Test_Kinderkopfkissen_mySheepi

Im Test: Kinderkopfkissen „mySheepi®“ (Testkissen von Hersteller gestellt)

Vier Kinder zu haben wie ich, das heißt auch, vier Kinder abends so zu betten, dass sie gesund schlafen, um am Morgen frisch und froh aufzuwachen. Maßgeblich zur Schlafgesundheit trägt das Bettzeug bei. Ich habe davon bereits jede Menge ausprobiert, vieles angeschafft, vieles wieder abgeschafft. Kürzlich haben wir das Kinderkopfkissen „mySheepi® “ getestet, das uns vom Hersteller dafür gratis zur Verfügung gestellt wurde. Hier berichte ich von unseren Erfahrungen mit dem Kissen.

Zum Kinderkopfkissen-Test durften sich meine vier Kinder, Mädchen und Jungs zwischen 4 und 13, ein Kopfkissen-Design aussuchen – was keine einfache Angelegenheit war, denn die vier kamen selbst nach langer Bedenkzeit und Diskussion nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Schließlich fällten sie die Entscheidung demokratisch: Die Mehrheit war für das Design „retrofox“. Also wurde das bestellt.

Wenige Tage nach der Online-Bestellung traf das Kinderkopfkissen bei uns ein.

Test Kinderkopfkissen maSheepi bei #motherof4

Schon das Auspacken war spannend, den im hauseigenen Schaf-Karton war nicht nur das Kissen selbst, sondern auch eine Papiertüte,

die extra Kissenfüllstoff enthielt, in unserem Fall die Füllung Medline aus 100 Prozent Öko Tex® zertifiziertem Polyester (S16-3672) für Allergiker, für die wir uns entschieden haben, weil sie gut waschbar sein soll – ein Muss bei so vielen Testköpfen. Alternativ gibt’s noch Füllungen aus Schafschurwolle, Dinkel, Zirbenholz, Kapok und Buchweizen, die man durchaus miteinander kombinieren könne: 

Bevor ich euch gleich unsere Erfahrungen mit dem Testkissen schildere, will ich euch erklären, was es mit dem Kissen überhaupt auf sich hat und warum ich den Test gerne gemacht habe.

Meine Erfahrungen mit Kindern und ihren Kinderkopfkissen

Als #motherof4 habe ich bislang folgende Erfahrungen zum Thema Kinder, Kinderschlaf und Kinderkopfkissen gesammelt:

Neugeborene und Kleinkinder bis zum 3. (Nr. 1 und 2) und 4. Lebensjahr (Nr. 3 und 4) brauchen kein Kopfkissen, um gut zu schlafen. Die Frischlinge habe ich immer auf eine Decke (meine alte Babywagendecke) zum Schlafen gelegt, das wurde damit zu einer Tradition in unserer Familie. Als die Kids größer wurden, wollten sie gerne eigene Kissen. Also habe ich Kissen aus Naturmaterialien angeschafft, die waren im Format 30 mal 50 Zentimeter und vergleichsweise flach. Abends legten die Kinder ihre Köpfe drauf, morgens lagen die Kissen sonstwo im Bett, nur nicht mehr unter dem Kopf. Ein Kind hatte sein Kissen immer fest im Arm, so wie andere ein Plüschtier. Später wollten die Kinder dann recht unterschiedliche Kissen, je nachdem, welche Schlaferfahrung sie so im Umfeld machten, zum Beispiel bei Übernachtungen bei ihren Großeltern, bei Freunden, auf Ausflügen mit dem Kinderladen oder der Schule: Nr. 1 nutzt ein Federkissen im klassischen Format (80 mal 80 Zentimeter), Nr. 2 und 3 jeweils ein sogenanntes Gesundheitskissen im Format 80 mal 40, das auch ich nutze, wobei meins eine dufte Dinkelkernfüllung hat. Nr. 4 hat ein 30 mal 50 Kissen wie oben beschrieben, liegt aber nicht wirklich drauf, wenn er schläft. Meistens hat er seinen Kopf auf meinem Arm oder in meiner Schulter.

