Doreens Bestenliste: 10 Tricks für ein schönes Dekolleté

 

Es geht mir hier heute nicht vordergründig um die Brüste als solche, sondern eher um das Dazwischen, also das, was frau zum Beispiel im V-Ausschnitt zeigt: das Dekolleté. Die folgenden Tipps reichen von Pflege über Muskeltraining, verbesserte Haltung und kleine Schummeleien wie Push-up-BH bis hin zum „Bemalen“ der Haut, um so die Optik zu täuschen.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es immer mal wieder Diskussionen über die Benennung  des Tals zwischen den Brüsten gibt. So sagen die einen, das sei der eigentliche Busen, während die anderen den Begriff Busen für die beiden Brüste verwenden. Eine schöne und sachliche Auseinandersetzung mit dem Begriff könnt ihr hier lesen:

Die 10 besten Tricks für einen schönen Busen im Überblick.

  1. Tägliches Eincremen
  2. Sonnenschutz
  3. Hautpeeling
  4. Wechselbad
  5. Aufrechter Gang
  6. Brustmuskel trainieren
  7. Anti-Falten-Lage im Bett
  8. Push-up-BH
  9. BH-Einlagen
  10. Rouge-Hour

Cremen, Cremen, Cremen – damit Dekolleté und Brüste straff bleiben

Zwar schenke ich Herstellern, die großmäulig versprechen, ihre Creme könne die weibliche Brust vergrößern, absolut keinen Glauben. Es sei an dieser Stelle auch ausdrücklich vor diesen Abzockern gewarnt. Aber eins ist wahr: Das regelmäßie Eincremen hält die Haut von Brust und Dazwischen geschmeidig und verzögert das Entstehen von Falten – je nach genetischen Voraussetzungen mehr oder weniger effektiv.

Dabei kommt es nicht nur auf die Wirkstoffe in den Kosmetika an, auch wenn diese so manches Positive bewirken. Schon das regelmäßige Handauflegen, die Massage, kann sich positiv auf die Haut und das darunter liegende Gewebe auswirken.

Es ist deshalb durchaus ratsam, die Pflege von Dekolleté und Brust in das alltägliche Pflegeritual einzubinden. Widmet euch also nicht nur eurem Gesicht und dem Hals besonders sorgfältig, sondern auch euren Brüsten und dem Dazwischen.

UV-Licht lässt die Haut frühzeitig altern – beugt vor!

Selbstverständlich muss sich ein Punkt in dieser Liste auch um dem Sonnenschutz drehen. Denn das Dekolleté gehört zu den Körperstellen, die besonders häufig der Sonne ausgesetzt werden – und das oft ungeschützt. Dabei ist die Haut hier meist besonders dünn und „trocken“, weil nur wenig Unterhautfett und wenig Talgdrüsen vorhanden sind. Die Haut hier neigt zur Bildung von Pigmentflecken.

Bedenkt bitte, dass es keine gesunde Bräune gibt und die Hautzellen keinen Sonnenstrahl vergessen. Schützt Eure Haut entsprechend vor den Gefahren, die UV-Strahlen für Aussehen (Sonnenlicht fördert das Entstehen von Falten) und Gesundheit (Sonnenlicht lässt die Haut verbrennen und schlimmstenfalls Hautkrebs entstehen) darstellen. Als Hautkrebspatientin weiß ich, wovon ich spreche.

Entweder benutzt ihr pflegende Kosmetika, die einen Sonnenschutz integriert haben, oder ein spezielles Sonnenschutzmittel. Mehr zum Thema findet ihr in meiner Liste über den optimalen Sonnenschutz.

Sanfte Schleifkur fürs Dekolleté

Wer Dekolleté und Brust bereits mit täglicher Pflege versorgt, kann ab und zu gerne mal eine Portion Extrapflege auftragen, beispielweise in Form eines sanften Peelings. Ein Peeling wirkt wie eine Schleifkur für die Haut: Tote Hautschüppchen, Schweiß, Schmutz und Talg werden abgetragen, so dass die Haut wieder optimal durchatmen kann. Weil die Haut im Dekoletté besonders sensibel ist, solltet ihr es aber nicht übertreiben und tatsächlich nur ein sanftes Peeling anwenden. Nebeneffekt: Ein Peeling reinigt porentief und wirkt so auch Mitessern und Pickelchen entgegen. Es spendet – je nach Inhaltsstoffen – Feuchtigkeit und verhilft der Haut somit zu einem Extra-Frischekick, der wiederum Falten vorbeugt.

