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Doreens Bestenliste: 10 ökologische Tipps gegen Ungeziefer in der Wohnung

Krabbelndes oder fliegendes Ungeziefer in der Wohnung will man so schnell wie möglich wieder loswerden. Wie man das anstellt, ohne gleich alle Insekten auszurotten, zeigen zehn ökologische Tipps zur Schädlingsbekämpfung

In die eigenen vier Wände lässt Mensch nur, wen er mag. Störenfriede bleiben vor der Tür.Das gilt allerdings nur für Zweibeiner. Denn Tatsache ist: Geziefer und Ungeziefer mit mehr als zwei Beinen findet früher oder später seinen Weg in jede menschliche Behausung.

Das wäre auch gar nicht weiter schlimm, wenn der Besuch von krabbelndem oder fliegendem Viehzeug nicht vielen Menschen lästig, ja gar ekelerregend wäre. Oft wird das Getier sofort getötet, wenn es sich zeigt. Hier kommen Tipps, die „nur“ eine Vertreibung beziehungsweise Umsiedlung der Tiere zum Ziel haben – viele davon sind deshalb auch Bio-Tipps.

Aber: Gegen manche Schädlinge ist jedoch kein Kraut gewachsen, da hilft dann nurMord und Totschlag– selbst ausgeführt oder dem Profi überlassen.

Danach, welchen Schaden das Geziefer und Ungeziefer anrichten könnte, wird es klassifiziert. So unterscheidet man nach sogenannten Lästlingen, Vorratsschädlingen, Materialschädlingen und Gesundheitsschädlingen. Aber: Selbst Fachleute geben zu, dass die Insekten und Spinnentiere sich nicht immer eindeutig einer dieser Klassen zuordnen lassen beziehungsweise zu mehreren Klassen gehören.

Informiert euch über Art & Lebenswandel von Geziefer und Ungeziefer – bevor ihr es erschlagt! Macht euch im Zweifel als allererstes schlau und bringt in Erfahrung, wen ihr da eigentlich zu Gast habt. Schließlich ist nicht jedes Insekt oder Spinnentier schädlich und auf unser Leben aus. Manche Tierchen wollen „nur“ an unsere Vorräte, andere sind „nur“ auf der Durchreise von A nach B. Die Spinne hilft uns sogar, andere ungebetene Gäste wie Mücken zu vernichten.

Zur Bestimmung der Art gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel Bestimmungsbücher. Praktisch sind auch Artenbestimmungen mithilfe des Internets. Wer dort nicht weiterkommt, sollteRat und Hilfe beim Fachmann, zum Beispiel dem sogenannten Kammerjäger, suchen. Im Internet gibt es einige „Bestimmer“, denen man ein Exemplar des Insekts senden kann, welches diese dann gegen eine Gebühr bestimmen. Viele liefern außerdem Tipps zum Umgang mit dem gegebenenfalls unerwünschten Tier und Wege, es loszuwerden.

Achtet unbedingt darauf, dass das Vorzeige-Exemplar genau nach Anweisung des Artenbestimmers zu diesem gelangt. Die Anweisungen findet man häufig schon direkt beim Angebot zur Dienstleistung.

Aus aktuellem Anlass: Bettwanzen kann nur der Profi erfolgreich aus eurer Wohnung vertreiben! Die Bettwanzen-Plage ist auch hierzulande schon Thema – die Blutsauger werden von Touristen eingeschleppt und erobern unsere Betten.

Wer den Verdacht hegt, sein Bett mit Bettwanzen zu teilen – also auch die typischen Bisse abbekommen hat – der sollte sich schnellstmöglich Rat und Tat eines Profisorganisieren – alles andere funktioniert nicht. Gegen die Tiere ist kein Kraut/Hausmittel gewachsen – laienhafte Bekämpfungsversuche verschlimmern die Situation zumeist.

Doreens beste 10 ökologische Tipps gegen Ungeziefer in der Wohnung im Überblick

  1. Ameisen
  2. Asseln
  3. Fliegen & Fruchtfliegen
  4. Holzwurm
  5. Kakerlaken
  6. Motten
  7. Mücken
  8. Ohrenkneifer
  9. Silberfischchen
  10. Spinnen

Ameisen loswerden: Mit Honig ganze Völker umsiedeln

Es gibt viele Tipps dazu, wie man nützliche Ameisen aus der Wohnung loswerden kann – lebendig oder tot. Da ich ungern andere Wesen umbringe, verzichte ich hier auf die Beschreibung mörderischer Aktionen.

