Beeren und Fruchtfliege

Was bringt der Sommer? Obstfliegen!

Kaum ist es warm, sind Obstteller umschwärmt – von Zweibeinern, die nach einer saftigen Erfrischung suchen und Zweiflüglern, die sich von gärenden Substanzen ernähren: Fruchtfliegen. Wie man die kleinen Plagegeister loswird, steht hier.

Mit dem Griff zum Obstteller scheuche ich dieser Tage regelmäßig einen Schwarm Obstfliegen auf. Eine lästige Sache, diese kleinen einen bis sechs, meist jedoch um die zwei Millimeter großen Biester! Man nennt sie gerne Obstfliegen oder Taufliegen, Fruchtfliegen, Gärfliegen, Mostfliegen oder Essigfliegen. Der Geruch faulender Früchte lockt sie unwiderstehlich an – ebenso Reste von Getränken in Flaschen, die man offen herum stehen lässt.

Weltweit soll es über 3.000 Arten von Fruchtfliegen geben, 50 davon sind in unseren Gefilden daheim.

Doch auch wenn man noch so sehr darauf achtet, dass das Obst auf dem Vorratsteller oder im Vorratskorb nicht fault, es passiert bei warmen Temperaturen einfach schneller als man denkt. Es gibt einige Dinge, die man tun kann, um es den Insekten so schwer wie möglich zu machen, in den häuslichen Luftraum einzudringen.

Obstfliegen den Einflug erschweren

Mit handelsüblichen Fliegengittern und Anti-Fliegenvorhängen, die man übrigens auch prima selbst basteln kann, erschwert man Insekten den Einflug ins Haus. Es soll auch helfen, Fenster nur dann zum Lüften zu öffnen, wenn nicht gerade die Sonne auf sie scheint. Der Grund: Fliegen sitzen eher im warmen Sonnenschein, als im kühleren Schatten. Auch einen Versuch wert: Fliegen sollen keine Zugluft mögen – wer kann, sorgt also ab und an mal für einen kräftigen Durchzug in den eigenen vier Wänden.

Kräuterduft gegen Insekten

Auf dem Fensterbrett platzierte Pflanzen wie Tomaten, Melisse und Zitronenmelisse, Minze oder auch Geranien sollen einen typischen Duft verströmen, den fliegende Insekten eher meiden.

Mit Nelken gespickte Zitrone vertreibt Fruchtfliegen

Auch das habe ich bereits erfolgreich gegen Obstfliegen angewendet: Eine halbierte Zitronehabe ich mit Nelken gespickt und mit auf den Obstteller gelegt, um die Fruchtfliegen zu verscheuchen.

Essigduft als Rausschmeißer

Warmer Essig serviert auf einem flachen Teller gilt als Rausschmeißer von Insekten schlechthin.

Die ökologische Venusfliegenfalle

Auch das habe ich schon mal ausprobiert: Eine Pflanze namens Venusfliegenfalle gegen Fruchtfliegen. Die fleischfressende Pflanze, die ihre Fangblätter superschnell zusammenklappt, wenn ein Insekt die feinen Härchen daran, sogenannte Fühlborsten entsprechend lange, häufig oder kräftig berührt. Im Kampf gegen meine Fruchtfliegen war die eine Fleischfresserin nicht kampfentscheidend. Aber für die Kinder war sie ein tolles Anschauungsmaterial. Leider hat sie den Winter nicht überstanden. R.I.P. „Mauli“!

Die tödliche Klebefalle

Im Handel übliche Klebefallen gegen Insekten sind schnell ein hässlicher Anblick, wenn sie bestückt mit Fliegenleichen von der Decke baumeln und deshalb nicht mein Ding. Außerdem ist der Klebetod – so meine ich – ein recht qualvoller. Dann gebe ich den Viechern eher noch die Chance, meiner Fliegenklatsche oder der Düse meines Staubsaugers zu entkommen.

Tödliche Fruchtfliegenfalle selbst gemacht

Für den Garaus von Obstfliegen sorgt auch die Falle, die schon meine Großmutter im Sommer selbst machte und aufstellte – mit großem Erfolg. Meist mischte sie dazu Essig (1 Teil), Apfelsaft (3 Teile) und Spüli (1-2 Tropfen) mit Wasser (2 Teile) in einer Flasche, die sie in die Nähe ihres Obstkorbes stellte. Der Duft von Essig und Apfelsaft lockt die Fruchtfliegen an, das Spüli in der Flüssigkeit wird zur mörderischen Falle für sie, denn es zerstört die natürliche Oberflächenspannung der Flüssigkeit, so dass die Fruchtfliegen darin versinken und ertrinken.

Wer keine Flasche zur Hand hat, nimmt ein Glas und bedeckt es mit Folie, in die man klitzekleine Löchlein sticht. Man sollte den tödlichen Mix etwa alle zwei, drei Tage austauschen.

Andere nutzen als Flüssigkeit Rotwein oder puren Fruchtsaft. Wichtig: Wer eine solche Falle stellt, sollte die Fenster der Wohnung möglichst geschlossen halten, um nicht weitere geflügelte Insekten von draußen anzulocken.

Foto: Doreen Brumme

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