Nichts für Warmduscher und Heißbader

Als besondere Pflegemaßnahme für ein schönes Dekolleté und eine schöne Brust wird gerne das Wechselbad oder die Wechseldusche – also ein mehrfacher Wechsel von Kalt- und Warmwassergüssen –  empfohlen: Beide lassen sich prima ins alltägliche Reinigungsritual integrieren, am besten sogar für den ganzen Körper – wenn frau es denn erträgt. Ob ihr lieber mit warmem/heißem Wasser oder kaltem beginnt, bleibt euch überlassen. Wichtig ist, dass ihr vier- bis fünfmal wechselt. Wenn ihr Wechselbad/Wechseldusche drei Mal die Woche praktiziert, hat das laut Experten einen positiven Effekt auf Kreislauf, Stoffwechsel und nicht zuletzt auf das Aussehen. Denn die Haut profitiert von den Temperaturwechseln, sie wird optimal durchblutet und wirkt dadurch rosig und frisch.

Haltung bewahren – für ein schönes Dekolleté

Wer sich eingehender mit dem Aufbau der weiblichen Brust beschäftigt, gewinnt schnell eine wichtige Erkenntnis: Die optimale Körperhaltung kann dazu beitragen Brüste und Busen – zumindest optisch – schön(er) in Szene zu setzen. Und zwar unmittelbar und bei Bewahrung der Haltung auch auf Dauer. Was ihr zum Körperbau wissen müssen: Das eigentliche Brustgewebe reicht von oben nach unten betrachtet vom Schlüsselbein bis zu den unteren Rippen und von der Mitte nach außen betrachtete vom Brustbein bis zum äußeren Rand der Achselhöhle. Es wird in der Fachliteratur als fest und gummiähnlich beschrieben. Die Brust sitzt auf dem großen Brustmuskel, also irgendwo über der zweiten bis siebten Rippe. Das ist eine gute Nachricht, denn der Brustmuskel lässt sich trainieren und so kann mensch (Frau wie Mann) Einfluss auf den Sitz der Brust nehmen.

Doch die schlechte Nachricht kommt sofort: Die Brust selbst besteht aus Fett- und Bindegewebe mit eingebetteten Milchdrüsen und Milchgängen – also gar nix, was frau mithilfe von Training aufbauen oder wie man oft liest: vergrößern könnte.

So bringt ihr euch in eine optimale(re) Haltung, die die Brust voller, den Bauch flacher aussehen lässt: Stellt euch gerade hin! Achtet dabei darauf, dass ihr vollkommen aufrecht steht, der obere Rücken also nicht rund ist und eure Schultern unten und hinten bleiben. Das Brustbein sollte angehoben und das Becken aufgerichtet sein. Es hilft, sich vorzustellen, man sei eine Marionette mit einem Faden ganz oben auf dem Kopf, an dem man hochgezogen wird. Wer dem vermeintlichen Zug folgt, so weit er kann, streckt die gesamte Wirbelsäule.

Aber machen wir uns nichts vor – das Ganze erfordert das nötige Quäntchen Konsequenz. Die meisten verharren Tag für Tag in der gewöhnten (Fehl)Haltung, die zum Teil Beschwerden wie Verspannungen und Schmerzen verursachen kann. Das gilt es von nun an zu verbessern!

Damit die Brust schön sitzt

Wie eben angedeutet, lässt sich der Sitz der Brust optimieren, indem frau den Brustmuskel trainiert. Doch bitte nicht übertreiben, denn viel hilft hier nicht viel. Im Gegenteil: Je größer das Trainingspensum, desto mehr Fett wird abgebaut, was die Brust verkleinert. Diesen Effekt kann man bei Frauen beobachten, die Bodybuilding betreiben.

Bewährt haben sich dagegen sanfte Sportarten wie Schwimmen. Auch Liegestütze werden häufig empfohlen. Ich mach jeden Morgen um die 50 Stück! Doch es gibt auch eine weniger auffällige und damit im Alltag besser ausführbare Übung: die Brustpresse. Stellen eich dafür mit etwa hüftbreit auseinander und parallel stehenden Füßen hin und geht ganz leicht in die Knie. Hebt die Arme vor die Brust, so dass ihr die Flächen der wie zum Gebet gefalteten Hände gegeneinander drücken könnt. Wichtig: Die Schultern bleiben dabei unten! Presst die Hände aneinander und haltet den Druck für einen Moment aufrecht – atmet dabei ganz ruhig weiter! Lasst locker und wiederholt die Übung ein paar Mal. Lockert zwischendurch und abschließend Schultern, Arme und Hände.

Schöner Busen dank optimaler Schlafposition

Seitenschläfer werden es vielleicht kennen – die unschönen Dekolletéfalten am Morgen. Je nach Schwere der Brüste sind sie zwar unterschiedlich ausgeprägt, doch eins haben sie gemein: Sie graben sich mit der Zeit in die Haut ein. Für ein straffes Dekolleté kann frau demzufolge sorgen, indem sie sich optimal zum Schlafen hinlegt. Das heißt: auf den Rücken. Doch Vorsicht, jede Schlafposition (Rücken-, Bauch-, Seitenlage) hat ihre Vor- und Nachteile. So soll das Schnarchen in Rückenlage beispielsweise stärker werden.