Wichtig für eine erfolgreiche Vertreibung soll es sein, bereits die ersten Späher der meist folgenden Ameisentruppe loszuwerden. Deshalb liest man vielerorts, einzelne Ameisen schnell und einfach mit Handfegerund Schippe aufzunehmen und nach draußen zu befördern.

Viele Tipps zielen darauf ab, die Ameisenstraße zu blockieren: zum Beispiel mit Backpulver, zerbröselten Eierschalen, doppelseitigem Klebeband oder Gipspulver. Auch auf die Straße gesprühtes Deo soll wirken. Führt eine vielzählig bevölkerte Ameisenstraße entlang der Wände, soll es helfen, die Fußleisten mit Schlämmkreide zu beschmieren. Andere schwören darauf, dass es helfe, einen dicken Kreidestrich an der Wand zu ziehen, über den hinaus dann keine Ameise mehr krabbele.

Auch auf spezifische Düfte und Aromen sollen die Ameisen empfindlich reagieren. Empfohlen wird, was Küche und Kräutergarten hergeben: Lavendel, Kerbel, Lorbeer, Eukalyptus, Zitrone, Gewürznelke und Zimt. Meine Oma hat immer die stark aromatischen Stauden der Tomatenpflanze getrocknet und gegen den unerwünschten Verlauf von Ameisenstraßen eingesetzt.

Wer ein richtiges Ameisennest – also inklusive Brut- und Aufzuchtstätte – loswerden will, kann die Zugänge mit Holzwolle oder Stroh (Für Städter: Stroh gibt’s zum Beispiel im Kleintierbedarf.) verstopfen. Die Ameisen sollen da reinkriechen und sich umsiedeln lassen.

Eine ganz ähnliche Umsiedlung: Gebt etwas Honig auf ein Blatt . Wartet, bis sich die Ameisen darauf zur Mahlzeit versammelt haben, zieht einen Kreidestrich drumherum, um den Tieren den Rückzug zu verderben, und tragt den Köder samt Ameisen in die freie Natur.

Asseln loswerden: Kartoffeln und Rüben als Lockstoffe

Asseln – gegen die vielbeinigen, platten, meist grauen oder graubraunen Tiere, die auch Kellerasseln genannt werden, soll folgendes Hausmittel helfen: Füllteinen Schluck puren hochprozentigen Alkohol(manche kennen ihn auch unter Begriffen wie „Spiritus“ oder „Weingeist“) in eine Flasche.

Dreht die Flasche so, dass die Flüssigkeit die gesamte Innenfläche benetzt und legt sie so mit der Mündung auf den Boden, dass die Asseln bequem in die Flasche kriechen können. Der Alkohol soll wie ein Betäubungsmittel wirken und die betäubten Asseln ließen sich anschließend einfach entsorgen.

Wer auf tierische Helfer gegen Asseln setzen mag: Eine Kröte habe Asseln zum Fressen gern – auf einen Versuch könnt ihr’s ja ankommen lassen.

Holzwolle leiste ihre guten Dienste, um Asseln anzulocken und anschließend auszusiedeln.

Fliegen und Fruchtfliegen loswerden: Mit Zugluft vertreiben

Nervige Fliegen, von denen man nie weiß, wo sie gerade drauf gekrabbelt sind, hat wohl niemand gerne in der Wohnung. Deshalb sollte man ihnen von vornherein den Zugang erschweren. Handelsübliche Fliegengitter oder selbstgemachte Anti-Fliegenvorhänge sind eine gute Methode, um Insekten abzuwehren.

Man findet mitunter den Hinweis, Fenster nur dann zum Lüften zu öffnen, wenn sie im Schatten liegen, da Fliegen sich eher in der warmen Sonne aufhielten, als im kühleren Schatten. Es heißt weiter über Fliegen, dass sie keine Zugluft mögen. Wer alsofür frischen Wind sorgen kann, vertreibt damit vielleicht auch die Fliegen.

