, Feuchtigkeit und Druck. Wird eine Tomate falsch gelagert, verliert sie nicht nur Geschmack, sondern verdirbt auch schneller. Das führt dazu, dass wir sie wegwerfen müssen – und genau das möchte ich aus ökologischen und ökonomischen Gründen vermeiden.
Der größte Fehler: Tomaten im Kühlschrank lagern
Gehören Tomaten in den Kühlschrank? Diese Frage beantwortet mir meine Oma schon, als ich während meines sechsten Schuljahres bei meinen Großeltern im Haushalt lebte: Omas klare Antwort lautete damals: “Nein, Doreenchen, Tomaten gehören niemals in den Kühlschrank, solange sie ganz und unbeschädigt sind.”
Damals haben wir unsere Tomaten übrigens nie gekauft, sondern in Omas riesigem Gemüsegarten selbst angebaut. Dem köstlichen Aroma von Omas Tomaten weine ich noch heute nach … Zur Tomatenzeit gab es die roten Früchte satt. Für Herbst und Winter legte Oma ihre Tomaten ein, weckte sie ein oder sie machte daraus Püree, das sie in der Kühltruhe einlagerte.
Warum Kälte Tomaten schadet
Tomaten mögen es warm. Bei Temperaturen unter etwa 12 Grad verlangsamen sich wichtige Prozesse in der Frucht. Das hat Folgen:
- Das Aroma bildet sich nicht weiter aus.
- Der Geschmack wird flach und wässrig.
- Die Textur leidet – die Tomate wird mehlig.
Im Kühlschrank ist es meist deutlich kälter. Deshalb verlieren Tomaten dort genau das, was wir an ihnen schätzen: ihren Duft und ihren vollen Geschmack.
Besser: Reife Tomaten bei Zimmertemperatur lagern, zum Beispiel in der Küche oder in einer Speisekammer (ein Traum, den ich noch immer hege und pflege).
Wo Tomaten zu Hause am besten liegen
Der richtige Platz für Tomaten daheim ist:
- bei Raumtemperatur
- luftig, nicht gestapelt
- geschützt vor direkter Sonne
- nicht direkt neben der Heizung
Eine Schale oder ein flacher Teller sind ideal zum Tomatenlagern. Wichtig ist, dass die Tomaten sich nicht gegenseitig drücken. Denn: Druckstellen werden rascher faul.
Tomaten nicht waschen – zumindest nicht vor dem Lagern
Ich packe meine Tomaten nach dem Einkauf aus ihren Umverpackungen. Ich wasche sie immer erst kurz vor dem Zubereiten beziehungsweise Essen. Denn Wasser auf der Tomatenschale begünstigt Schimmel. Lagere ich sie trocken, halten sie länger.
Reifegrade beachten: Nicht alle Tomaten brauchen dasselbe
Ich kaufe immer reife Tomaten. Doch mitunter ist an den Rispen auch die eine oder andere unreife dabei. Das gefällt mir, weil die beim samstäglichen Tomatenkauf noch unreifen Exemplare im Laufe der Woche nachreifen können.
Unreife Tomaten
Grüne oder erst leicht rötlich gefärbte Tomaten lasse ich in ihrem eigenen Tempo nachreifen – unter folgenden Lagerbedingungen:
- bei Zimmertemperatur
- eventuell in einer Papiertüte
Zum Beschleunigen des Nachreifeprozesses lege ich einen Apfel oder eine Banane zu meinen unreifen Tomaten. Das mache ich aber nur ganz selten. Das bewusst beschleunigte Nachreifen funktioniert übrigens deshalb so gut, weil die Früchte ein natürliches Reifegas absondern. Das Ergebnis: Unreife Tomaten werden bei uns nicht weggeworfen.
Sehr reife Tomaten
Sind manche der gekauften Tomaten schon sehr weich und kurz vor dem Verderben, lagere ich sie ausnahmsweise für kurze Zeit im Kühlschrank. So gewinne ich ein bis zwei Tage.
Aber: Vor dem Essen hole ich sie rechtzeitig wieder heraus und lasst sie auf Zimmertemperatur kommen, um den Geschmack etwas zu verbessern.
Geschnittene Tomaten: Lagern im Kühlschrank ist Pflicht!
Sobald wir eine Tomate angeschnitten haben und nicht gleich ganz verbrauchen, gelten andere Regeln zum Lagern:
- abgedeckt lagern
- in den Kühlschrank legen
- innerhalb von ein bis zwei Tagen verbrauchen
Denn hier geht es um Lebensmittelsicherheit. Offene Schnittflächen sind schließlich anfälliger für Keime.
Fruchtfliegen vermeiden – ein leidiges Sommerthema
Reife Tomaten ziehen Fruchtfliegen an. Das ist normal, aber lästig. Das hilft:
- überreife Tomaten sofort verarbeiten
- beschädigte Früchte aussortieren
- Tomaten nicht neben offenem Obst lagern
- Keramikdurchschlag, in dem unsere Tomaten lagern (siehe Foto), regelmäßig (am besten alle 2 Tage) kontrollieren
Denn schon eine einzige faulige Tomate reicht aus, um Fruchtfliegen anzulocken und andere Früchte schneller verderben zu lassen.