Es gibt außerdem spezielle Kissen, deren Anbieter versprechen, dass sie den Schlaffalten zwischen den Brüsten entgegen wirkten. Man liest aber häufig, dass sogenannte Seitenschläferkissen sich als Anti-Busenfalten-Kissen bewährt hätten. Das kann ich teilweise bestätigen, da ich so ein Seitenschläferkissen während meiner vierten Schwangerschaft benutzte.

Daneben finden sich auf dem Markt Kissen, die frau sich zum Schlafen zwischen die Brüste schnallen soll, so dass diese in jeder Schlafposition daran gehindert werden, der Schwerkraft folgend in die Mitte zu rutschen und dort Falten zu verursachen. Ich habe so ein Kissen mal ausprobiert – und kann diesen Effekt nicht bestätigen. Die Handhabung war umständlich und das Schlafen unbequem. Ein Hamburger Facharzt, den ich um seine Einschätzung der Anti-Falten-Wirkung dieses Kissens bat, zweifelte ebenfalls daran. Er bemängelte unter anderem die schmalen Schnüre und wies auch auf die Gefahr hin, dass sich zwischen dem festgeschnallten Kissen und der Haut eine ideale „Keimzelle“ bilden und ihrerseits gesundheitliche Probleme verursachen könne.

Der wunderbare BH: Wonderbra

Ein Push-up-BH wird nach einer speziellen Marke auch gerne „Wonderbra“ genannt. Und diesen Namen trägt er zu Recht, denn der Push-up-BH vollbringt in der Tat ein Wunder: Mit Hilfe speziell geformter Drahtbügel und Einlagen hebt er die Brüste, drückt sie in Form und rückt sie eng zusammen. Ist genügend fleischliches Material vorhanden, so entsteht mit einem solchen Push-up-BH in der Mitte eine tiefe Furche. Der Push-up-BH vergrößert damit optisch die Brust, zum Teil um mehrere Körbchen.

Aber: Ich weiß um die Diskussionen zu formgebenden Brusthaltern. Der Push-up-BH verursacht der einen oder anderen Trägerin auch Beschwerden, denn schließlich quetscht er die Brust ziemlich fest in Form. Deshalb sollte frau ihn nicht tagtäglich tragen, sondern der Brust auch mal ein bisschen mehr Freiheit gönnen.

Ein bisschen Geschummel darf schon mal sein

Wer zum Füllen eines BHs mehr braucht, als er hat, darf auch gerne mal schummeln: Sucht in gut sortierten Unterwäsche- und/oder Kurzwarenabteilungen von Kaufhäusern oder in Fachgeschäften nach sogenannten BH-Einlagen. Sie können helfen, aus weniger Brust mehr zu machen, die natürlich gewachsene Brust in Form zu rücken und das Dekolleté zu modellieren.

Solche BH-Einlagen gibt es zum Beispiel aus Schaumstoff oder Silikon. Letzterem Material werden ähnliche Eigenschaften nachgesagt, wie dem Brustgewebe der Frau, zumindest was seine Weichheit, Schwingfähigkeit und das Gewicht betrifft. Die Einlagen lassen sich komfortabel in BHs einsetzen, die ihr bereits tragt. Teils bieten Hersteller aber auch spezielle BHs dazu an und teils sind die Einlagen sogar bereits in BHs eingearbeitet – wie beim Push-up-BH. Manche dieser Einlagen sind ganz ohne BH zu tragen, sie werden einfach auf die Haut geklebt.

Wer lediglich der Schwerkraft entgegen wirken will, legt entsprechende Einlagen unter die Brust. Dadurch wird sie gehoben und schaut praller aus dem BH heraus. Halbschalenförmige Einlagen dagegen formen die Brust gleichzeitig. Seiteneinlagen drücken die Brüste zur Mitte hin zusammen, mitunter so stark, dass sich eine Furche zwischen den zusammengepressten Brüsten bildet.

Ein Hauch von Rouge modelliert das Dekoletté optisch

Rouge oder etwas dunklerer Puder eignen sich nicht nur für das Modellieren der Gesichtszüge. Viele Visagisten setzen es seit langem ein, um auch das Dekolleté vorteilhaft ins Licht zu rücken. Und das geht ganz einfach: Tragt mit einem Rougepinsel etwas Rouge oder Sonnenpuder genau zwischen die Brüste auf und „wedelt“ es leicht zu den Seiten hin aus, so dass kein Farbabsatzrand zu sehen bleibt. Der im Vergleich zur Haut etwas dunklere Farbton nimmt das Dekolleté optisch zurück, die helleren sichtbaren Partien der Brüste treten optisch hervor und wirken umso größer.

Tagsüber nehmt ihr am besten ein Puder oder Rouge, das gut zu eurer Haut passt. Für besondere Anlässe oder am Abend darf das Puder, das ihr auftragt, auch gerne schimmernde oder glitzernde Partikel enthalten. Das wirkt besonders schön.

Grafik: Doreen Brumme

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