Duft verströmende Pflanzen wie Tomaten, Zitronenmelisse, Minze oder Geranien solle man auf die Fensterbretter stellen, um die Einflugschneise so unattraktiv wie möglich für fliegende Insekten zu gestalten.

Der strenge Geruch warmen Essigs auf einem flachen Teller soll ebenfalls Fliegen aus dem Haus verteiben können. Ob das auch die Farbe Blau tatsächlich schafft, wie es hier und da zu lesen ist, ist aus meiner Sicht recht fraglich.

Wenn das alles nicht hilft: Greift zur klassischen Fliegenklatsche und geht auf die Jagd! Es soll Fliegen geben, die schon das Weite suchen, wenn sie nur die Klatsche sehen.

Dem Besuch von Fruchtfliegen vorzubeugen, ist das A und O. Lasst deshalb kein Obst herumliegen, das fault. Auch fruchtige Säfte und andere süße Flüssigkeiten sollte man nur verschlossen aufbewahren. Abfälle gehören möglichst schnell entsorgt – und vergesst nicht, den Abfallbehälter regelmäßig auszuwaschen, am besten mit Essigreiniger.

Bekämpfen könnt ihr Fruchtfliegen auf verschiedene Weise. Während der eine zu handelsüblichen, klebrigen Fliegenfallen greift, die man an Decke oder Wand befestigt, ekelt sich der andere davor und greift als akute Maßnahme zum Staubsauger, um die Tiere von Decke oder Wand zu saugen. Als Sofortmaßnahme soll es sich außerdem bewährt haben, für ausreichend Frischluft – gerne auch kurzzeitige Zugluft – zu sorgen.

Dagegen raten Fachleute dazu, die Fenster geschlossen zu halten, wenn man eine Obstfliegenfalle aufstellt. Zu leicht könnten von der Falle Tiere von draußen angelockt werden. Eine ganze Reihe selbstgemachter Fliegenfallen haben sich bei Obstfliegen bewährt.

Zum Beispiel eine halbierte Zitrone, die man mit Gewürznelken bestückt und nahe der Früchte platziert oder ein offenes Glas Rotwein, in dem die angelockten Fliegen ertrinken, sind übliche Hausmittelchen.

Ebenfalls empfohlen wird ein mit Folie, in die man winzige Löchlein sticht, bedecktes GlasApfelsaft, das im Verhältnis 3:1 mit Essig gemischt wurde und dem man ein paar Tropfen Geschirrspülmittel zugegeben hat, um die Oberflächenspannung der Flüssigkeit zu verringern, so dass die Fruchtfliegen daraus nicht mehr entkommen.

Holzwurm loswerden: Große Hitze oder Kälte

Bemerkt ihr beim Staubwischen oder Saugen winzige Häufchen Holzmehls unter dem alten Schrank? Dann hat sich dort mit großer Wahrscheinlichkeit ein sogenannter Holzwurm eingenistet.

Damit der unerwünschte Gast nicht noch größeren Schaden anrichtet, müsst ihr sofort Maßnahmen gegen ihn ergreifen.Kleinmöbel wie Stuhl, Spiegel oder Bilderrahmen könnt ihr in einen Plastiksack wickeln und sie großer Hitze oder Kälte aussetzen. Im Sommer legt ihr den Sack deshalb einfach für einen Tag ins Auto, dass ihr tagsüber in der prallen Sonne parkt. Im Winter stellt ihr den Sack auf den Balkon, so dass der Frost dem Holzwurm den Garaus bereitet.

Bei größeren Möbeln müsst ihr zu anderen Mitteln greifen.Salmiakgeist aus der Apotheke lässt sich, aufgezogen in eine Spritze, Loch für Loch verteilen und vertreibt den Holzwurm.

Wem das zu mühselig ist – man weiß ja nie sicher, in welchem Loch das Vieh steckt – der kann den Schrank in eine große Folie möglichst luftdicht verpacken, die Salmiakgeistflasche offen mit rein stellen und das Ganze für einen Tag stehen lassen. Das geht aber nur, wenn man den Raum für diese Zeit nicht mehr betreten muss. Andernfalls müsst ihr diese Maßnahme außerhalb der Wohnung durchführen.