Tomaten retten statt wegwerfen
Wenn ich merke, dass mehrere Tomatenüberreif und bald nicht mehr gut sind:
- koche ich eine Soße oder ein Curry daraus
- friere ich sie gewürfelt ein
- mache ich eine Suppe oder Ofentomaten damit
So nutze ich sie vollständig und vermeide unnötige Abfälle. Gerade in unserem trubeligen Familienalltag ist das eine einfache Möglichkeit, nachhaltig zu handeln.
Kurz & praktisch: Meine Tomaten-Lagerregeln
- Ganze Tomaten nicht in den Kühlschrank
- Trocken und luftig lagern
- Reifegrade trennen
- Angeschnittene Tomaten kühlen
- Beschädigte Früchte sofort entfernen
- Überschüsse rechtzeitig verarbeiten
Mein Zwischenfazit: Tomaten richtig zu lagern ist nicht schwer. Wenn ich beachte, dass sie weder Kälte noch Feuchtigkeit mögen, dafür aber Wärme lieben, kann ich sie richtig lagern und länger genießen. So spare ich Geld und vermeide Lebensmittelverschwendung.
Tomaten lagern mit dem Wrappy Längerfrisch: mein Gamechanger
Vor einigen Wochen landete in meiner E-Mail-Box eine Pressemitteilung, die mir als Bio- und Familienbloggerin den Wrappy Längerfrisch vorstellte. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer erst ausgiebig im Familienalltag teste, ob bestimmte Produkte auch halten, was die zugehörige Werbung an Wirkung verspricht, bevor ich sie auf dem Blog bespreche. Also habe ich mir einen Wrappy Längerfrisch schicken lassen, um ihn vor die größte Herausforderung in Sachen Lebensmittelverschwendung in unserem Haushalt zu stellen: die Lagerung unserer Tomaten.
Der Wrappy Längerfrisch ist schnell ausgepackt und zusammengesetzt. Er besteht
- zum einen aus dem sogenannten Pød (Halter, rot)
- und zum anderen aus einem Frischepad (weiß). Das enthält 97,5 Prozent natürlichen Ton (Zeolith) und 2,5 Prozent Kaliumpermanganat. Es wird direkt beim Auspacken aus der Plastiktüte automatisch aktiviert. Das patentierte Material absorbiert Ethylengas. Das ist ein natürliches Reifegas, das beim Reifen von Obst und Gemüse entsteht. Dazu schreibt der Hersteller, dass der Beutel aus einem patentierten, semi-permeablen Material besteht, das Ethylengas hereinlässt, aber nicht mehr entweichen lässt.
Indem der Wrappy das Reifegas aufnimmt, bremst er den Reifeprozess und verlängert so die Haltbarkeit.
Laut dem Hersteller wird diese Technologie seit mehr als 20 Jahren in der Lebensmittelindustrie beim Lagern und Transportieren von Obst und Gemüse eingesetzt. Studien und Praxiserfahrungen zeigen demnach, dass Obst und Gemüse so mindestens 30 Prozent länger haltbar bleiben.
Der Pød samt Pad soll drei Monate in der Obstschale oder im Kühlschrank genutzt werden können. Er ist laut Hersteller kindersicher.
Der Wrappy Länfgerfrisch im Test – direkt in der Familienküche
Ich habe den Wrappy Längerfrisch Mitte Oktober in meine Tomaten gelegt. Heute, nach gut zwei Monaten Nutzung, kann ich sagen, dass unsere Tomaten spürbar weniger faulen – und wir somit auch weniger davon in den Biomüll entsorgen müssen.
Was mir positiv aufgefallen ist:
- die leichte Handhabung
- die sichere Kindersicherung
- die spürbare Wirkung
- die zusätzlichen Infos im Inneren der Verpackung: so wird extra Papier für eine Anleitung gespart
Was mir Bedenken macht:
Ich muss ein extra Utensil kaufen, um meine Tomaten länger frisch zu halten. Der Pød besteht aus Kunststoff – das bedeutet: Mehr Plastik in unserem Haushalt, was wir eigentlich vermeiden wollen. Allerdings kann der Plastikbehälter mehrfach verwendet werden.
Das Frischepad hat nach drei Monaten ausgedient und muss im Restmüll entsorgt werden. Das Kaliumpermanganat soll dem Hersteller zufolge in der geringen Konzentration, die verwendet wird, nicht giftig sein. Allerdings wäre es leicht giftig, wenn man es direkt einnehmen würde – daher die Kindersicherung. In der verwendeten Menge wird das Kaliumpermanganat zu ungefährlichem Manganoxid (MnO₂) abgebaut, schreibt der Hersteller auf der Internetseite.
Mein Fazit: Wer bereit ist, den kleinen Plastikbehälter in Kauf zu nehmen, hat mit dem Wrappy Längerfrisch eine durchaus praktikable und funktionierende Möglichkeit, Obst und Gemüse länger frisch zu halten. Von mir gibt’s dafür den grünen Daumen nach oben. Denn ich lagere damit meine Tomaten länger und besser. Wir werfen weniger Tomaten weg als in der Vor-Wrappy-Längerfrisch-Zeit.
Seit ein paar Tagen teste ich den Wrappy noch mit Quitten, die wir auf dem Isemarkt in Eppendorf gekauft haben, regelmäßg schälen, würfeln und zu einem magengesunden Tee ausgießen.
Fotos: Doreen Brumme