Hin und wieder meckern die Kids, dass sie sich des nachts ihres Kissen wegen verlegen hätten. Daher bin ich allzeit offen für Neues in punkto Kopfkissen, insbesondere für Kinder. Das Angebot, das Kinderkopfkissen „mySheepi®“  zu testen, kam damit gut bei mir an.

Mein Erwartungen an das Kinderkissen mySheepi

Meine Erwartungen an das Kissen waren ziemlich hoch, ich hatte mich auf der Internetseite des Herstellers gut über dessen Wirkweise informiert: Demnach liege der Entwicklung des Kissen „eine langjährige, atlasmedizinische Forschung am Institut für angewandte Humankybernetik zugrunde. Die Untersuchungen galten der biomechanischen Funktionsweise des ersten Halswirbels, des Atlas, von dessen Kopfgelenken sich vielfältige Beschwerden verbreiten können“.

Die Kissenmacher schreiben dort über die patentierte Funktion des „mySheepi® „-Kissens, das speziell für den Halswirbelsäulenbereich entwickelt worden sei, dass es aus drei Kammern bestehe, die

  • für eine sanfte, gleichmäßige Druckverteilung im Bereich des Atlaswirbels 
  • und für eine entspannte Kopfruhestellung sorgen

und so die anatomischen Gegebenheiten der Halswirbelsäule optimale unterstützen würden. Sie bewerben das Kissen damit, dass es das Kinderkopfkissen „gegen Verspannungen im Bereich des Nackens – auf Reisen oder zu Hause, für Groß und Klein“ sei. Es diene als Vorbeugung gegen vorzeitige Verschleißerscheinungen der Facettengelenke vom zweiten bis zum siebten Halswirbelkörper.

mySheepi im Test bei #motherof4

Als ich das Kissen „mySheepi® “ zum ersten Mal in der Hand hielt, brauchte ich einen Moment und die Anleitung auf der Internetseite des Herstellers, um die drei Kammern zuzuordnen und es so unter dem Kopf des Testkindes zu platzieren wie vorgesehen. Das Kinderkopfkissen besteht im oberen Bereich aus einer U-Form (Seitenkammern), einem kleineren Mittelteil (Kopfmulde) und der Nackenrolle.

Die im Vergleich zur Kopfmulde und den seitlichen Kissenkammern recht kräftige, integrierte Nackenrolle macht das erste Probeliegen sehr ungewohnt. Die Nackenrolle des Kissens soll dem Hersteller zufolge dank veränderbarer Liegevarianten den Wechsel von Anspannung und Entspannung der Halswirbelsäulenmuskulatur ermöglichen. Ihre Füllmenge ist variabel, so dass die Stützfunktion der Nackenrolle an die Bedürfnisse des Halswirbelsäulenbereiches jedes Kindes anpassbar ist. Vom Gewicht des Kopfes auf die mittlere Kammer (Kopfmulde) stellen sich die seitlichen Kissenanteile leicht auf. So knicke der Kopf nicht ab. Gerade diesen Effekt fanden insbesondere die jüngeren Kids sehr gewöhnungsbedürftig.

Die Kopfmulde soll den Kopf stützen, ohne ihn zu fixieren. Die Seitenkammern sollen ausreichend Beweglichkeit  garantieren und einem extremen Abknicken des Kopfes entgegenwirken.

Selbstverständlich habe ich den Kids erklärt, was das Kissen können soll und wie sie die Position der Nackenrolle mal stärker mal schwächer auslegen können, indem Sie diese entweder obenauf belassen oder nach hinten umschlagen.