Frische Eicheln sind Früchte, die nahezu jeden Holzwurm aus dem Holz locken, und deshalb der ultimative Tipp gegen den Plagegeist. Leider sind sie nicht immer zur Hand, wenn sie gebraucht werden.

Kakerlaken loswerden: Gehört in professionelle Hände

Wer vermutet, von Kakerlaken heimgesucht zu sein, der sollte sich rasch an einen Fachmann wenden. Der Profi kennt die verschiedenen Arten der auch Schaben genannten Tiere und ihre spezifischen Gewohnheiten – und kann sie so effektiv und nachhaltig vertreiben.

Überlasst ihm den Job, bevor ihr etwas falsch macht. Insbesondere der, dessen Wohnung an eine Gastronomie grenzt, sollte professionelle Hilfe holen, denn der Ursprung des Kakerlakenbefallsfindet sich eher dort, als in den eigenen vier Wänden.

So soll man beispielsweise auf keine Kakerlake treten, da so möglicherweise Eier noch in der Wohnung verbreitet werden, wenn diese am Schuh haften bleiben.

Und auch das ist gut zu wissen: Der Nachwuchs der Kakerlaken schlüpft mitunter erst nach vier bis acht Wochen – eine Zeitspanne, in der ihr stets nach den Tieren Ausschau halten solltet, wenn ihr sie nachhaltig loswerden möchtet.

Das Beste ist es, den möglichen Besuch von Kakerlaken für diese so unattraktiv wie möglich zu machen: Lasst deshalb weder Lebensmittel noch Futter für Haustiere offen herumstehen. Vermeidet Vorräte in so großer Menge, dass ihr selbst den Überblick darüber verliert und die Vorratshaltung mangelhaft ist.

Schon beim Kauf solltet ihr unbedingt darauf achten, keine beschädigten Verpackungen zu erwerben. Ein sicheres Umpacken in verschließbare Vorratsbehälter ist ratsam.

Seife und Lavendel gegen Motten

Meine Oma schon hat in den Kleiderschränken Seifenstücke verteilt – das mache ich ihr bis heute nach. Die duftenden Seifenstücke sollen Motten davon abhalten, in die Kleiderschränke zu kriechen, dort ihre Eier abzulegen, aus denen die Larven schlüpfen, die die Kleider zerfressen.

Mottenkugeln aus Zedernholz, die in überall leicht erhältlich sind, sollen ähnliche Dienste tun. Und viele legen wie ich nach wie vor duftende Lavendelsäckchen zwischen ihre Kleider in den Schrank.

Besonders geliebte oder hochwertige Kleidung könnt ihr übrigens vor Mottenfraß bewahren, wenn ihr sie – selbstverständlich zuvor gut ausgeschüttelt – in speziellen Kleidersäcken lagert. Zweckentfremden lässt sich dazu auch nicht mehr benutzte Bettwäsche.

Bevor ihr Winterkleidung den Sommer über „einmottet“ – und umgekehrt -, könnt ihr sie für zwei, drei Tage ins Tiefkühlfach legen – der Frost tötet die kleiderfressenden Mottenlarven.

Gegen Mücken ist ein Kraut gewachsen

Gegen das unerwünschte Eindringen quälender und wegen ihres leisen Sirrens nachtruhestörender Stechmücken hilft wohl am besten ein feines Fliegengitter am Fenster. Einzelne Ruhestätten könnt ihr auch mit Moskitonetzen schützen, die es in vielen Formen im Handel gibt.

Aber auch stark duftende Pflanzen wie Tomaten, Zitrusbäumchen, Minze oder Lavendel sollen die Mücken abschrecken. Gut helfen Anti-Mücken-Vertreiber, die man in die Steckdose steckt, und die dort einen Duft verdampfen, den die Stechbiester nicht mögen. Das kostet aber Strom und Stromgeld.

Nicht funktionieren dagegen die Stecker, die einen angeblich nur für Mücken hörbaren Ton verlauten lassen, der diese vertreibe. Diese Hilfsmittel machen höchstens die Hauskatze verrückt.

Ohrenkneifer im Holzwolle-Nest aussiedeln

Ohrenkneifer oder Ohrwürmer soll man aus ihren feuchten Lieblingsecken locken können, indem man einen tönernen Blumentopf mit Holzwolle auskleidet, die mit Erde bestäubt wurde. Der Topf wird dann falsch herum auf den Boden gestellt und man wartet, dass die Tierchen hineinkrabbeln.

