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motherof4 – vom Leben gezeichnet

motherof4 – vom Leben gezeichnet – startet hier und heute! Am 3. September hatte ich Geburtstag. Meinen 49. Das heißt, mein 50. Lebensjahr hat begonnen. Ich habe den Wunsch, dieses Jahr ganz bewusst zu erleben, mir (mehr) Zeit für die kleinen Dinge des Alltags als #motherof4 zu nehmen, sie (mehr) wertzuschätzen. Dabei hilft mir eine Leidenschaft, die ich lange nicht so stark ausgelebt habe, wie mein Herz für sie schlägt: die Malerei. Und deshalb eröffne ich hier auf meinem Blog heute eine neue Kategorie: motherof4 – vom Leben gezeichnet. Für mich, für euch.

Mit motherof4 – vom Leben gezeichnet schaffe ich mir eine Gelegenheit, euch eine neue Seite von mir zu zeigen. In kleinen Zeichnungen will ich mir die guten und weniger guten Momente des kommenden Jahres aufbewahren. Komme, was wolle.

Malen und Zeichnen, dafür schlägt mein Herz schon ewig

Meine Mutter ist von Haus aus Lehererin, genauer Kunsterzieherin. Von ihr habe ich meine Liebe fürs Malen und Zeichnen sicher geerbt. Erstmals gezeigt habe ich mein Händchen fürs Malen, als ich noch nicht mal richtig stehen konnte. Meine Mutter erzählt die Geschichte so: Sie hatte mir einen Wandteppich gestaltet, aus Stoff, den sie mit Kindermotiven beklebte. Den hängte sie übr mein Gitterbettchen. In Ermangelung von Malwerkzeugen soll ich eines frühen Morgens, als meine Eltern noch nebenan im Schlafzimmer schliefen, meinen Windelinhalt benutzt haben, um dem Wandbild meine eigene kreative (Duft)Note zu verleihen. Ich erinnere mich daran nicht. Zum Glück.

Schon in der Grundschule verbrachte ich ein bis zwei Nachmittage in der Kunst-AG. Dort lernte ich von einem richtig guten Lehrer, wie man mit Farbe, Kreide, Kohle und Bleistiftmine malt und zeichnet, wie man Drucke anfertigt und druckt, wie man aus Beton Figuren haut. Zu der Schul-AG gab es eine Kreis-AG, wo sich Talente aus dem ganzen Landkreis sammelten und in den Ferien ganze Kunst-Wochen miteinander verbrachten. Ein, zwei Mal im Jahr fuhren wir zusammen in Herbergen, Schulen oder auch Künstlerkolonien, um dort gemeinsam Kunst zu schaffen und uns von Kunstwerken bekannter und unbekannter Meister inspirieren zu lassen, die wir stundenlang in Museen, Galerien und Werkstätten betrachteten, studierten und diskutierten. So bin ich damals in Güstrow zum Beispiel auf Ernst Barlach gestoßen, dessen Werke ich bis heute sehr schätze. Diese außerschulische Kunstausbildung habe ich acht Jahre lang genossen. Im Gymnasium war ich im WPA-Unterricht (wissenschaftlich-praktisches Arbeiten) im Kreativzentrum eines großen Fliesenwerks tätig, wo ich ein eigens Fliesendesign entwarf und schließlich auf die Wandfliese brachte (einen Baum).

Ihr sehr, Malen, Zeichnen & Co. waren lange ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. Damit drückte ich mich aus, das war geliebter Zeitvertreib und immer wieder Gelegenheit, Alltag zu verdauen.

Mit dem Volontariat bei einer Tageszeitung, Studium, Jobs und Familiengründung blieb mir die folgenden Jahre jedoch kaum mehr Zeit dafür. Immer mal wieder setzte ich die eine oder andere Idee zwar um, aber das war viel zu selten, um mich wohl damit zu fühlen.

Inselkreationen auf Fehmarn

Erst mit den langsam heranwachsenden Kindern und deren aufblühendem Interesse und Talent (*stolze motherof4*) malte und zeichnete ich wieder etwas mehr. In unserem regelmäßigen Familienurlaub auf Fehmarn nutzten wir schon mehrfach das Atelier der lokalen Künstlerin Susanne Böse, um gemeinsam, jeder an seinem Bild, zu malen. Ein Höhepunkt unseres Urlaubs und eine gute Möglichkeit, mal für Stunden der vernachlässigten Leidenschaft zu frönen.

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Einer meiner Lieblingsplätze auf Fehmarn. Hier saß ich und kam auf die Idee zu „motherof4 – vom Leben gezeichnet“. Foto und Malerei: Doreen Brumme

Auch dieses Jahr waren wir auf Fehmarn. Wegen der Corona-Pandemie wagten wir uns allerdings nicht zu Frau Böse ins Atelier. Doch ich verspürte schon seit längerer Zeit einen unbändigen Drang, einen Stift in die Hand zu nehmen und mein Innerstes nach Außen zu kehren. Ich saß da also am wegen Sars-Covid-19 deutlich leereren Strand und dachte darüber nach, wie, wann und wo ich in meinem Leben mehr malen und zeichnen könnte, gleichwohl mein Alltag mit Vollzeitjob als Journalistin, Autorin, Texterin sowie Bloggerin, mit der Familie als #motherof4 und dem zugehörigen Haushalt und mit zwei, drei Mal Karate in der Woche (dazu ein andermal mehr) schon ziemlich ausgefüllt ist. Und so kam mir die Idee zu motherof4 – vom Leben gezeichnet: Ich würde dem Druck, mich in Bildern ausdrücken zu wollen, nachgeben. Diese Entscheidung fühlte sich herrlich an. Fast so, wie eine große Schüssel köstliches, luftig-cremiges Mousse au Chocolat, die ich mit einem großen Löffel allein auslöffeln dürfte.

motherof4 – vom Leben gezeichnet – die Reise beginnt

Ich malte mir noch am Strand aus, wie ich das Zeichnen künftig in meinen Alltag integrieren könnte. Dann schwang ich mich aufs Rad und trampelte meinem neuen Leben als motherof4 – gezeichnet vom Leben voller Freude entgegen: Ich kaufte mir einen Zeichenblock, Stifte und noch mehr Stifte: schwarze mit allen möglichen Spitzen und pastellige. Dann setzte ich mich auf die Terrasse unserer Ferienwohnung und legte los: In den kommenden drei Wochen entwickelte ich mich als Figur und erweckte mich zu einem eigenen Leben auf dem Zeichenpapier. Meine Kritiker, der Mann, die Kinder zwischen 6 und 16 sowie meine Mutter, die auch für eine Woche auf die Ostseeinsel kam, ließen den Fortschritt der Figurwerdung nicht aus den Augen und hielten ihre Meinung nicht hinter dem Berg (KInder sind so herrlich ehrlich!). So entstanden allein auf Fehmarn schon über 60 Zeichnungen, die ich euch hier nach und nach zeigen werde. Immer verbunden mit einem kleinen Text. Ich kombiniere somit Wort und Bild (sogenannte Sketchnotes) – meine beiden größten Leidenschaften. Mir bringt die Umsetzung meiner Idee motherof4 – vom Leben gezeichnet großen Spaß und ich hoffe, euch gefällt das eine oder andere, was ihr hier zu sehen bekommt.

Los geht’s mit meinem Logo:

motherof4 - gezeichnet-vom-Leben_Logo
Gezeichnet von Doreen Brumme

Titelbild: Karolina Doleviczenyi, Fotografin und Kamerafrau aus Hamburg, weitere Fotos, Malerei und Zeichnung: Doreen Brumme

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