Dann ging’s in die Testphase. Die Reihenfolge der Tester stand schon längst fest, los ging’s daher mit Kind 3, 9 Jahre alt. Das Kind, ein Mädchen mit langen Haaren, die beim Schlafen offen sind, schlief mit dem Kissen in der vorgesehenen Position ein, beim Aufwachen lag das Kissen allerdings mit der Nackenrolle  über dem Kopf. Das Schlafen in der Kopfmulde empfand Nummer 3 als angenehm, wie und warum es in der Nacht das Kissen gedreht hatte, konnte es nicht erklären. Nummer 3 schlief weitere Nächte auf dem Kissen, jeden Morgen das selbe Bild wie beim ersten Mal.

Nummer 1 folgte als Tester. Ein Teenie mit sehr langen Haaren, die nachts zu einem sehr dicken Zopf geflochten sind. Das Kind sagte am Morgen nach der Testnacht auf „mySheepi®“, dass das Kissen nichts für sie sei. Sie bräuchte die üppige Fülle eines großen Federkissens und hätte sich irgendwie gezwungen gefühlt, eingeschränkt in ihrer üblichen Bewegungsfreiheit.

Dann kam Nr. 4, 4 Jahre alt, an die Reihe: Der bislang wie geschrieben im Familienbett noch viel an und auf mir schläft. Seinen Test habe ich somit live miterlebt. Auch hier schlief das Kind auf dem Kissen gut ein, die Nackenrolle imitierte meinen Arm offensichtlich gut als Einschlafhilfe. Doch er verlor es im Schlaf wegen der derzeitigen Uhrzeiger-Schlafbewegung dann aber unter dem Kopf. Am Morgen saß unsere kleine Perserkatze Grace auf dem Kissen. Ein herrlicher Anblick, soviel kann ich euch schreiben! Aus Sicht der Katze ist das Kissen damit offensichtlich top, denn die lässt sich nicht überall nieder.

Als Letzter machte Nr. 2, 11, den Kissentest. Er ist einer, der lange nach der optimalen Einschlafposition sucht – jeden Abend. Ich kann das, unserer kleinen Wohnung und der daraus resultierenden Nähe wegen (und ja, wir suchen immer noch!), sehr gut beurteilen. Mit dem „mySheepi®“  fiel ihm das Einschlafen sehr schwer, meinte er am Morgen danach. In der Nacht habe er ganz gut darauf geschlafen, wobei er die Nackenrolle als Einziger von vornherein nach hinten geklappt hatte.

Selbstverständlich habe ich das Kissen auch getestet. Der Wechsel von 80 mal 40 harten Dinkelkernen auf das im Vergleich doch kleinere und weichere „mySheepi®“  fiel mir sehr schwer. Nachts fühlte ich jede Körperdrehung sehr bewusst, auch noch in der zweiten und dritten Nacht. Als zumeist Rückenschläfer empfand ich die Nackenrolle allerdings zunehmend als sehr angenehm,  ich will sie unbedingt nochmal praller auffüllen, um den Effekt zu testen. Denn das ist toll: Man kann jede der drei Kissenkammern individuell mit Füllstoff nachfüllen oder bei Bedarf diesen auch komplett austauschen. Dazu entnimmt man die jeweilige Kammer und füllt sie auf oder entnimmt ihr etwas von der Füllung. 

Unser Testergebnis

Ich mach‘ es ganz kurz. Unser Test des Kinderkissens „mySheepi®“ hat ein Kind (Nr. 3) zufrieden gemacht. Als es das Kissen in sein bett mitnahm, gab es von den anderen Drei keinen Protest. Ein aus meiner mütterlichen Sicht klares Zeichen: Hier haben sich zwei gefunden: Kopf und Kissen. Denn da ist’s wohl ähnlich wie bei der Suche des Topfes nach seinem passenden Deckel – es muss eben alles stimmen: vom Design, übers Gewicht, über die  Griffigkeit bis hin zur Passform. Bei der Vielzahl und Vielfalt meiner Kids ist es doch ein recht gutes Ergebnis, dass eins von vier Kindern mit „mySheepy®“ künftig gut  und womöglich sogar besser schläft. 

Fotos: Doreen Brumme

 

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