Radio EINS

Mein Grasflecken-Interview mit RadioEINS und meine aromatische Betrachtung von Vanille

Es war eine Weile still hier auf dem Blog. Aus gutem Grund. Ich bin zum vierten Mal Mama geworden und habe die letzten Wochen der Schwangerschaft und die ersten Wochen nach der Geburt kaum was Journalistisches gemacht. Jetzt soll es aber wieder richtig losgehen hier.

Du da, im Radio! RadioEINS interviewt die Insiderin zur ökokorrekten Grasfleckenentfernung

Und der Start in das Bloggen mit Baby Nr. 4 könnte nicht besser sein: Ich soll morgen, dem offiziell ersten Arbeitstag nach dem Mutterschutz als Expertin interviewt werden. Vom Radiosender „RadioEINS“, der zum RBB gehört. Das Thema: „Grasflecken entfernen“ mit alternativen (Haus)Mitteln. Ich freu mich, dass die mich als Expertin ausgemacht haben, vor allem wohl wegen meiner Beiträge zum Thema „ökologisch Waschen“ auf dem Portal zehn.de. Und ich muss zugeben, ich bin sogar ein wenig aufgeregt – so eine Live-Schalte „On Air“ ist ja dann doch was ganz anderes, als einen Artikel zu schreiben. Im Interview muss ja jedes Wort sitzen, während man beim Schreiben doch schnell mal die Entf-Taste betätigen kann. Aber die Freude überwiegt. Ich nehme das mal als gutes Zeichen und hoffe auf noch mehr Gutes und Bestes, was meine Arbeit als Bio-Journalistin, Energie-Bloggerin und Insiderin anbelangt.

Es ist viel passiert! Drei Monate Bio-Auszeit bringen viele neue Bio-Themen

Während der Baby-Pause, die ich mir und meinem Nachwuchs sehr gerne gegönnt habe, ist ja in Sachen Bio auch eine Menge passiert. Ich kann gar nicht sagen, was mich am meisten bewegt hat, es waren auch viele kleine Dinge darunter. Ich werde versuchen, einige der Themen nach und nach hier aufzuarbeiten. Schließlich zeigt das Blog „Insiderin“ ja auf, wie ich mich mit bestimmten Bio-Themen auseinandersetze und was ich an Infos dazu recherchiere. Jeder Text ist demnach Beleg für meine eigene Meinungsbildung dazu. Und bestenfalls helfe ich Euch, Euren Standpunkkt zu einer Sache zu beziehen. Deshalb bin ich schließlich hier.

Vanille-Aroma in Lebensmitteln: Bibergeil – Sekret vom Biber und der Bisamratte

Ich weiß nicht, wie es euch so geht – aber ich verbinde mit so manchem Ereignis in meinem Leben auch einen besonderen Geruch. Die soeben zu Ende gegangene Schwangerschaft speichert mein Gehirn offensichtlich unter Vanilleduft ab. Während der neun Monate mit wachsendem Bauch verspürte ich in der Tat einen ebenso wachsenden Appetit auf Vanille. Am stärksten lockte mich warmer Vanille-Pudding. Den habe ich mir dann auch oft gegönnt, denn wer schon mal schwanger war, weiß, wie das so ist mit den hormongesteuerten Heißhungerattacken – ich zumindest kann kaum widerstehen.

Leider las ich vor kurzem dann diesen Artikel in The Huffington Post: Und eins der „Acht ekelhafte Dinge, die Sie jeden Tag essen“, ist demnach Bibergeil, das in Lebensmitteln steckt, die nach Vanille schmecken. Laut Wikipedia nennt man Bibergeil „auch Castoreum„. Es „ist ein Sekret aus den Drüsensäcken (Castorbeutel, Geildrüsen, Geilsäcke) des Bibers. Das Sekret besteht aus einem komplexen Gemisch von chemischen Verbindungen, die wahrscheinlich aus Sekundärmetaboliten des Urins gebildet werden. Der Biber nutzt das fetthaltige Sekret zur Fellpflege und zum Markieren seiner Reviergrenzen. Die beiden zwanzig bis einhundert Gramm schweren, etwa hühnereigroßen Drüsensäcke des Bibers, die sich zwischen After und Geschlechtsteilen beider Geschlechter befinden, werden dem getöteten Tier entnommen und rauchgetrocknet. Ein Drüsensack ist beutelförmig und von einer braun-schwarzen faltigen Hülle umgeben. Die darin enthaltene Substanz (Bibergeil bzw. Castoreum) ist harzartig und bräunlich. Der Geruch ähnelt dem des Baldrians, der Geschmack kann als bitter, scharf und aromatisch beschrieben werden.“

Lebensmittel mit Vanille-Geschmack? Aromatisiert mit Bibergeil von Bisamratten und Bibern? Mir wurde bei der Lektüre wirklich übel und ich war froh, dass mein Kind schon auf der Welt gelandet war, sonst wäre es mir wohl hochgekommen … Tatsächlich ist Fakt: „In den U.S.A. ist Castoreum von der Food and Drug Administration auch als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Eine Kennzeichnungspflicht besteht für den als sicher eingestuften Zusatz nur als ’natürliches Aroma‘, überwiegend als Vanille-, Himbeer- und Erdbeeraroma.“

Spannend der Hinweis, dass Bibergeil in den USA als Lebensmittelzusatz zugelassen ist. Und was ist mit Deutschland? In der Aromenverordnung der EU habe ich das Zeug jedenfalls nicht gefunden. Die Online-Suche nach Bibergeil alias Castoreum beim BfR, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, lieferte auch kein Ergebnis. Das kann ich nun als gut, weil: unriskant, oder schlecht, weil: Risiko noch nicht bekannt, ansehen. Ich werde dranbleiben an dem Zeug, garantiert. Allerdings nur recherchetechnisch. Küchen-  und ernährungstechnisch versuche ich noch konsequenter, auf Vanillearoma zu verzichten, es sei denn, es ist echte (Bourbon)Vanille im Nahrungsmittel.

Insiderin testet Body Oil „white peach meets vanilla“

Ein positiver Bezug von Vanille zu meinem Schwangerschaftsbauch muss hier auch noch erwähnt werden. Ich bekam während der Bauchwachstumsphase ein Produkt zum Testen: das Body Oil „white pach meets vanilla“. Ich habe mir das in meiner Nase fast ausschließlich nach Vanille duftende Body Oil auf den Bauch geschmiert und darin gebadet. Mein Fazit: Der süße, verführerische Duft wiegt mir einen Hauch zu schwer, ich hätte ein wenig fruchtige Frische besser gefunden. Doch das Öl betört die Sinne, tat meiner Haut wohl und ließ sich dank seiner leichten Konsistenz wunderbar auftragen. Dem Bauch ist die Massage wie aus dem Lehrbuch offensichtlich gut bekommen, ich hatte selbst in der vierten Schwangerschaft mit dem gefühlt dicksten Bauch keinen einzigen Schwangerschaftsstreifen.

Und meine dank der vier Kinder nunmehr offiziell Groß-Familie fand mich ziemlich lecker – ich duftete lange vor Weihnachten und auch danach noch wie ein Vanille-Kipferl. Unserem Lieblings-Gebäck.

 

 

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