Wichtig: Die Tiere sind nachtaktiv! So ließen sich Ohrenkneifer anschließend aus der Wohnung tragen und in freier Natur ansiedeln. Dort können sie sich nützlich machen und zum Beispiel Blattläuse fressen.

Übrigens, dass Ohrenkneifer, die auch Ohrenschlüpfer genannt werden, nachts in die Ohren von Menschen krabbeln und sich mit ihren Zangen durchs Trommelfell beißen, um dann im Inneren ihre Eier abzulegen, ist ein Mythos.

Er soll enstanden sein, als man ncht mehr genau wusste, warum die Tiere Ohrenkneifer genannt wurden. Heute weiß man das: Sie wurden in der Antike zu Pulver verarbeitet und als Medizin gegen Ohrenkrankheiten wie Taubheiteingesetzt, schreibt Wikipedia.

Silberfischchen: Jagd mit rohen Kartoffeln

Die kleinen Silberfischchen halten sich gerne in warmen, feuchten, dunklen Ritzen und Ecken von Bad und Küche auf. Viele raten dazu, die Silberfischchen über Nacht mit einer rohen halbierten beziehungsweise geriebenen Kartoffel anzulocken, die auf einer Unterlage „angerichtet“ wird, so dass sich Lockstoff und angelockte Silberfischchen am nächsten Morgen schnell aufnehmen und entsorgen lassen. Am besten soll es sein, die unerwünschten Gäste nachts bei ihrem Mahl zu überraschen.

Auch Backpulver vermischt mit Zucker soll gute Dienste leisten, um Silberfischchen loszuwerden beziehungsweise ihnen den Zugang zu unseren Wohnungen zu verwehren. Das Backpulver gehe auf und verstopfe so die Zugänge für die vom Zucker angelockten Silberfischchen.

Ein Tuch, angefeuchtet und mit Gipspulver bestrichen, gilt ebenfalls als Falle für Silberfischchen.

Außerdem sollen Silberfischchen den Duft von Lavendel überhaupt nicht mögen.

Spinnen: Am besten fangen und aussetzen

Spinnen sind vielen Zweibeinern ein wahrer Graus. Doch das ist kein Grund, die achtbeinigen Nützlinge – die in unseren Breitengraden auch meist recht klein sind – zu töten.

Da Spinnen euch dabei helfen können, andere unerwünschte Besucher wie Mücken oder Fliegen zu vernichten, solltet ihr stattdessen auf jeden Fall prüfen, ob ihr nicht in friedlicher Koexistenz mit der Spinne leben und ihre Dienste genießen könnt.

Andernfalls ist Fangen und Aussetzen angesagt: Zum Fangen der Spinnen eignet sich ein normaler Besen gut, aber nicht die modernen Anti-Staub-Dinger, sondern solche mit Borsten. Mit dem Besen stubst ihr die Spinne behutsam an, so dass sie von alleine in den Besen krabbelt und zwischen den Borsten verschwindet.

Anschließend könnt ihr den Besen an die frische Luft tragen und vorsichtig ausschütteln. Macht das bitte nicht aus großer Höhe, etwa aus dem Fenster, bei einem tiefen Fall könnte sich die Spinne verletzen.

Andere Spinnenjäger schwören auf ein Glas, das man über die Spinne stülpt, und ein Blatt Papier, dass man dann vorsichtig zwischen Glas und Wand schiebt. So verschlossen tragt ihr das Glas mit der Spinne aus der Wohnung und lasst sie frei.

Extra-Tipp gegen Spinnen: Unsere Katze

Wer wie wir eine Katze im Haus hat, die wie unsere Katze an Spinnen ihren natürlichen Jagd-/Spieltrieb ab und an einmal ausleben mag, der kann seine Katze rufen und die Spinne ihrem Schicksal überlassen. Das geht nicht immer tödlich für die Spinne aus – aber ich werde auch nie den Anblick vergessen, als unserer Katze zuckende Beine eines Weberknechts aus dem Mäulchen hingen.

Foto: Doreen Brumme

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